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 Betreff des Beitrags: Baureihe 218 Bremsprobleme
BeitragVerfasst: 19.06.2016 17:57:47 
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Hallo zusammen,

ich habe jetzt mit der virtuellen Zusi 218 einige Kilometer zurückgelegt. Dabei habe ich gezielt beobachtet wie es um die authentizität bestellt ist. Im Berufsleben habe ich auch schon genug Kilometer mit ihr zurückgelegt und wollte daher mal ein paar Erfahrungen und Beobachtungen zur Diskussion stellen.

Was die Traktion angeht ist Zusi eigentlich so gut es geht an der Realität. Da bin ich echt begeistert, der TB11 ist echt gelungen.

Beim Bremsen sind mir allerdings ein paar Ungereimtheiten aufgefallen:
-Teilweise legt die Bremse auch in der Abschlussstellung an (also in der 1. "Knacke" bzw einmal + drücken). Das passiert nicht immer. Ich bin noch dabei das ganze wenn es sich denn um einen Bug handelt nachzuweisen. Ein bestimmtes Muster wann das ganze auftritt, konnte ich noch nicht feststellen.

-Seit dem neusten Update spricht die HBremse nicht immer an. Es bedarf dann einer Erneuten 0 Stellung des HBremsstellers erst dann wird sie wirksam.

-Wenn die H Bremse bei v45km/h unwirksam wird steigt der Bremszylinderdruck schlagartig auf 3,8bar. Teilweise wird auch der Hohe Bremsylinderdruck eingesteuert, also mehr als 3,8bar, obwohl die HBremse aktiv ist. Das tritt gerade dann auf, auch wieder nicht immer, wenn man den Bremsvorgang erst dynamisch einleitet und dann die Druckluft später dazu nimmt.

-Insgesamt löst die Bremse mir viel zu schnell aus. Wenn ich auf der echten 218 und 4 Bn Wagen eine Haltebremse ausführe, dann löse ich bei circa 20 km/h die Bremse vollständig aus. So kommt die Fuhre dann Butterweich zum stehen. Unter normalen Verhältnissen hab ich beim Zeitpunkt des Auslösens den Druck in der HL um 0,8bar abgesenkt und der Bremszylinderdruck liegt dementsprechend bei 1,8 - 2bar.
Das gilt gefühlt für viele Fahrzeuge in Zusi; irgendwie lösen die Bremsylinder mir alle zu schnell aus. Welcher Parameter bestimmt das Löseverhalten, könnte man das in Zukünftigen Updates ggf. nachkorrigieren?
In meinen technischen Unterlagen spricht man in der Bremsstellung R von 15-20 Sekunden Lösezeit. Ich habe im Simulator bei der 218 nachgestoppt: Nach einer Vollbremsung benötigt sie nur circa 12 Sekunden um vollständig auszulösen. Gestoppt habe ich anhand des Manometers. Wenn ich mal dazu komme kann ich mal das ganze in echt mitstoppen und dann hier Berichten.

Viele Grüße aus dem Süden Deutschlands


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 Betreff des Beitrags: Re: Baureihe 218 Bremsprobleme
BeitragVerfasst: 19.06.2016 19:47:30 
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RE 57444 hat geschrieben:
-Teilweise legt die Bremse auch in der Abschlussstellung an (also in der 1. "Knacke" bzw einmal + drücken). Das passiert nicht immer. Ich bin noch dabei das ganze wenn es sich denn um einen Bug handelt nachzuweisen. Ein bestimmtes Muster wann das ganze auftritt, konnte ich noch nicht feststellen.


Zusi simuliert den "Totbereich" echter Steuerventile zwischen 5,0 und 4,85 bar nicht. Ein echtes Steuerventil macht ja in dem Bereich überhaupt nichts. Bei Zusi hat man schon bei 4,99 bar eine minimale Bremswirkung.

Dass die Bremse in der Mittelstellung anlegt, dürfte also insbesondere dann passieren, wenn die HL und alle Vorratsbehälter im Zug nach einer Bremsung noch nicht wieder randvoll gefüllt sind, weil sich dann in Mittelstellung ein HL-Druck einstellt, der vielleicht knapp unter 5,0 liegt.

RE 57444 hat geschrieben:
-Wenn die H Bremse bei v45km/h unwirksam wird steigt der Bremszylinderdruck schlagartig auf 3,8bar. Teilweise wird auch der Hohe Bremsylinderdruck eingesteuert, also mehr als 3,8bar, obwohl die HBremse aktiv ist. Das tritt gerade dann auf, auch wieder nicht immer, wenn man den Bremsvorgang erst dynamisch einleitet und dann die Druckluft später dazu nimmt.


