Ich schließe mich meinen Vorrednern an. Klar, es gibt Dinge in der Landschaft, die man - im Vergleich zu anderen Modulen - besser lösen könnte, aber das geht ja auch nach und nach, wenn sich jemand dazu berufen fühlt. Ich eher nicht - so viel Regionalfeindschaft muss sein Einfache Stützmauern statt ausmodellierter Brückenwiderlager finde ich aber gar nicht so dramatisch - für die 0,7 Sekunden der Vorbeifahrt reicht (mir) das an sich. Die richtige Länge sollten die Brücken allerdings schon haben.
Klar, Ersteller von Modulen mit sehr viel Detailarbeit fühlen sich so vielleicht etwas auf den Schlips getreten, wenn auch weitaus weniger ausreichend ist. Aber ich denke, man baut ja eigentlich aus eigenem Spaß an der Sache und nicht, um mit anderen Bastlern in Wettbewerb zu treten. Und aus Anfängersicht ist das ja durchaus ein Zeichen im Sinne von "hey, es muss nicht alles perfekt sein".
Technisch sind die Module nun auf einem ordentlichen Stand, das ist der weitaus wichtigere Punkt und dementsprechend ist die reingesteckte Arbeit von Alwin auch keineswegs für die Katz. Bahntechnisch verkehrte Dinge merkt man auch, wenn man als Bayer durch's Ruhrgebiet fährt - ob Objekt X an Stelle Y genau richtig ist, eher nicht.
Epochale Brüche zwischen Modulen lassen sich nicht vermeiden, wenn mehrere Leute an einer Strecke bauen. Es baut eben jeder das, was ihm am besten gefällt oder was sich aufgrund der Datenlage am besten bauen lässt. Das ist völlig in Ordnung für mich. Genauso auch die Mischung verschiedener Zustände in einem Modul, um mehr Spielspaß reinzubringen.
Ein weiteres Manko der Module rund um Dortmund: ich bin bisher noch überhaupt nicht zum Ausprobieren gekommen Okay, zwei Mankos - die Stadt ist ja auch eines (sorry)
MarkusEgger hat geschrieben: 04.02.2026 10:21:48
Den Epochenbruch finde ich hier übrigens auch unkritisch. Zusi ist leider halt nur eingeschränkt tauglich, verschiedene Zeitscheiben parallel abzubilden. Also müssen wir hier mit Kompromissen leben, am anderen Ende der Oberen Ruhrtalbahn in Kassel-Wilhelmshöhe haben wir den Bruch ja auch. Die Alternative wäre gewesen, dass es eine Vorgabe gibt, dass Streckenmodule die aneinander angrenzen aus der selben Epoche sein müssen. Das wäre für den Fortschritt des Simulators ein absoluter Killer gewesen...
Das geht schon in Zusi. Man kann ja Module in verschiedenen Epochen auch jeweils mit Jahreszahl mehrfach einreichen. Die Frage ist halt, ob man nicht besser bisher nicht vorhandene Strecken nachbaut. Ich kann mit Epochensprüngen gut leben und habe lieber mehr Strecken zur Auswahl und gerne auch Anschluss an Module einer anderen Epoche, um längere Fahrpläne zu erreichen. Wenn beispielsweise die Grenzlandbahn mit Köln Hbf verknüpft wäre, würde ich mich sehr freuen und der Sprung um über 20 Jahre würde mich nicht wirklich stören. Man müsste den Schnitt halt wegen der S-Bahn entweder zwischen Aachen und Düren oder zwischen Köln Hbf und Hansaring machen. Wenn dann ganz Deutschland mal nach gebaut ist, kann man sich ja darüber Gedanken machen, Module in andere Epochen zu versetzen.
