ich arbeite derzeit am Umbau des Führerstands des ICE 1. Neben den umfangreichen Veränderungen am Vorbild hat mich insbesondere die bisherige, niedrige Auflösung gestört – gerade bei meinem Ultrawide-Monitor (UWQHD, 3440×1440, 21:9) ist die Bildqualität unbefriedigend. Diese Auflösung empfinde ich als sehr angenehm und praxisgerecht.
Deshalb habe ich den Führerstand bereits in diesem Format neu erstellt. Nun wäre es konsequent, zusätzlich auch Varianten für 4K (3840×2160, 16:9) und auf Wunsch für Full HD (1920×1080) bereitzustellen. Das bringt jedoch einen deutlichen Mehraufwand mit sich. Dabei wäre es technisch sinnvoller, wenn Zusi selbst die Anzeige flexibel und verzerrungsfrei skalieren könnte.
Mein Ansatz wäre, das größte Format jeweils so zu skalieren, dass es eine bestimmte Zielauflösung optimal ausfüllt und überschüssige Bereiche (z. B. oben oder unten) einfach abgeschnitten werden. So bleibt das Bild unverzerrt und die Qualität wird verbessert. Gleichzeitig bleibt man flexibel bei der Unterstützung verschiedener Auflösungen.
Ob die nicht benötigten Bildbereiche technisch tatsächlich abgeschnitten werden müssen oder einfach nur außerhalb des sichtbaren Bereichs liegen, kann ich nicht abschließend beurteilen. Diese Bereiche müssten zwar weiterhin berechnet werden, ich gehe jedoch davon aus, dass dies in der Praxis keinen spürbaren Unterschied macht.
Ein in meinen Augen vertretbarer Kompromiss wäre daher, dass bei einigen Auflösungen bestimmte Bereiche einfach nicht dargestellt werden. Hier obliegt es dem Designer, einen möglichst passenden Bildausschnitt zu wählen, sodass vor allem unwesentliche Bereiche betroffen sind und die Darstellung für den Nutzer weiterhin stimmig bleibt.
Am Beispiel (BR412):

Wenn man einen Führerstand in 4K (16:9) als Ausgangspunkt nimmt und diesen auf UWQHD (21:9) anpasst, könnte man das Bild in X-Richtung auf die volle Breite skalieren und dann oben/unten den nicht benötigten Bereich abschneiden. Im Beispielbild sieht man das rote Rechteck als Zielauflösung (3440×1440); der obere Bereich müsste noch entfernt werden. Optional könnte man die vertikale Position des Ausschnitts anpassen (z. B. per Faktor: 0 = oben, 1 = unten), um unwichtige Bereiche gezielt auszublenden.
Die zentrale Frage ist, ob Zusi diese Art des flexiblen Zuschnitts und der skalierungsbasierten Darstellung direkt umsetzen könnte – idealerweise ohne zusätzliche Texturvarianten. Das würde den Aufwand deutlich reduzieren und die Pflege vereinfachen.
Alternativ müssten neue Formate weiterhin als eigene Varianten eingebunden werden, was bislang in Zusi für Ultrawide-Auflösungen wie UWQHD nicht vorgesehen ist.
Wenn man an den texturbasierten Führerständen festhalten will, wäre dies meiner Ansicht nach ein praxisnaher Ansatz, der auch zukünftigen Qualitätsanforderungen und technischen Möglichkeiten gerecht wird – abgesehen von der Perspektive vollständig dreidimensionaler Führerstände.

