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 Betreff des Beitrags: Bremsenmodell HBL
BeitragVerfasst: 18.05.2018 14:13:50 
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Hallo,

neulich war ich bei Michael in Aachen zu Gast und durfte von Hagen bis Neheim-Hüsten mit der 218 fahren. Vorher haben wir schon über das D5 und die Besonderheiten der Abschlussstellung gesprochen. Ganz konkret ging es um folgendes: Bremsen, Lösen, Mittelstellung. Dabei sinkt der Druck wieder ab, weil die R-Behälter weiterhin aus der HL nachgespeist werden. Zusi setzt das für meine Begriffe sehr gut um. Ich müsste allerdings noch einmal einen langen Güterzug in P mit D5 bremsen, um das genauer festzustellen.
Der Eilzug hatte Bremsstellung P mit wirksamer Hochabbremsung. Dabei sollten die R-Behälter aus der HBL gespeist werden. Das Verhalten müsste also ein anderes sein. Die HBL ist in Zusi aber noch nicht im Bremsmodell berücksichtigt worden. Für mich wäre es mal interessant zu erfahren, wie schnell die Behälter bei Güterzügen gefüllt werden und wie viel schneller die R-Behälter der ersten Wagen nachgespeist werden, weil die Druckerhöhung in der HL beim Lösen vorne schneller wirksam wird. Es müssen Drosseln eingebaut sein, damit die Unterschiede nicht zu groß werden, also analog zu den Füll- und Lösezeiten, die länger sind als die Durchschlagszeiten in der HL.

Ich wollte das einfach mal erwähnen, weil ich von der Abschlussstellung sehr oft Gebrauch mache. Das D5 ist eben etwas anders als die modernen FbV. Ich nutze beispielsweise auch gerne den Füllstoß zum Lösen der Betriebsbremsungen und betätige nach fast jeder Bremsung unabhängig von der Zuglänge den Angleicher. Man muss eben wissen, was man tut.

Grüße
Moritz

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 Betreff des Beitrags: Re: Bremsenmodell HBL
BeitragVerfasst: 18.05.2018 15:18:49 
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Zitat:
Der Eilzug hatte Bremsstellung P mit wirksamer Hochabbremsung. Dabei sollten die R-Behälter aus der HBL gespeist werden.
Hä? In P wirkt die Hochabbremsung nicht, das tut sie nur in R oder besser. Und nein, nicht bei jedem Wagen mit HBL wird diese auch zum R- Behälter nachspeisen genutzt. Die Silberlinge z.B. haben das nicht, die m-Wagen dito. I.d.R. haben nur Wagen mit Mg-Bremse Nachspeisung der R-Behälter aus der HBL, alle anderen nicht.
Zitat:
Es müssen Drosseln eingebaut sein, damit die Unterschiede nicht zu groß werden, also analog zu den Füll- und Lösezeiten, die länger sind als die Durchschlagszeiten in der HL.
Das macht bei der KE der R-Füller, ein kleines Dreidrucksystem auf das A-, Cv- und R- Druck wirken und den R-Behälter parallel zum C-Druckabfall füllt.
Zitat:
Ich wollte das einfach mal erwähnen, weil ich von der Abschlussstellung sehr oft Gebrauch mache.
Komisch, mir wurde immer auf die Finger gehauen, wenn ich die Mitte als Bremsabschlusstellung missbraucht habe. "Die ist zum abschliessen und für die Dichtigkeitsprobe da und sonst zu gar nix! Auf der Dampflok haben wir Jahrzehnte für ein FbV gekämpft, das nicht nachzieht, also nutzen wir es auch entsprechend!" (O-Ton eines alten Eckeseyer Lehrlokführers).

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 Betreff des Beitrags: Re: Bremsenmodell HBL
BeitragVerfasst: 18.05.2018 15:24:51 
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Meik, ich habe einen Verdacht, von wem diese Aussage stammen könnte. :ausheck

Moritz, weißt Du noch, welcher Zug das war? Dann kann ich kurz nachschauen, ob der wirklich in P lief oder R. Bei Holgers Plänen vermute ich ersteres.

Grüße
Michael


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 Betreff des Beitrags: Re: Bremsenmodell HBL
BeitragVerfasst: 18.05.2018 16:13:11 
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Gibt's auf der oberen Ruhr überhaupt einen E oder N, der in R fährt? Überall nur n-Wagen ohne rz und yl-Wagen. Irgendwie habe ich den leisen Verdacht, dass man die 120km/h Beschränkung nicht wegen der Austauschbarkeit von 216 und 218 gemacht hat, sondern damit das gute "hochwertige" Wagenmaterial nicht durch solche Dienste gebunden war. "Im Notfall nehmen wir halt 4achser- Umbauwagen." :rolleyes:

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 Betreff des Beitrags: Re: Bremsenmodell HBL
BeitragVerfasst: 18.05.2018 16:20:17 
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Es gab durchaus Eilzüge mit m-Wagen sowie "schnell laufende" Silberlinge - an die 140 km/h-Anschriften auf den Längsträgern erinnere ich mich noch. Nun denn, ob das "hochwertige" Fahrzeuge waren, überlasse ich mal den Diskutanten.

Grüße
Michael


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 Betreff des Beitrags: Re: Bremsenmodell HBL
BeitragVerfasst: 18.05.2018 16:35:52 
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Hallo zusammen,

da bin ich wohl durcheinander gewesen. Ich meinte wohl R. Der LM für Hochabbremsung leuchtete jedenfalls auf. Auf der 151 gibt es nur G, P und P2, daher bin ich wohl auf P gekommen. Es war der Eilzug ohne Halt von Hagen bis Fröndenberg. Abfahrt gegen Mittag, 13 Uhr ungrad.

Auf der 151 nutze ich die Abschlussstellung, um den Druck feiner regulieren zu können. Die Rasten sind bei jedem Ventil "leicht" anders. Es gab da auch mal einen Lokführer bei meinen Praxisfahrten noch beim vorherigen Ausbildungsbetrieb, der das D5 als zeitabhängiges FbV genutzt hat. Er hat noch mit dem St60 gelernt.

Mit den Feinheiten älterer Steuerventile kenne ich mich als umgeschulter Güterkutscher natürlich nicht so aus.

Grüße
Moritz

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 Betreff des Beitrags: Re: Bremsenmodell HBL
BeitragVerfasst: 18.05.2018 17:12:32 
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Hallo Moritz,

dann war der vermeintliche Eilzug der Starzug der Oberen Ruhrtalbahn, nämlich D 843 Köln-Kassel. Rapidbremse kommt da natürlich hin.

Grüße
Michael


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