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 Betreff des Beitrags: Re: Weiterentwicklung des deutschen Fahrleitungsbaukastens
BeitragVerfasst: 20.11.2019 10:43:44 
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Neugierde-Frage: Auf welcher Rechnerkonfiguration wurde dieser Test durchgeführt?
Vielleicht wäre es eine sinnvolle Sache, diese Module für Tests zur Verfügung zu stellen, um die Untersuchung auf eine möglichst breite Basis zu stellen.

Grüße
Michael


Zuletzt geändert von Michael_Poschmann am 20.11.2019 10:45:38, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Weiterentwicklung des deutschen Fahrleitungsbaukastens
BeitragVerfasst: 20.11.2019 14:39:03 
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Danke erst einmal für die ausführlichen Antworten. Anlass war tatsächlich, dass ich die Re200-Bauteile im Lehrte-Harburg Netz erwartet und mich dann gewundert habe, warum sie nicht da sind. Die Antwort darauf hat ja TheShow2006 bereits gegeben.

Fabian Schöpflin hat geschrieben:
Bei Interesse stelle ich gerne das aktuelle Gesamtpaket bereit.

Interesse besteht auf jeden Fall, denn wie schon zuvor ausgeführt, ist das ganze optisch ein Schritt nach vorne.


Zuletzt geändert von oberstrom am 20.11.2019 14:39:23, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Weiterentwicklung des deutschen Fahrleitungsbaukastens
BeitragVerfasst: 20.11.2019 15:01:15 
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Man darf nicht einzelne Bauteile in einem großen Gesamtkontext tauschen und dann aufgrund der fps-Werte entsprtechende Schlußfolgerungen ziehen. Man könnte so nach und nach alle Fahrzeuge, Signale, Weichen usw. gegen Polygonmonster tauschen, würde bei jedem einzelnen Test keine großen Auswirkungen feststellen - bringt man dann aber alles gleichzeitig ins Rennen, dann werden die Auswirkungen deutlich. Darum ist bei allen Komponenten ein sinnvoller Umgang mit der Polygonzahl nötig und es ist nicht einzusehen, dass manche Bibliotheken Narrenfreiheit genießen sollen und andere nicht.

Carsten


Zuletzt geändert von Carsten Hölscher am 20.11.2019 15:01:42, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Weiterentwicklung des deutschen Fahrleitungsbaukastens
BeitragVerfasst: 20.11.2019 17:36:47 
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Hallo,

man sollte auch hier immer berücksichtigen, dass feinst detaillierte Objekte für
Vitrinenmodelle geeignet sind, für unsere Simu aber im Vordergrund die Sicht des Zusi-TF, dessen Beobachtungszeit und Wahrnehmung bestimmend sind. Was nützt in der Simu die sicherlich feinst nachgebildete OL-EBs, wenn man sie nicht erkennt.....

_________________
tschüs....

Jürgen


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 Betreff des Beitrags: Re: Weiterentwicklung des deutschen Fahrleitungsbaukastens
BeitragVerfasst: 20.11.2019 18:20:15 
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Das Ebs-System ist modular aufgebaut, d.h. es existiert ein Blender-Äquivalent zu jedem einzelnen Bauteil eines Auslegers. Meine Absicht besteht nicht darin dieses Konzept über den Haufen zu werfen. Eine massive Reduzierung der Dreiecke endet also zwangsläufig in der Neukonstruktion von derzeit ca. 300 Auslegern und der einzelnen Bauteile. Der begrenzende Faktor ist hierbei der Zeitaufwand. Setzt man in lod1 sehr optimistische fünf Minuten pro Ausleger an, ergibt das bei 300 Auslegern alleine 25 h. Die Reduzierung der Dreieckszahlen der einzelnen Bauteile wird pauschal mit 5+ h angesetzt. Das sind für lod1 30+ h, die ich derzeit nicht investieren kann.
Die Erstellung von lod2 und lod3 erfolgt über das Entfernen von einzelnen Bauteilen. lod3 besteht z.B. nur aus den drei Rohren, bei lod2 sind zusätzlich Isolatoren, Tragseildrehklemme und der Seitenhalter enthalten. Alle weiteren Bauteile wie Befestigungsteile sind lediglich in lod1 enthalten.