Ich glaube dazu gibt es irgendwo einen Eintrag im Bugtracker. "Dynamische Bremse erzeugt unrealistisch schlagartige Änderungen beim Zylinderdruck" oder so ähnlich.


RE 57444 hat geschrieben:
Welcher Parameter bestimmt das Löseverhalten, könnte man das in Zukünftigen Updates ggf. nachkorrigieren?


Ist programmseitig hartcodiert in der jeweiligen Steuerventilbaugruppe. Das Verhalten wird vermutlich auf Literaturangaben basieren.

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Zuletzt geändert von Alwin Meschede am 19.06.2016 19:48:43, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Baureihe 218 Bremsprobleme
BeitragVerfasst: 19.06.2016 20:48:42 
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Gerade eben nochmal ausgetestet.
Betriebsbremsung mit dem FBrV 1. Knacke. Anschließend die HBremse langsam aufgeregelt bis auf die maximale Bremsstufe. Dabei ist auch der Bremszylinderdruck angestiegen.
Irgendwie hängt also die HBremse mit der Druckluftbremse zusammen; das ist aber erst seit dem letzten Update der Fall bzw. seit dem die HBremse ihren eigenen Sound hat.
Ich vermute mal hier liegt noch ein viel tieferer Fehler vor.


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 Betreff des Beitrags: Re: Baureihe 218 Bremsprobleme
BeitragVerfasst: 19.06.2016 21:34:24 
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Mit der H-Bremse kämpfen wir (Oli Lamm und ich) auch bei Ansteuerung via Fahrpultschnittstelle seit geraumer Zeit. Dabei fällt die H-Bremse nach einer (oder wenigen) erfolgreichen Ansteuervorgängen komplett aus. Da dürften in Summe sicherlich noch etwas Feinarbeit und Fehlerkorrekturen erforderliche werden. Hoffen wir mal, dass sich irgendwann mal zeitliche Ressourcen bei Carsten für dieses Thema finden.

Ansonsten finde ich es natürlich prima, dass meine sauerländische "Heimatbaureihe" nun auch von Fachkundigen gegengetestet wird - die Anregungen werden sicherlich auf fruchtbaren Boden fallen und helfen mit, Gutes noch besser werden zu lassen.

Grüße südwärts aus dem Aachener Dreiländereck
Michael


Zuletzt geändert von Michael_Poschmann am 19.06.2016 21:35:08, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Baureihe 218 Bremsprobleme
BeitragVerfasst: 19.06.2016 21:57:00 
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RE 57444 hat geschrieben:
Betriebsbremsung mit dem FBrV 1. Knacke. Anschließend die HBremse langsam aufgeregelt bis auf die maximale Bremsstufe. Dabei ist auch der Bremszylinderdruck angestiegen.


Okay, ich weiß was Du meinst. Der Hund liegt wie folgt begraben: Zusi arbeitet bei der Vorsteuerung ("Unterdrückung") des C-Drucks nach dem Prinzip, dass bei steigender dynamischer Bremsstufe ein steigender C-Druck freigegeben wird. In der stärksten Dyn-Bremsstufe ist das dann der C-Druck, der sich in der gewählten Stellung des Führerbremsventils ohne wirksame Dyn-Bremse einstellen würde. In Bremsstellung R, hoher Abbremsung, ~ 100 km/h und 4,7 bar HL-Druck sind das ca. 1,6 bar Zylinderdruck.

Das entspricht so in der Tat nicht dem, was die echte Lok macht. Die gibt bei funktionsfähiger H-Bremse bei kombinierten Bremsungen nämlich nur die Niedrigabbremsung frei, so dass der Zylinderdruck geringer als 1,6 bar ausfällt. Nur bei Ausfall der H-Bremse kommt tatsächlich die Hochabbremsung. Das ist ein Kunstgriff, den Zusi nicht beherrscht.

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Zuletzt geändert von Alwin Meschede am 19.06.2016 21:57:55, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Baureihe 218 Bremsprobleme
BeitragVerfasst: 19.06.2016 22:57:05 
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Ok. Danke für die Aufklärung.
Das bedeutet also, dass das Bremsen mittels "Kreuzgriff", also rechte Hand an FBrV und linke Hand über Kreuz an den HBremssteller und diese dann auf die maximale Stufe aufregeln, in Zusi nicht dem Vorbild entsprechend umsetzbar ist.