Das geht schon in Zusi. Man kann ja Module in verschiedenen Epochen auch jeweils mit Jahreszahl mehrfach einreichen. Die Frage ist halt, ob man nicht besser bisher nicht vorhandene Strecken nachbaut
Das ist bekannt, dabei steht aber m.E. Aufwand und Nutzen meistens in keinem guten Verhältnis, und deshalb würde ich sagen, deine Frage war wohl eher eine rhetorische;) Das wird in Zusi eher der absolute Ausnahmefall bleiben.
Was ich indirekt andeuten wollte: Omsi hatte ein recht geniales System, mit dem auch so Sachen wie Ausstattungsgegenstände (Schilder, Häuser etc.) und Landschaftselemente Jahreszahlabhängig dargestellt werden können, und das auch beliebig verschachtelt, weil jedes Objekt seine eigene Gültigkeitsspanne haben kann. Damit könnte man leichter in einem Modul mit begrenztem Aufwand das richtige 80er/90er/2000er/2010er-Flair rüberbringen, so lange sich sonst nicht viel geändert hat. Zusi hat das nicht, und es gibt wahrscheinlich auch mehr Nutzen versprechende andere Weiterentwicklungen (z.B. rangieren;), drum würde ich so was jetzt auch nicht prioritär auf die Wunschliste schreiben.
Ich sehe es so ähnlich wie Markus. Auch ich merke, dass die Module rund um Dortmund nicht so detailliert ausgestaltet sind wie das bei anderen Streckenmodulen der Fall ist - und das, obwohl ich im Raum Dortmund keine Ortskenntnisse habe. Daher hätte ich mir gewünscht, dass da noch etwas mehr Zeit investiert worden wäre. Allerdings finde ich, dass wir nicht bei jedem Streckenprojekt die Messlatte so hoch legen sollten, wie wir das vielleicht bei unseren eigenen Projekten machen. Klar sollten die Streckenmodule gewissen Mindeststandards entsprechen. Als Mindeststandard sehe ich aber nicht die - wirklich sehr liebevoll gestalteten - Zechenmodule von Jens, sondern eben das was Jürgen bei den Dortmund-Modulen geliefert hat.
Ein wichtiger Aspekt ist aus meiner Sicht, dass der Streckenbau dem Erbauer Spaß macht. Und da hat auch jeder seine eigenen Anforderungen. Ich gestalte z.B. lieber etwas mehr aus und kümmer mich auch um Kleinigkeiten, weil ich sonst mit dem Ergebnis nicht zufrieden wäre... Bei anderen Streckenbauern sieht das aber anders aus. Insofern finde ich es auch ok, wenn es Unterschiede in der Gestaltung der Streckenmodule gibt, solange es im Rahmen bleibt.
Und zumindest die Bahntechnik hat ja dank der Zusammenarbeit mit Alwin ein hohes Qualitätsniveau.
Ich fände es auf jeden Fall sehr schade, wenn der Weiterbau der Dortmund Module durch diese Diskussion zum Erliegen kommen würde.
Trotzdem wäre es jetzt eine gute Gelegenheit, sich nochmal die bereits veröffentlichten Module anzuschauen und ein wenig Zeit in die Nachdetaillierung zu stecken. Einige konkrete Punkte hat Jens schon angesprochen, z.B. die "Ohren" an der Brücke Brackeler Straße oder die verrostete Weiche. Solche Sachen lassen sich zum Glück ohne größere Eingriffe in die Landschaft nachrüsten. Es finden sich aber sicher noch einige weitere Stellen, an denen die Module mit verhältnismäßigen Aufwand noch etwas näher an das Vorbild gebracht werden können-
Meine Module sind übrigens auch nicht exakt auf ein Jahr datierbar, sondern bilden einen Zeitraum von ca. 10 Jahren ab.
Ich würde mich hier meinen Vorrednern anschließen. Ich habe ja schon in anderen Themen durchblicken lassen, dass ich der Meinung bin, dass in der Strecke deutlich mehr originalgetreue Objekte umgesetzt werden könnten. Deutlich. Bislang hatte mich dabei aber außer Mr. X in den Modulthemen Witten-Annen / Dormund-Barop niemand bestätigt.
