Modul Scharnhorst

Hier geht es um Streckenbau-Projekte. Bitte für jedes Streckenmodul ein eigenes Thema erstellen.
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Alwin Meschede
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Modul Scharnhorst

#1 Beitrag von Alwin Meschede »

Während der Aufbereitung der älteren Dortmund-Module ist Jürgen weiterhin fleißig. Als erstes ist dabei jetzt das Modul Dortmund-Scharnhorst fertig geworden (Beta in der Verwaltung). An diesem kleinen Rangierbahnhof zweigt die Dortmunder Güterumgehungsbahn von der Strecke Hamm - Dortmund ab. Er diente viele Jahre auch als Pufferbahnhof für den nahen Dortmunder Betriebsbahnhof, und für Baulogistik.
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Maxx
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Re: Modul Scharnhorst

#2 Beitrag von Maxx »

Ein Träumchen! 8o Meine alte Heimat.
Lang, lang ist's her.

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Thomas U.
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Re: Modul Scharnhorst

#3 Beitrag von Thomas U. »

Dann fehlen also "nur" noch ca. 15km bis zum Anschluss an Hamm :D

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F. Schn.
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Re: Modul Scharnhorst

#4 Beitrag von F. Schn. »

Hi,

zunächst mal schön, dass es weiter geht, wobei ich natürlich Jürgen nicht von den Vorschlägen von Mr. X aus dem Witten-Annen-Thema abhalten möchte. ;)

Ich habe mal gleich die kritischen Stellen angeschaut und direkt was gefunden.
Das Signal G ist wohl noch nicht auf das noch nicht vorhandene Modul Obereving angepasst (Vsig); vorab aber schon mal die Info, das das Zs8 da aber falsch seien müsste.
Dann das kleinere größere Problem: Scharnhorst ist ein SpDrS59 mit einem SpDrS60 im Fernstellbereich Kurl. Womit jetzt leider die Nachbearbeitung der Esigs nicht mehr stimmt, und die der Asigs fehlt.
Bei P2 wollte ich eine andere Unplausiblität prüfen, dabei ist dann aufgefallen, dass es wohl kein Kompaktsignal ist: https://youtu.be/D6XBE-FMfcg?t=1505
(Der Farbton der Klinker von Sf (das im Vorbild auch Antennen hat) sieht dort in dem Video auch sehr anders aus.)
Dann habe ich noch einen fliegenden Abspannmast bei Element 520 gefunden.
(Und ansonsten ist der Bahnhof ein schönes Beispiel, dass es an mehreren Stellen noch Unterschiede gibt, wo man in einem Bahnhof, der eine höhere gefühlte Komplexität hat, noch etwas machen sollte, wo es aber in dem Fall es nicht wirklich nötig ist. Z.B. die Speiseleitungsversammlung, die dort eigentlich neben dem schwebenden Abspannmast gestanden hätte, die Zs1 in HV51-Bauform an HV69-Signalen oder die Beleuchtung am Zs3, die sogar auf dem Stelltisch überwacht wird.)

Gruß :)
F. Schn.
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Alwin Meschede
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Re: Modul Scharnhorst

#5 Beitrag von Alwin Meschede »