Ein Vorschlag wäre: lod3 wird beibehalten. lod2 wird als lod1 und lod1 als lod0 deklariert. Dann fehlen zwar Bauteile wie Befestigungsteile in lod1, im Gegenzug wird die Dreieckszahl jedoch halbiert. Wie Jürgen ja sagt, ist eine genaue Beobachtung von Oberleitungsbauteilen bei höheren Geschwindigkeiten kaum möglich.

Zur Anzahl der Dreiecke ergänzend: Meine Tests wurden auf drei verschiedenen Systemen (i7-6700K, GTX 1080, 4K; i5-9600K, RTX 2070, 4K; i5-7300U, HD 630, 2K) durchgeführt. Das ist tlw. weit unter der oberen Fahnenstange. Alwin legte mit Erfurt vor und meine Benchmarks in Kassel bestätigten die vorherigen Ergebnisse. Die Streckenmodule können selbstverständlich bereitgestellt werden. Eklatante Beschwerden über eine leistungsfressende Oberleitung auf der Siegstrecke sind bis dato auch ausgeblieben, oder irre ich hier?

TheShow2006 hat geschrieben:
[...] Ich nutze bewusst nicht die neuen Fahrleitungsteile, da ich einen Ausleger mit 3000 Dreiecken in lod1 für viel zu detailliert halte und ich mir in großen Bahnhöfen vermutlich ein Eigentor bei der Performance schießen würde. [...]
Ich hätte mit dem dritten Gleis zwischen Uelzen und Lüneburg die Verwendung der Re 200 sehr begrüßt, das hätte eurem wirklich schönen Projekt das i-Tüpfelchen aufgesetzt. Bei besserer Kommunikation oder eigenen Tests hättest auch du festgestellt, dass die Framerate auch mit Nutzung der Re 200 keine signifikante Änderungen gezeigt hätte. Das ist die ziemlich eindeutige Aussage der bisherigen Benchmarks.

Wie gewünscht werden ab jetzt Ebs-Oberleitungsbauteile in einem GitHub-Repository veröffentlicht: https://github.com/Fab1sch0/Ebs-offen/. Als Schmankerl gibt es erste Re 250- und Re 330-Ausleger gratis.
Aktualisierungen erfolgen regelmäßig und ohne öffentliche Bekanntgabe (ausgenommen Veröffentlichungen im offiziellen Bestand oder Änderungen an der Namens- oder Verzeichnisstruktur). Regelmäßig vorbeischauen, oder Git/SVN für automatisches Herunterladen nutzen. Obligatorisch ist die Verwendung des Bauverzeichnisses.


Zuletzt geändert von Fabian Schöpflin am 20.11.2019 18:36:05, insgesamt 2-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Weiterentwicklung des deutschen Fahrleitungsbaukastens
BeitragVerfasst: 20.11.2019 18:24:48 
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Carsten Hölscher hat geschrieben:
es ist nicht einzusehen, dass manche Bibliotheken Narrenfreiheit genießen sollen und andere nicht.


Die Firma Hölscher und ihre Mitarbeiter sollten wenn es um Narrenfreiheit geht besser ganz still sein. Sonst fange ich an, hier Beispiele von Narrenfreiheit aus dem Bestand zu posten.

Falls sich jemand fragt, warum ich nicht mehr das ZPA mache: Einer der Gründe war auch, dass die ZPA-Regeln nur noch für externe Autoren zu gelten schienen, und ich mir nicht mehr sicher war, welche Kriterien ich überhaupt noch anlegen sollte. Autoren aus dem Dunstkreis der Firma sollten eigentlich Vorbild für alle anderen in Sachen formaler Qualität sein. Das ist leider nicht so. Im Ergebnis kam es zu der Situation, dass Autoren wie Fabian getriezt wurden, während es auf der anderen Seite Altautoren gab, die buchstäblich die hier in Rede stehende Narrenfreiheit hatten. Das war nicht der einzige Grund für meinen Rückzug, aber auch kein ganz unwesentlicher, denn ich bin daran irgendwann regelrecht kaputtgegangen.