Wen es interessiert wie die weitere Bremsbedienung aussieht: Eingeleitet wird die Bremsung wie oben beschrieben. Wenn man sich dann der 60 km/h nähert, die rechte Hand ist nach wie vor am FBrV (denn damit hat man schließlich den Zug wortwörtlich in der Hand), nimmt man die linke Hand und fängt an den HBremssteller langsam auf Stufe 1 abzuregeln. Das macht man damit dann bei 45 km/h die HBremse in Stufe 1 unwirksam wird, dadurch fällt der Ruck beim rausfallen der HBremse entsprechend geringer aus. Anschließend wird die Zielbremsung mit der Druckluft ausgeführt. Dann muss man nur noch auf seinen Hintern vertrauen, rechtzeitig auslösen und sich anschließend über eine Punktlandung an der H Tafel freuen.
Zum Thema "Zug in der Hand haben": Es ist echt erstaunlich aber ich persöhnlich finde mit einem D5 Regler (FBrV Bauart), spürt man förmlich wie man eins mit dem Zug wird (klingt doof ;D). Beim Einleiten der Bremsung spürt man erstmal nichts, aber dann merkt man wie die Bremsen greifen und man über das FBrV den Arm in die Schulter eine direkte Verbindung mit der Masse hat. Das sind (finde ich) die erhabenen Momente in der Traumberufung Triebfahrzeugführer.

So genug... Morgen ruft die Schicht :sleep


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 Betreff des Beitrags: Re: Baureihe 218 Bremsprobleme
BeitragVerfasst: 25.06.2016 18:11:42 
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RE 57444 hat geschrieben:
Zum Thema "Zug in der Hand haben": Es ist echt erstaunlich aber ich persöhnlich finde mit einem D5 Regler (FBrV Bauart), spürt man förmlich wie man eins mit dem Zug wird (klingt doof ;D).

Überhaupt nicht doof:
In seinem Buch "Die obere Hälfte des Motorrads: Über die Einheit von Fahrer und Maschine" nennt der Autor dies "Schnittstellenverlagerung". Der gut mit seiner Maschine verschmolzene Fahrer "endet" hierbei z.B. nicht mehr am Bremshebel (oder -pedal), vielmehr geht sein Empfinden (über Hydraulik, Bremszylinder, -belege und -scheibe) auf die Kontaktfläche zwischen Reifen und Straße über. Eine gut eingestellte und vor allem verzögerungsfrei arbeitende Kradbremse macht diesen Fusionsprozeß natürlich etwas einfacher...

Gruß,
Markus.

Nachtrag:
Genügend Hubraum, Federweg und Reifenprofil des oben genannten Fahrzeugs helfen übrigens auch ungemein beim Aufsuchen abgelegener Fotostandorte, wie etwa dem aufgelassenen Rangierbahnhof Wuhlheide in Berlin (16. Juni 2013):

Bild

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Berlin für Anfänger:
Tiergarten ist ein Park, Tierpark ist ein zoologischer Garten, Zoologischer Garten ist kein Park.
Alle drei sind Bahnhöfe.

Meine Bahn: http://mkb-berlin.de


Zuletzt geändert von Markus Hellwig am 26.06.2016 13:42:58, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Baureihe 218 Bremsprobleme
BeitragVerfasst: 26.06.2016 15:00:07 
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Da bin ich ja froh, dass das auch anderstwo so gesehen wird. Beim Motorradfahren bekommt dieser Aspekt wohl noch mehr Gewicht. So kommt man dann auch sicher und unbeschwert zu dem von dir gezeigten Ort :)

Insgesamt kann ich allerdings feststellen, dass gerade dieser Punkt, das "einswerden", bei den heutigen modernen Fahrzeugen nichtmehr so erfüllt wird. Das hat anscheinend in Sachen Arbeitsergonomie keinen hohen Stellenwert mehr. Dies bedauere ich persöhnlich sehr. Als Beispiel sei hier die Baureihe 245 genannt; dort ist das Führerbremsventil ein kleines Hebelchen welches Zeitabhänig die Hautpluftleitung entleert, also keine Rastierungen mehr besitzt und welches man zu allem Überfluss sogar mit dem kleinen Finger bedienen kann. So richtig warm bin ich damit bis heute noch nicht geworden....


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 Betreff des Beitrags: Re: Baureihe 218 Bremsprobleme
BeitragVerfasst: 26.06.2016 15:49:01 
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Also von Funktion her wie das Zusatz-Bremsventil oder wie?