Daher möchte ich Jens auch ausdrücklich Danke für seine Meinung sagen.
Aber ausgerechnet in Scharnhorst habe ich Aufgrund des vielen Waldes aber - wie in Beitrag 4 zu lesen - eine Fst-Mitfahrt vergleichen und ausgerechnet dort sehe ich zwischen wenig und gar keinen Bedarf für Nacharbeiten. Der Hinweis auf die Brückenwiederlager ist nett für die Zukunft, aber bis auf wenige Ausnahmen eigentlich nicht zu erkennen. Siehe meine Vorredner.
Trotzdem blicke ich auf die extrem (extrem!) hohe Schlagzahl der Module und denke mir, dass man nach dem Erreichen von Hamm Gbf vielleicht doch den Vorschlag in den Raum werfen sollte, die Module noch mal umfangreich nachzudetailieren: Weitere charakteristische Gebäude bauen. Kabelkanäle nachrüsten. Bei großen Flächen zwischen Gleisen mal in die Luftbilder schauen, ob der Schotter aussieht wie ballast.dds, wie gravel02.dds oder wie Schotterplatz.dds und die Texturen mitsamt einer Boundary-ridge entsprechend umstellen. Den Anschluss zwischen Bahndamm und Acker noch mal nachzuarbeiten und insbesondere dafür zu sorgen, dass keine technischen Ausrüstungen (wie Oberleitungsmasten oder Schaltschränke) auf Feldern stehen. Verzerrte Texturen neu ausrichten. Solche Dinge. In der Hoffnung, dass das auch Spaß macht, so dass es hier auch eine entsprechende Schlagzahl in der Nachdetailierung gibt.
MarkusEgger hat geschrieben: 04.02.2026 16:24:50
Was ich indirekt andeuten wollte: Omsi hatte ein recht geniales System, mit dem auch so Sachen wie Ausstattungsgegenstände (Schilder, Häuser etc.) und Landschaftselemente Jahreszahlabhängig dargestellt werden können, und das auch beliebig verschachtelt, weil jedes Objekt seine eigene Gültigkeitsspanne haben kann. Damit könnte man leichter in einem Modul mit begrenztem Aufwand das richtige 80er/90er/2000er/2010er-Flair rüberbringen, so lange sich sonst nicht viel geändert hat.
OT: Auch das würde ich gerne mal ausprobieren, wenn jemand ein passendes Modul herumfliegen hat. Grundidee wäre, die Bahnsteige und deren Ausrüstung in eine eigene Landschaft zu packen. Die Epochenumschaltung könnte so funktionieren, dass man ein zentrales Modul "1990" hat, dass Effekte verursacht, die ein Signal umschalten, und so eine Landschaft in den Modulen umschalten. Dabei wäre für mich insbesondere interessant, ob es sich praktikabel bedienen lässt, und wenn nicht, ob man es mit wenig Aufwand mit Tools unterstützen kann.
zur angeregten Diskussion möchte ich ein paar Anmerkungen beisteuern. Auslöser der Diskussion ist Jens‘ fundierte und sachliche Kritik im Detail. Da er selbst auf sehr hohem Niveau im Streckenbau aktiv ist, weiß er sicherlich um den Aufwand, den man in gut durchgestaltete Module stecken muss. Von daher denke ich, dass seine Hinweise ernst genommen werden sollten.
Vorab: Alwins Rückmeldung in seinem Beitrag, dass er sich gewissermaßen geopfert habe, um dieses Vorhaben frei von jeglicher eigener Motivation und emotionaler Bindung ins Ziel zu tragen, kann ich nicht recht nachvollziehen. Einem Hobby nachzugehen, ohne dahinter zu stehen, dafür sollte uns die Lebenszeit zu schade sein. Entweder geht man also ein derartiges Vorhaben aus Überzeugung an, oder man lässt es. Und seine sehr liebevoll ausgestalteten Vorstellungen der Module stehen da schon etwas im Widerspruch – ich habe noch beispielsweise den Hinweis auf eine Partylocation im Dortmunder Stadtgebiet im Ohr, zu der er wohl eigene Jugenderinnerungen hat.