Wenn in einem ganzen Bahnhof die Ausleger komplett getauscht werden, dann ist das kein kleiner Versuch, sondern ein Versuch mit aus meiner Sicht hoher Aussagekraft. Was kann man mehr machen, als das ganze Geraffel gesamthaft zu tauschen? Wir reden hier also über einen postulierten Effekt auf die Performance, der sich meßtechnisch auch im Großversuch nicht zeigte.

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Zuletzt geändert von Alwin Meschede am 20.11.2019 18:35:11, insgesamt 2-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Weiterentwicklung des deutschen Fahrleitungsbaukastens
BeitragVerfasst: 20.11.2019 19:02:27 
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Mir war von derartigen Problemen nichts bewußt. Kann mich nicht erinnern mal darauf angesprochen worden zu sein. Aus meiner Sicht muss für alle Autoren der geiche Maßstab gelten. Wenn es entsprechend schlechte Beispiele im aktuellen Bestand gibt, kann das aber keine Rechtfertigung sein, dass man deshalb ab sofort nicht mehr auf vernünftige Bauweise zu achten habe.

Wg. Performance hab ich ja seinerzeit umfangreiche Tests gemacht und bei vielen Ansätzen, die theoretisch Auswirkungen haben sollten, war nicht viel zu messen. Aber ein Effekt brachte richtig was, nämlich sinnvolle LODs. Es ist eine der ganze zentralen Stellschrauben für gute Performance.

Carsten


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 Betreff des Beitrags: Re: Weiterentwicklung des deutschen Fahrleitungsbaukastens
BeitragVerfasst: 20.11.2019 19:23:29 
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Zitat:
Ich hätte mit dem dritten Gleis zwischen Uelzen und Lüneburg die Verwendung der Re 200 sehr begrüßt, das hätte eurem wirklich schönen Projekt das i-Tüpfelchen aufgesetzt. Bei besserer Kommunikation oder eigenen Tests hättest auch du festgestellt, dass die Framerate auch mit Nutzung der Re 200 keine signifikante Änderungen gezeigt hätte. Das ist die ziemlich eindeutige Aussage der bisherigen Benchmarks.

Ich schau mir das Thema nochmal an und ändere das ggf. ab. Ich würde aktuell aber nur auf Bestandsobjekte zurückgreifen wollen, nicht dass die Verlängerung der Strecke an nicht veröffentlichten Fahrleitungsteilen scheitert.

Grüße


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 Betreff des Beitrags: Re: Weiterentwicklung des deutschen Fahrleitungsbaukastens
BeitragVerfasst: 20.11.2019 19:34:01 
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Also mit Fabian ist abgemacht, dass er die Bauteile auf vernünftige Polygonzahlen und LODs bringt. Ich gehe auch mal davon aus, dass das passiert. Man kann die Teile also einbauen und sie werden dann mit zukünftigen Add-Ons durch Versionen mit ordentlicher LOD-Stufung ersetzt.

Carsten


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 Betreff des Beitrags: Re: Weiterentwicklung des deutschen Fahrleitungsbaukastens
BeitragVerfasst: 04.07.2020 11:05:55 
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Ich hau meine Fehlermeldung mal hier rein:

Ist eigentlich noch Niemandem aufgefallen, dass bei Dunkelheit ein Teil der Fahrleitungausleger weiß flimmern tut? Da bekommt man ja einen Anfall bei einer längeren Fahrt.
Beispielfoto:
Bild

Grüße


Zuletzt geändert von TheShow2006 am 04.07.2020 11:14:16, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Weiterentwicklung des deutschen Fahrleitungsbaukastens
BeitragVerfasst: 04.07.2020 11:30:20 
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Ich könnte mir vielleicht vorstellen, dass es an der 100 % durchsichtigen Hintergrundfarbe der Textur Oberleitung.dds liegen könnte. Die ist nämlich ein recht heller Grauwert. Man könnte gucken was passiert wenn man das auf olivgrün setzt.