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 Betreff des Beitrags: Re: Baureihe 218 Bremsprobleme
BeitragVerfasst: 26.06.2016 17:28:13 
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Bei der Motorradbremse hat man aber tatsächlich eine mechanische Rückwirkung bis zur Hand. Das ist beim keinem Führerbremsventil gegeben.

Carsten


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 Betreff des Beitrags: Re: Baureihe 218 Bremsprobleme
BeitragVerfasst: 28.06.2016 23:19:23 
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Aktuelle Projekte: Zusi3 fahren.... fahren.... fahren......
RE 57444 hat geschrieben:
Ok. Danke für die Aufklärung.
Zum Thema "Zug in der Hand haben": Es ist echt erstaunlich aber ich persöhnlich finde mit einem D5 Regler (FBrV Bauart), spürt man förmlich wie man eins mit dem Zug wird (klingt doof ;D). Beim Einleiten der Bremsung spürt man erstmal nichts, aber dann merkt man wie die Bremsen greifen und man über das FBrV den Arm in die Schulter eine direkte Verbindung mit der Masse hat. Das sind (finde ich) die erhabenen Momente in der Traumberufung Triebfahrzeugführer.


Das klingt überhaupt nicht doof! Obgleich ich noch nie außerhalb von Zusi einen Zug geführt habe, weiß ich genau, was du meinst mit "den Zug in der Hand haben". Dieses Gefühl strebe ich an, wenn ich Simulator fahre.
Schon Zusi2 war bei einigen Fahrzeugen sehr nahe dran an diesem Gefühl. Ich sage nur: BR 420 in München!! Die ganzen Einheitselloks!!
Und - es mag vielleicht vermessen klingen, trifft aber zu - ich traue mir durchaus zu, zu sagen: ja, das isses! :tup oder auch: "Nee, da fehlt leider noch was"

Übrigens: Schön, dich im Forum dabeizuhaben!

Viele Grüße aus dem Norden,
Gerald

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Zuletzt geändert von Gerald Hunker am 28.06.2016 23:25:26, insgesamt 2-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Baureihe 218 Bremsprobleme
BeitragVerfasst: 02.07.2016 11:21:17 
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Das Thema, dass die Bremsen viel zu schnell auslösen hatte ich vor Jahren schonmal gepostet und möchte das hierbei auch nochmal bekräftigen. Damals wurde mit dem Beitrag nichts getan, aber ich hoffe sehr, dass Zusi dahingehend jetzt doch noch optmiert wird. Bremsen ist ja ein wesentliches Element bei einem vorbildgerechtem Zugsimulator.
Aus Erfahrung mit dem Fahren einiger Tfz's, kann ich nur bestätigen, dass alle Personen Wagenzüge in Zusi viel zu schnell auslösen. Ich brachte damals, das Beispiel, dass wir mit 143 und 4 X-Wagen, oder 218 und 4 N-Wagen aus der Vollbremsung (3,5 bar HLL) bei 40 - 35 Km/h auslösten und ruckfrei zum stehen kamen.

Zitat:
Insgesamt löst die Bremse mir viel zu schnell aus. Wenn ich auf der echten 218 und 4 Bn Wagen eine Haltebremse ausführe, dann löse ich bei circa 20 km/h die Bremse vollständig aus. So kommt die Fuhre dann Butterweich zum stehen. Unter normalen Verhältnissen hab ich beim Zeitpunkt des Auslösens den Druck in der HL um 0,8bar abgesenkt und der Bremszylinderdruck liegt dementsprechend bei 1,8 - 2bar.
Das gilt gefühlt für viele Fahrzeuge in Zusi; irgendwie lösen die Bremsylinder mir alle zu schnell aus. Welcher Parameter bestimmt das Löseverhalten, könnte man das in Zukünftigen Updates ggf. nachkorrigieren?
In meinen technischen Unterlagen spricht man in der Bremsstellung R von 15-20 Sekunden Lösezeit. Ich habe im Simulator bei der 218 nachgestoppt: Nach einer Vollbremsung benötigt sie nur circa 12 Sekunden um vollständig auszulösen. Gestoppt habe ich anhand des Manometers. Wenn ich mal dazu komme kann ich mal das ganze in echt mitstoppen und dann hier Berichten.