F. Schn. hat geschrieben: 26.05.2025 21:58:02 Womit jetzt leider die Nachbearbeitung der Esigs nicht mehr stimmt, und die der Asigs fehlt.
Wie löst man das? Die Esig neu aufstellen, das Stellwerk auf S59 ändern, durchnudeln und hoffen dass er in den Esig von Kurl nicht weiter rumschmiert?
F. Schn. hat geschrieben: 26.05.2025 21:58:02 die Speiseleitungsversammlung, die dort eigentlich neben dem schwebenden Abspannmast gestanden hätte
Mir sind zwei Stellen in dem Bahnhof bekannt, wo heute Speiseleitungsmasten stehen, die es in meinen historischen Plänen nicht gibt. Die eine Stelle hast Du gefunden, die andere liegt an der Einmündung der langen Kurve von Obereving in die Hauptbahn.
F. Schn. hat geschrieben: 26.05.2025 21:58:02 Das Signal G ist wohl noch nicht auf das noch nicht vorhandene Modul Obereving angepasst
Ich hätte dann noch eine Frage zum Signal Q in der Awanst Stadt Dortmund: Hier sagt der Plan "zweibegriffiges Hauptsignal mit Sh1 ohne Zs 6", was irgendwie etwas fragwürdig ist. Der Awanst spendiert man hochwichtig ein Hauptsignal, aber für einen Zusatzanzeiger zur Nutzung des GWB an diesem Gleis war kein Geld da? Irgendein weiterer alleinstehender Zusatzanzeiger ist mir nicht bekannt.
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F. Schn.
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Re: Modul Scharnhorst

#6 Beitrag von F. Schn. »

Alwin Meschede hat geschrieben: 27.05.2025 08:19:08
F. Schn. hat geschrieben: 26.05.2025 21:58:02 Womit jetzt leider die Nachbearbeitung der Esigs nicht mehr stimmt, und die der Asigs fehlt.
Wie löst man das? Die Esig neu aufstellen, das Stellwerk auf S59 ändern, durchnudeln und hoffen dass er in den Esig von Kurl nicht weiter rumschmiert?
Vorschlag: Neues Stellwerk für Kurl anlegen (diese Mischungen müssen in solchen Konstellationen im Vorbild dann mit unterschiedlichen Anschaltbereichen gelöst werden), z.B. "Dortmund-Scharnhorst Sf (Anschaltbereich Kurl)", Zbk 155, die Esigs von Kurl und die zugehörigen Vsigs diesem Stellwerk zuordnen, das Stellwerk Scharnhorst auf S59 ändern, der Anschaltbereich Kurl ist S60, bei den 4 Esigs von Scharnhorst in die Ersatzsignalmatrix gehen und Hp0/Ersatzrot gegen Hp0 ersetzen, und dann das Tool nochmal ausführen, um die Asigs korrekt anzupassen.
Alwin Meschede hat geschrieben: 27.05.2025 08:19:08 Ich hätte dann noch eine Frage zum Signal Q in der Awanst Stadt Dortmund: Hier sagt der Plan "zweibegriffiges Hauptsignal mit Sh1 ohne Zs 6", was irgendwie etwas fragwürdig ist. Der Awanst spendiert man hochwichtig ein Hauptsignal, aber für einen Zusatzanzeiger zur Nutzung des GWB an diesem Gleis war kein Geld da? Irgendein weiterer alleinstehender Zusatzanzeiger ist mir nicht bekannt.
Klingt für mich eher nach "weglassen von Zs6 und Ersatz durch Anweisung in der Öril bzw. Buchfahrplan". Form-Zs6 sind ja erst relativ neu.
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Frank Strumberg
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Re: Modul Scharnhorst

#7 Beitrag von Frank Strumberg »

F. Schn. hat geschrieben: 27.05.2025 18:19:41
Alwin Meschede hat geschrieben: 27.05.2025 08:19:08 ...
Alwin Meschede hat geschrieben: 27.05.2025 08:19:08 Ich hätte dann noch eine Frage zum Signal Q in der Awanst Stadt Dortmund: Hier sagt der Plan "zweibegriffiges Hauptsignal mit Sh1 ohne Zs 6", was irgendwie etwas fragwürdig ist. Der Awanst spendiert man hochwichtig ein Hauptsignal, aber für einen Zusatzanzeiger zur Nutzung des GWB an diesem Gleis war kein Geld da? Irgendein weiterer alleinstehender Zusatzanzeiger ist mir nicht bekannt.
Klingt für mich eher nach "weglassen von Zs6 und Ersatz durch Anweisung in der Öril bzw. Buchfahrplan". Form-Zs6 sind ja erst relativ neu.
Ist das überhaupt echter GWB? Oder fährt man einfach nur zwischen zwei Bahnhöfen im Gegengleis, anders geht es ja auch nicht, bis zu einem irgendwie gearteten ESig von Obereving? Umgekehrt gibt ja auch in dem Richtungsgleis Scharnhorst - Obereving Zugfahrten nach Scharnhorst. Gern genutzt bei baulicher Sperrung des westlichen Abschnitts der "Courl-Netter-Eisenbahn". Planmäßig damals bei den ausrückenden Tw der Dortmund-Märkischen Eisenbahn sehen und insbesondere einige Jahre später, als Scharnhorst der Papier-Umschlagbahnhof von Captrain/Dortmunder Eisenbahn war. Im Streckenbuch steht dazu genau nichts.