Ich lese aus den zahlreichen Forumsbeiträgen als Konsens heraus, dass die Module im Raum Dortmund qualitativ gegenüber anderen aktuellen Streckenveröffentlichungen deutlich abfallen. Als Kind des Ruhrgebiets und erklärter Fan komplexer Bahnanlagen bin ich da auch erst einmal auch enttäuscht. Und frage mich zugleich, was die Ursachen sind und wie eine Behebung aussehen kann. Ich fände es bedauerlich, wenn hier ein Projekt „verbrannt“ würde und die hochspannende Infrastruktur nicht das Denkmal bekommt, das sie verdient hat.
Zuerst einmal kann ich Alwins Entwurfsentscheidung verstehen, die historische Kuriosität von Bahnübergängen nachzubilden, die mit 200 km/h befahren wurden. Die künstlerische Freiheit in der Epochenwahl sollte solche Zuckerl erlauben. Aber direkt an dieser Stelle möchte ich ein Fragezeichen hinter die Ausführung setzen – Vollschranken mit Blinklichtern wären schon eine sehr ungewöhnliche Lösung. Ist das wirklich das Ergebnis einer umfassenden Recherche? Da Alwin in seinen Videos immer wieder sehr gut aufbereitete Informationen zum Modulumfeld präsentiert, müsste eine solche Besonderheit doch bestimmt aufgefallen sein und wäre ihm sicherlich eine explizite Erwähnung wert.
Gerade bei diesen bahnspezifischen Elementen bin ich irritiert: Alwin ist ein erwiesener Kenner der Materie, zudem hat er mehr als einmal bewiesen, dass er die Fähigkeiten zum Objektbau besitzt. Warum werden dann Signalkuriositäten, in er in seinen Videos ausdrücklich erwähnt, nicht als Eyecatcher nachgebildet? Ich habe hier als Beispiel ein schaltbares El-Signal an einer Fahrzeughalle dunkel in Erinnerung – ausdrücklich im Film besprochen, aber dennoch nicht nachgebildet, sondern durch ein nicht sonderlich passendes Bestandselement angedeutet.
Hinzu kommen bahnfachliche Hoppalas: Eine Schranke, deren Antrieb im Profil steht, Bahnübergänge ohne Andreaskreuze, die gezeigte Rostweiche, nicht glaubwürdige Schwellenbauart und Schwellenübergänge, fehlende Grenzzeichen. Zum Glück sind diese Mängel bei gutem Willen leicht zu beheben – das würde die Strecke schon mal deutlich aufwerten.
Aufwändiger wird die Korrektur der fehlerhaft umgesetzten Brückenbauwerke. Als Sohn eines Bundesbahn-Bauingenieurs bin ich sicherlich erblich vorbelastet, so dass mir falsche Proportionen, unplausible Abmessungen und fehlende Widerlager oder senkrechte Grenzflächen mit Schottertextur direkt ins Auge springen. Wenn beispielsweise markante, verwinkelte Stahl-Sonderkonstruktionen im Raum Dortmund Hbf reichlich lieblos durch Beton-Formkurven ersetzt werden, schmerzt mich das. Die Argumentation, man sähe diese Bauwerke nur für Sekundenbruchteile und fliege eh mit 200 km/h daran vorbei, vermag mich nicht zu überzeugen. Das sind doch eisenbahnprägende Bauten mit hohem Wiederkennungswert! Und im Bereich der Haltepunkte verweilt man sogar längere Zeit im Stillstand vor diesen Objekten, hat also reichlich Zeit, das Auge über Details wandern zu lassen. Ich finde, die Brücken haben eine deutliche Überarbeitung verdient.