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 Betreff des Beitrags: Re: Weiterentwicklung des deutschen Fahrleitungsbaukastens
BeitragVerfasst: 04.07.2020 12:18:21 
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Ich hab gerade mal ein wenig herumprobiert, bin aber zu keinem Ergebnis gekommen. Habe in der "Oberleitung.dds" den Transparenzbereich mit Olivgrün aufgefüllt und die Textur am rechten Rand mit einer anderen Farbe testweise aufgefüllt, falls beim texturieren zu dicht an die Kante gegangen wurde. Alles ohne Erfolg. Der Unterschied zu den Auslegern ist ja, dass die die flimmern auf "Volltransparent" eingestellt sind, was wegen der kleinen Befestigungslasche eigentlich unsinnig ist. Ein Abändern auf "Standard" war auch nicht von Erfolg gekrönt. Habe jetzt keinen weiteren Ansatz.

Grüße


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 Betreff des Beitrags: Re: Weiterentwicklung des deutschen Fahrleitungsbaukastens
BeitragVerfasst: 31.07.2020 13:01:10 
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Anlässlich der Re-200-DLL möchte ich zwei Themen bei Auslegern mit niedriger Systemhöhe ansprechen. Thema 1 betrifft nur die Ausrüstung mit Ankerpunkten, Thema 2 betrifft eine im Bestand weit verbreitete falsche Bauweise solcher Stützpunkte und richtet sich an die Fahrleitungsbauer, damit diese falsche Art des Aufbaus zumindest bei neuen Modulen künftig nicht mehr vorkommt.

Thema 1: Die Re-200-DLL kann ja ein vorbildgerechtes Kettenwerk an Stützpunkten mit niedriger Systemhöhe bauen, mit Beiseilen am Spitzenrohr und einem Stützrohrhänger:
Bild
Damit das funktioniert, wird im Ausleger ein zusätzlicher Ankerpunkt oben am Spitzenrohr benötigt:
Bild
Für diesen Anker würde ich gerne den vorhandenen Ankertyp "Abspannung Tragseil" nutzen. Begründung: Wenn dieser Ankertyp an einem Ausleger existiert, bringt das die bisherige Bautypen-Erkennung von Carstens Fahrleitungs-DLLs nicht aus dem Tritt, und es sind keine Anpassungen der DLLs erforderlich. Meine DLL hingegen kann dann aufgrund der markanten Ankertypen-Belegung sogar automatisch erkennen "hier ist ein Stützpunkt mit niedriger Systemhöhe" und kann von sich aus den korrekten Kettenwerks-Typ vorschlagen. Desweiteren ist "Abspannung Tragseil" auch einfach logisch, denn mit den Beiseilen wird hier das Tragseil des Fahrdrahts abgespannt. Deshalb möchte ich gerne die vorhandenen abgesenkten Kurven-Ausleger mit diesem zusätzlichen Anker nachrüsten.

Thema 2: Stützpunkte mit niedriger Systemhöhe wurden in bisherigen Streckenmodulen oft falsch aufgebaut. Dafür gab es zwei Ursachen: Im Bestand existieren diverse Ausleger "abgesenkt_k" und "abgesenkt_l", die es beim Vorbild nicht gibt. Stützpunkte mit niedriger Systemhöhe sind in echt immer in den Bauformen "abgesenkt_kurve_k" oder "abgesenkt_kurve_l" ausgeführt - auch auf gerader Strecke. Das zweite Problem ist, dass man in Zusi an diesen Stützpunkten oft Y-Seile sieht, was auch nicht vorbildgerecht ist. In echt gibt es an Stützpunkten niedriger Systemhöhe keine Y-Seile. Carstens DLL schlägt an solchen Auslegern sogar richtigerweise die Kettenwerksbauform "ohne Y-Seil" vor. Aber das wurde in der Vergangenheit dann oft von den Fahrleitungsbauern manuell überstimmt.

Auf dem folgenden Bild aus dem Modul Rosdorf ist rechts ein "falscher" Stützpunkt (keine Kurven-Bauform und fälschlich ein Y-Seil) zu sehen, und links ein Stützpunkt, den ich kürzlich mit der neuen DLL nachträglich in den Sollzustand gebracht habe):
Bild

Deshalb also folgende Bitten an die Fahrleitungsbauer: Abgesenkte Ausleger bitte nur noch in Kurven-Bauform verwenden. Und dort bei Nutzung von Carstens Re-160-DLL keine Y-Seile mehr einbauen. Es besteht die Möglichkeit, mit der neuen Re-200-DLL ein noch vorbildnäheres Kettenwerk zu erzeugen, wie es auf dem Bild am linken Ausleger zu sehen. Wenn Kettenwerk der Bauart Re 160 anstatt Re 200 betroffen ist, ist es allerdings vielleicht empfehlenswert, mit Umbauarbeiten noch zu warten bis ich aus der Re200.dll eine Version mit der Hängerteilung der Re 160 abgeleitet habe.