Mit freundlichen Grüßen
Steve


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 Betreff des Beitrags: Re: Baureihe 218 Bremsprobleme
BeitragVerfasst: 02.07.2016 11:26:08 
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Diesem Punkt erkenne ich ebenfalls:

Zitat:
Teilweise legt die Bremse auch in der Abschlussstellung an (also in der 1. "Knacke" bzw einmal + drücken). Das passiert nicht immer. Ich bin noch dabei das ganze wenn es sich denn um einen Bug handelt nachzuweisen. Ein bestimmtes Muster wann das ganze auftritt, konnte ich noch nicht feststellen.


Als letzten Punkt frage ich mich noch, ob das Hochfahren des Motors bei der Einschaltung der dynamischen Bremse noch in Zusi realisiert wird. Der Motor fährt ja hoch damit das Motoröl, das beim dynamischen Bremsen gegen ein stillstehendes Turbinenrad gedrückt wird, ausreichend gekühlt wird.


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 Betreff des Beitrags: Re: Baureihe 218 Bremsprobleme
BeitragVerfasst: 02.07.2016 11:44:12 
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Zitat:
Teilweise legt die Bremse auch in der Abschlussstellung an (also in der 1. "Knacke" bzw einmal + drücken). Das passiert nicht immer. Ich bin noch dabei das ganze wenn es sich denn um einen Bug handelt nachzuweisen. Ein bestimmtes Muster wann das ganze auftritt, konnte ich noch nicht feststellen.


Auch hier an meinem Fahrpult tritt dieses Problem auf, ebenfalls nicht immer, sondern sporadisch. Das hatte ich bisher auf unsaubere bzw. gelegentlich mal wieder nachzujustierende Kalibrierung des Brems-Potis geschoben. Aber bei näherer Betrachtung der Werte musste ich feststellen, dass diese korrekt an den Simulator gesendet werden. Die Fehlerursache müsste also in der Tat dort zu finden sein, auch wenn wie geschrieben das Debuggen eine Herausforderung für Carsten werden dürfte. Wir benötigen vermutlich etwas Geduld.

Grüße
Michael


Zuletzt geändert von Michael_Poschmann am 02.07.2016 11:45:00, insgesamt 2-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Baureihe 218 Bremsprobleme
BeitragVerfasst: 02.07.2016 11:54:57 
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Ich habe das Problem, dass ich die Wortmeldungen zur zu schnellen Lösezeit nicht nachvollziehen kann. Auch jetzt habe ich wieder Tests mit der 218 durchgeführt. Zusis Lösezeit in Bremsstellung R liegt mit 20 Sekunden bereits am oberen Rand der Literaturwerte. In unserem 218er Führerstand ist das Manometer allerdings auch schlecht ablesbar. Nach 12 Sekunden ist der Bremszylinder zwar fast leer, aber erst zur Sekunde 20 ist er wirklich ganz leer. Man sieht es besser, wenn man probehalber einen anderen Führerstand einrüstet.
Hilfreich wäre vielleicht, wenn jemand einmal die Manometer der echten Lok filmen würde (idealerweise die Lok allein, ohne Zug dran). Dann kann man die Druckverläufe mit dem Simulator vergleichen.

Steve hat geschrieben:
Als letzten Punkt frage ich mich noch, ob das Hochfahren des Motors bei der Einschaltung der dynamischen Bremse noch in Zusi realisiert wird. Der Motor fährt ja hoch damit das Motoröl, das beim dynamischen Bremsen gegen ein stillstehendes Turbinenrad gedrückt wird, ausreichend gekühlt wird.


Seit neuestem ist ja jetzt zumindest ein Soundeffekt drin, der im Bremsbetrieb die Motordrehzahl im Rahmen der beschränkten Möglichkeiten zumindest andeuten soll. Thermik wird ja von Zusi derzeit an keiner Stelle simuliert. Weder bei der Hydrobremse, noch beim Getriebeöl, Kühlwasser, Trafoöl oder E-Motoren.

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Zuletzt geändert von Alwin Meschede am 02.07.2016 12:00:17, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Baureihe 218 Bremsprobleme
BeitragVerfasst: 02.07.2016 11:58:39 
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Michael_Poschmann hat geschrieben:
Auch hier an meinem Fahrpult tritt dieses Problem auf, ebenfalls nicht immer, sondern sporadisch. Das hatte ich bisher auf unsaubere bzw. gelegentlich mal wieder nachzujustierende Kalibrierung des Brems-Potis geschoben. Aber bei näherer Betrachtung der Werte musste ich feststellen, dass diese korrekt an den Simulator gesendet werden. Die Fehlerursache müsste also in der Tat dort zu finden sein, auch wenn wie geschrieben das Debuggen eine Herausforderung für Carsten werden dürfte. Wir benötigen vermutlich etwas Geduld.