Ein anderes Thema sind Fehler beim Landschaftsbau: Risse in der Grundplatte, matschige oder verzerrte Texturen an Bahnübergängen, sparsame Landschaftsgestaltung mit nur wenig Begrünung und ohne zugestellte Sichtachsen, schwebende Objekte – die Korrektur ist schlicht Fleißarbeit. Hier würde ich mir weniger Meldungen a la „Die Bauspitze steht schon kurz vor xxx“ wünschen und stattdessen die gebotene Ruhe und Sorgfalt bei Bau und iterativer Qualitätssicherung. Oder besteht hier – selbstgemachter – Druck, in punkto Streckenbau-Vortrieb neue Bestmarken zu erzielen? Warum nicht ein oder zwei Monate in die grundhafte Sanierung der Streckenabschnitte stecken, bevor es in Richtung Hamm weitergeht? Da Alwin in seinem Beitrag erwähnt, dass er viele Monate Zeit in den Ausbau gesteckt hat, sollte es auf ein wenig Wartezeit nicht ankommen, wenn das Endergebnis zu überzeugen weiß.
Ich gebe zu, dass ich mich über diese Route in guter Umsetzungsqualität sehr freuen würde – die Aussicht, die Verbindung von Dortmund nach Hamm auch mit Güterzügen fahren zu können, finde ich reizvoll.
vermutlich sind da unsere Ansichten deutlich auseinander.
Hier bei mir lagern noch Rohbauten der Strecken Bestwig-Winterberg, Menden-Iserlohn und Koblenz-Bingerbrück. Bahntechnisch korrekt ausgearbeitet vor Jahren und somit fahrfähig. Also Grundplatte durch den Geländeformer erzeugen lassen und dann veröffentlichen? Das wäre Railsim 2.0. Ist das der Ansatz? Oder sollten wir den - wohlgemerkt aktuell in mehreren jüngst veröffentlichten Strecken anderer Autoren - erreichten Standard 2026 nicht als Benchmark nehmen? Ich bleibe dabei, weniger ist mehr. Vielleicht eine Einzelmeinung, dessen bin ich mir bewusst.
Grüße
Michael
p.s.: In einem parallelen Beitrag diskutieren wir, ob Sbk-Signale die Grundstellung Fahrt zeigen müssen...
Meine Idee war jetzt tatächlich nicht, das Projekt in Frage zu stellen oder das Forum anzuzünden. Ich dachte auch, herausgestellt zu haben, dass es mir nicht darum geht, Dioramen zu fordern, aber ein bisschen weniger vermeidbare Baufehler dürften es meines Erachtens schon sein. Mit gefiel der Ansatz einer sachlichen Diskussion über Baustandards, die sich hier anfangs entwickelt hat: Was muss, was kann, was darf eine Landschaft mitbringen um akzeptiert zu werden?
Daher sollten wir alle mal kurz runterkommen und immer im Hinterkopf behalten, dass die Schriftform nicht im Verdacht steht, besonders viele zwischenmenschliche Botschaften zu transportieren. Gerade bei polarisierenden Themen besteht schnell dir Möglichkeit, sich unnötig an die Gurgel zu gehen.
Viele Grüße,
Jens
Michael_Poschmann hat geschrieben: 04.02.2026 21:24:13
Also Grundplatte durch den Geländeformer erzeugen lassen und dann veröffentlichen? Das wäre Railsim 2.0. Ist das der Ansatz?
Vielleicht wäre es EIN Ansatz. Mal zur Erinnerung, in Zusi2 hatten wir spärlich detaillierte Strecken wie Braunschweig - Bad Harzburg oder das Netz Dessau-Roßlau im offiziellen Bestand neben hochdetaillierten Strecken wie der Rheinstrecke oder dem Netz Düsseldorf.
Es steht ja jedem frei selbst zu entscheiden, welche Strecken er fahren möchte und welche nicht.
MIndeststandard wäre für mich eine betrieblich korrekte Strecke mit glaubhafter Signalisierung und Fahrleitung. Und für die Detaillierung gibt es nach oben sowieso keine Grenzen, das kann man bis ins unendliche treiben.