Die ohne Vorbild im Bestand existierenden abgesenkten Ausleger "abgesenkt_k" und "abgesenkt_l" würde ich gerne mit einem Hinweis versehen, dass sie nicht mehr neu verwendet werden sollten:
Bild
Das "Hinweisschild" ist vom Landschaftstyp "Dummy" und deshalb nur im 3D-Editor sichtbar. Eine vollständige Ausrottung der falschen Ausleger wird wohl nicht möglich sein, denn es betrifft laut Zählung hunderte Stützpunkte in Streckenmodulen verschiedenster Autoren.

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Zuletzt geändert von Alwin Meschede am 31.07.2020 13:02:47, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Weiterentwicklung des deutschen Fahrleitungsbaukastens
BeitragVerfasst: 31.07.2020 13:39:07 
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Dafür sollte unbedingt ein eigener Ankertyp her. Lieber einmal die dll anfassen (wenn es wirklich nötig ist) als Doppelbedeutungen in den Bestand holen.

Wenn man nur für den oberen Anker einen neuen Typ vergibt, dann müßte Deine dll doch auch locker damit zurechtkommen und meine kann bleiben wie sie ist.

Carsten


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 Betreff des Beitrags: Re: Weiterentwicklung des deutschen Fahrleitungsbaukastens
BeitragVerfasst: 31.07.2020 21:14:21 
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Carsten Hölscher hat geschrieben:
Wenn man nur für den oberen Anker einen neuen Typ vergibt, dann müßte Deine dll doch auch locker damit zurechtkommen und meine kann bleiben wie sie ist.


Ja, im Prinzip ist mir das egal von welchem Typ der Anker ist, solange er von den anderen eindeutig unterscheidbar ist.
Wenn wir das anfassen, sollten wir vorher noch kurz überlegen, ob wir noch weitere neue Ankerpunkttypen benötigen. Der Kollege Schöpflin hatte da während der Entwicklung meiner DLL einen Wunsch geäußert bezüglich der sogenannten Stützrohrhänger. Das sind Seile, die bislang bei einigen Fahrleitungsbauarten (Re 250 und DR-M Re 2) Teil des Ausleger-3D-Modells sind. Es ließen sich aber bei gewissen Fahrleitungsbauarten wohl Auslegervarianten einsparen, wenn man dort diese Stützrohrhänger bei Bedarf von der DLL anhand passender Ankerpunkte erzeugen ließe.

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Zuletzt geändert von Alwin Meschede am 31.07.2020 21:16:43, insgesamt 2-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Weiterentwicklung des deutschen Fahrleitungsbaukastens
BeitragVerfasst: 31.07.2020 21:47:50 
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Carsten


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 Betreff des Beitrags: Re: Weiterentwicklung des deutschen Fahrleitungsbaukastens
BeitragVerfasst: 01.08.2020 19:44:40 
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Die Benennung der benötigten Ankerpunkte ist gar nicht so einfach, da sie zumeist am selben Bauteil - der Tragseildrehklemme - vorzufinden sind. Der Stützrohrhänger wird in Abhängigkeit der Regelbauart auch zwischen einer Haken-/Ösenschelle am Auslegerrohr und dem Stützrohr - in Zusi der Ankerpunkt für das Y-Seil - eingebaut, weshalb hierfür ein zusätzlicher Ankerpunkt dringend notwendig ist.

Als konkrete Namen würde ich konkret vorschlagen:
  • Tragseildrehklemme (für Stützpunkte mit niedriger SH)
  • Stützrohrhänger (für Stützpunkte ohne Y-Seil, aber mit Stützrohrhänger)

Für die Re 200-DLL erscheint mir dann neben den angesprochen Stützpunkten mit niedriger SH ein Baumodus ohne Y-Seil mit Stützrohrhänger sinnvoll.


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