Ich hatte oben schonmal geschrieben: Das ist kein noch zu debuggender Bug im eigentlichen Sinne, sondern bereits gut verstanden. Wenn die HL noch nicht wieder voll gefüllt war, legt in Mittelstellung die Bremse an. Im Bereich oberhalb 4,85 bar würde Implementierung des Totbereichs der Steuerventile helfen. Unterhalb 4,85 bar ist es gewolltes Verhalten.

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 Betreff des Beitrags: Re: Baureihe 218 Bremsprobleme
BeitragVerfasst: 02.07.2016 14:08:22 
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Zitat:
Ich habe das Problem, dass ich die Wortmeldungen zur zu schnellen Lösezeit nicht nachvollziehen kann. Auch jetzt habe ich wieder Tests mit der 218 durchgeführt. Zusis Lösezeit in Bremsstellung R liegt mit 20 Sekunden bereits am oberen Rand der Literaturwerte. In unserem 218er Führerstand ist das Manometer allerdings auch schlecht ablesbar. Nach 12 Sekunden ist der Bremszylinder zwar fast leer, aber erst zur Sekunde 20 ist er wirklich ganz leer. Man sieht es besser, wenn man probehalber einen anderen Führerstand einrüstet.
Hilfreich wäre vielleicht, wenn jemand einmal die Manometer der echten Lok filmen würde (idealerweise die Lok allein, ohne Zug dran). Dann kann man die Druckverläufe mit dem Simulator vergleichen.


Hallo Alwin,
deine Messungen stimmen sicherlich auch. Dann bleibt aber stehen, dass Zusi nicht ralistisch bremst, denn sowohl User "RE 57444" als ich merken ja beide, dass man bei höheren Geschwindigkeiten als in Zusi die Bremse auslösen kann und dennoch bis zum Stillstand gebremst wird. Bei Zusi löst sie zu schnell, oder bremst nicht stark genug, andere Erklärungen habe ich nicht. Ich habe das auch einen anderen Tf gezeigt, der ebenfalls sagt, dass Zusi, da nicht ganz realistisch ist.
Ich hoffe User "RE 57444" wird uns mit einem Video weiter helfen können.

Gruß
Steve


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 Betreff des Beitrags: Re: Baureihe 218 Bremsprobleme
BeitragVerfasst: 02.07.2016 16:41:22 
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Ich habe schon entsprechende Videos der echten Manometer als zusätzliche Vorlage zu den Literaturwerten genommen. Das Ganze ist ja auch durchaus noch fahrzeugspezifisch und wenn man dann einen ganzen Zug zusammenbaut, entsteht ein durchaus komplexes System. Man könnte natürlich noch weitere Parameter zugänglich machen, so dass der Fahrzeugbauer es einstellen kann. Ist die Frage, ob man sich dann nicht irgendwann totkonfiguriert und nach jedem neu nach Vorbild zusammengestelltem Zug die Werte wieder überarbeitet, so dass dann die zuvor mal abgestimmten Zugverbände wieder nicht mehr passen....

Carsten


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BeitragVerfasst: 02.07.2016 17:27:30 
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Ich habe schon entsprechende Videos der echten Manometer als zusätzliche Vorlage zu den Literaturwerten genommen. Das Ganze ist ja auch durchaus noch fahrzeugspezifisch und wenn man dann einen ganzen Zug zusammenbaut, entsteht ein durchaus komplexes System. Man könnte natürlich noch weitere Parameter zugänglich machen, so dass der Fahrzeugbauer es einstellen kann. Ist die Frage, ob man sich dann nicht irgendwann totkonfiguriert und nach jedem neu nach Vorbild zusammengestelltem Zug die Werte wieder überarbeitet, so dass dann die zuvor mal abgestimmten Zugverbände wieder nicht mehr passen....

Carsten


Hallo Carsten, ich kann deinen Punt und den von Alwin nachvollziehen. Wie wäre es wenn die Zeit des Auslösens dieselbe bleibt, aber im hohen Druckbereich die Bremsen sich langsamer lösen als im niedrigen? Das könnte auch eine Art Lösung sein.
Kann ich mir das ansonsten selber einstellen im Fahrzeugeditor?

Gruß
Steve


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 Betreff des Beitrags: Re: Baureihe 218 Bremsprobleme
BeitragVerfasst: 02.07.2016 17:30:57 
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Carsten


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