Sicherlich sind Brücken ohne Widerlager falsch, aber wenn ich will kann ich mühelos in jedem aktuell existierenden Modul ähnliche Baufehler aufdecken.
So fällt mir z.B. die fehlende Ausgestaltung der Iserlohner Strecke im Modul Schwerte bei Fahrten von Dortmund in Richtung Iserlohn mehr auf als die bereits genannten Mängel in den Dortmunder Modulen.
Wie schon mehrfach betont wurde, eine verbesserte Detaillierung der Landschaft oder ein Austausch von Objekten ist jederzeit möglich und bisher auch in vielen Fällen schon durchgeführt worden.
Daher hätte ich kein Problem mit der Veröffentlichung von betriebsfähigen Modulen auch im Rohbauzustand.
Alwin ist in der Diskussion natürlich in der denkbar undankbarsten Position. Er hat viel Zeit aufgewendet, um die Module vor allem bahntechnisch zu verbessern und es ist grundsätzlich nicht gerecht, den Kopf für etwas hinhalten zu müssen, was man nicht selbst verursacht hat. Daher mein ausdrücklicher Hinweis, dass die Kritikpunkte von mir nicht dagegen gerichtet waren. Eine quasi saubere st3 kann die Grundlage für Nacharbeiten sein, das ist richtig. Ein Vorteil hier ist, dass die Grundplatte nicht eingekachelt wurde. Für Nachdetaillierungen kann man sie also einfach löschen und am Ende vom Geländeformer neu erzeugen lassen.
Ich glaube nicht, dass die Streckenbauer, die sehr viel Mühe in die Gestaltung ihrer Module investieren, das automatisch als allgemeinen Standard definieren. Da denke ich, dass sie das schon realistisch einordnen können.
Wo wir uns wahrscheinlich weitestgehend einig sind ist, dass die Situation, Module vor allem bahntechnisch mit hohem Aufwand nachzuarbeiten, um sie bestandsfähig zu bekommen, künftig so gut es geht vermieden werden sollte. Die Rolle des Modulretters macht auf Dauer nicht glücklich. Als einen großen Schritt dahin sehe ich einen hier angepinnten Beitrag, der jedem Anfänger die wichtigsten Informationen gibt, u.a. welche Kapitel in der Doku wichtig sind, der ausdrückliche Hinweis auf die Prüfung des Gleisplans durch einen erfahrenen Streckenbauer vor dem finalen Export, die Betonung der Wichtigkeit des Objektbaus inkl. Link zu Alwins Blender-Tutorial. Das derzeit ähnliche Thema An potentielle Streckenbauer erscheint mir für Einsteiger nicht allzu hilfreich, da es eher allgemein formuliert ist. Die Diskussion darüber, was in einer "Einsteigeranleitung" stehen sollte (etwa auch Standards für gute Module), könnte man in einem eigenen Thema führen.
Ich möchte zunächst mal sagen, dass ich es für eine tolle Entscheidung halte, dass Alwin sich dieser doch nur mittelmäßig attraktiven Aufgabe widmet. Es dürfte einladender sein, eine Strecke selbst zu entwickeln als die Werke eines anderen Autors geradezurücken. Anderenfalls wäre wohl alles in die Tonne gewandert.
Dann gibt es keine immer strenger werdenden Mindestanforderungen. Dass jetzt Streckenmodule veröffentlicht wurden, die sehr aufwendig ausgestaltet wurden heißt keineswegs, dass jetzt alle so bauen müssen. Das ist alleine eine Entscheidung des Bastlers, ob man eher weniger Meter in Hochdetaillierung oder mehr Meter mit Durchschnittsdetaillierung baut.
Ich hab mir mal Scharnhorst angeschaut und sehe 2 Punkte, die mir ins Auge springen. Das wäre die Fachwerkbrücke im Bereich der Bahnsteige und die Hangabstützung im Bereich der Gleiszusammenführung der Mengeder Strecke. Alles andere wirkt für mich völlig einwandfrei, wobei ich das Original jetzt nicht im Kopf habe.
Die beiden Punkte sind keine grundlegenden Dinge, sondern wären auch jetzt noch vergleichsweise einfach zu verbessern. Das muss nicht zwingend Alwin machen. Hier schreiben viele Leute mit, die auch im 3D-Editor kundig sind. Vielleicht wär es ja ein nettes Projekt, wenn jeder eine kleine Baustelle bearbeitet und dann hätte man einen Zusi-üblichen Stand.
Hallo!
Ich finde die Anmerkung von Carsten richtig, dass hier ja viele von uns Kenntnisse im Umgang mit den Editoren haben und Alwin und Jürgen helfen können.
Lasst uns den Beiden helfend unter die Arme greifen und dann dauert das eben etwas länger bis das nächste Modul kommt, dafür aber in Hochglanz-Optik
Ich habe die Beiden schon angeschrieben und darum gebeten mich als Daten- und Fotolieferant stärker einzubinden. Ich habe viele Hintergrundinfos zu Alwins Video über Kurl und Kamen-Methler geliefert, da ich noch die original Unterlagen von Bau des Haltepunkts vom ehemaligen Ortsvorsteher habe. Jürgen Hat von mir Fotos vom Bahnhofsgebäude von 1908 des Bahnhofs Kurl bekommen. Ich war ehrenamtlicher Bahnhofspate für Kamen-Methler und habe aus dieser Zeit Kontakte zum Bahnhofsmanagement und zur InfraGo. Über den bahnhof Kamen habe ich Unterlagen aus dem Stadtarchiv Kamen und in meiner Sammlung alle Streckenpläne aus den 80er Jahren. So konnte ich Alwin auch einen Gleisplan des Bahnhofs Nordbögge von 1986 liefern.
Lasst uns zusammenwerfen was wir haben und den Beiden tatkräftig helfen.
Das Bauteam Süd besteht ja auch aus 6 Personen, wenn ich mich recht erinnere und die haben doch zwischen Augsburg und Donauwörth wirklich was aus dem Boden gestampft.
Gut, ich muss bei Zusi 3 bei null anfangen. Bisher habe ich nur bei Zusi 2 etwas für mich gebaut. Aber texturfertige Fotos von Gebäuden müsste ich doch hinbekommen.
Ich möchte zu ein paar Sachen noch fachlich etwas sagen.
Vollschranken mit Blinklichtern: Da haben mich Planunterlagen aus dem Jahr 1996 aufs Kreuz gelegt, wo nämlich Symbole eingezeichnet sind die eigentlich eindeutig ein Blinklicht sind. Dass das so nicht zugelassen ist, habe ich nicht gewusst. Ich werde jetzt beigehen und aus dem Signalassistenten der Blinklichter die Vollschranken-Einbauoptionen entfernen, damit das niemandem nochmal passiert.
Betonschwellen in der Awanst Stadt Dortmund: Hierzu siehe Aerowest-Luftbild vom 4.2.2005 bei Google. Dort sind in diesem Gleis Schwellen zu sehen, die deutlich heller sind als die Schwellen im restlichen Gleisanschluss. Jetzt kann man sicherlich darüber diskutieren ob da irgendwann ein Bagger großflächig Kalkstaub über das Gleis verteilt hat. Ich habe jedenfalls damals entschieden, dass ich diese helleren Schwellen am besten durch Betonschwellen darstellen kann.
Fehlende Rostweiche in der Awanst Stadt Dortmund: Wenn das einfach gewesen wäre, hätte ich es gemacht. Ist es aber nicht, weil das hier eine Preußen-Weiche 8a 140 ist, für die wir noch keine Rostvarianten haben. Da ich den Rost eigentlich auch nur auf dem linken Strang brauche, war das für mich auch nicht mal eben schnell zu lösen.
Fehlende schaltbare El-Signale: Der Hinweis ist für mich nicht nachvollziehbar. Die schaltbaren Dambach-El6 stehen in Dortmund Bbf vor allen Hallengleisen wo sie stehen müssen
Fehlende Grenzzeichen: Grundsätzlich bin ich immer zugänglich, wenn mir einer ein fehlendes Grenzzeichen meldet. Das passiert halt, denn der Editor hat nunmal diesen Bug, durch den die Grenzzeichen manchmal nicht abgespeichert werden, und den wir auch nach Untersuchung nicht ausrotten konnten.
Servus!
Hier mal ein kleiner Hinweis abseits der Diskussion:
In der Zusi Objektdatenbank sind mehrere Objekte aus dem Modul zu finden, die aber scheinbar nicht (mehr?) existieren.
Asche auf mein Haupt, ich habe die El-Signale durcheinandergebracht mit der im Film vorgestellten klappbaren Sh2-Scheibe, bei denen vor der Halle alternativ das Brückendeckungssignal aus dem Zusi-Bestand verwendet wurde.
johannesNRH hat geschrieben: 05.02.2026 23:21:27
In der Zusi Objektdatenbank sind mehrere Objekte aus dem Modul zu finden, die aber scheinbar nicht (mehr?) existieren.
Das betrifft drei Hallen in unterschiedlichen Größen. Im Modul sind die zu einem Gesamtobjekt verheiratet eingebaut.
Also wenn jetzt jemand die drei Hallen unbedingt haben will weil er sie selber braucht, würde ich sie gelegentlich noch ausliefern.
welche Ideen hast Du über ein weiteres Vorgehen zur Schadensbegrenzung in Scharnhorst ?
Welche von Jens bzw. Carsten bemängelten Defekte soll wer von uns bzw. anderen befähigten Autoren behoben werden, ist nach diesen eigentlich korrekten Hinweisen, leider auf dem völlig falschen Weg, mail an Dich und zu mir wäre sinnvoller gewesen, eine weitere Zusammenarbeit sinnvoll, anhand Deiner Anmerkungen werde ich in meinen bescheidenen Möglichkeiten zur Folge die Arbeiten an Kamen fortführen und dann die Arbeiten einstellen, da es mir nicht gelingen wird, trotz jahrelanger Bautätigkeit , den sehr hohen Ansprüchen und Maßnahmen in den Vorbereitungen für Objektbau und Modulgestaltung, die ich so aus persönlichen Gründen nicht erbringen kann, von Jens zu genügen !
Juergen_Verheien hat geschrieben: 06.02.2026 10:27:01
welche Ideen hast Du über ein weiteres Vorgehen zur Schadensbegrenzung in Scharnhorst ?
In meiner Entwicklungsversion ist inzwischen schon wieder einiges passiert dort. Das würde ich jetzt gerne erstmal unter die Leute bringen mit dem nächsten Paket. Danach können wir schauen ob sich vielleicht ein Freiwilliger als Brückenbauingenieur findet.
Und ansonsten möchte ich sagen: Wir können gerne an weiteren Streckenmodulen so weiterarbeiten wie zuletzt. Das heißt ich mache meine Bahntechnik so gut ich kann, und Jürgen macht seine Gebäude und Landschaft so gut er kann. Ich werde die Landschaften bei Bedarf behutsam nacharbeiten. Dass mein persönliches Interesse an den Strecken allerdings an der Gewerke-Grenze der Bahntechnik endet, damit wird die Gemeinde leben müssen.
Zur Beruhigung der Leute, die der Meinung sind "hier werden Bahnhöfe die man eigentlich vernünftig machen sollte für alle Zeiten verbrannt": Ich werde mit Jürgen nicht nach Hamm reingehen. Wir machen stattdessen Dorfbahnhöfe mit niedriger Fallhöhe. Bönen oder Rhynern zum Beispiel.
Zuletzt geändert von Alwin Meschede am 06.02.2026 13:04:45, insgesamt 4-mal geändert.