Grüße
Frank

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F. Schn.
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Re: Modul Scharnhorst

#8 Beitrag von F. Schn. »

Ja, der Bahnhof hat voll GWB.
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Michael Voigt
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Re: Modul Scharnhorst

#9 Beitrag von Michael Voigt »

Ich hätte dann noch eine Frage zum Signal Q in der Awanst Stadt Dortmund: Hier sagt der Plan "zweibegriffiges Hauptsignal mit Sh1 ohne Zs 6", was irgendwie etwas fragwürdig ist. Der Awanst spendiert man hochwichtig ein Hauptsignal, aber für einen Zusatzanzeiger zur Nutzung des GWB an diesem Gleis war kein Geld da? Irgendein weiterer alleinstehender Zusatzanzeiger ist mir nicht bekannt.
[/quote]

Hallo Alwin!
Das ist das Asig Q der Awanst Stadt Dortmund.
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Vom Rad- und Wanderweg entlang der Körne schaut das Asig so gerade noch aus dem Baum heraus.
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Die Möglichkeit das so fotografieren zu können, ergab sich erst nach Fertigstellung des Weges. Davor war es ein Betriebsweg des Körneverbands.
Hier noch der Blick in die andere Richtung mit der Brücke über die Körne.
Bild

In den Vorbemerkungen zu den Buchfahrplänen der BD Essen Stand 29.05.1988 steht dazu Folgendes:
Bild

Ich hoffe damit etwas weitergeholfen zu haben.

Im Januar 1989 sah die Bedienung des Anschlusses so aus:
Bild

Wie man sieht erfolgte sowohl die Ausfahrt aus dem Anschluß, als auch die Einfahrt in Obereving auf Hauptsignal. Da die Streckengleise wie eingleisige Strecken geführt werden, gab es kein Zs6.

Noch etwas zum Gleiswechselbetrieb auf der Hauptstrecke. Das Ausfahrsignal P2 kam erst nach dem Unfall in Brühl. Kam man auf dem linken Gleis von Dortmund-Kurl in den Bahnhof Scharnhorst, so war das nächste Hauptsignal erst das Blocksignal am Abzweig Körne, wenn man Richtung Dortmund Hbf fuhr. Somit entstand ein ähnlich langer Weg ohne Signal, der zu Missverständnissen führen konnte.

Viele Grüße!
Michael Voigt

Alwin Meschede
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Re: Modul Scharnhorst

#10 Beitrag von Alwin Meschede »

Neue Betaversion (hauptsächlich Anpassungen an die Nachbarmodule)
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Miri
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Re: Modul Scharnhorst

#11 Beitrag von Miri »

Bei Element Nr. 158 fehlt der Eintrag für die Elektrifizierung. Dadurch fällt der HS bei Einfahrt in Gleis 5, wenn man von Kurl kommt...
"So einfach ist die V60!"
Standardspruch eines pensionierten Eckeseyer Lehrlokführers

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Jens Strumberg
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Re: Modul Scharnhorst

#12 Beitrag von Jens Strumberg »

Ich habe sehr lange überlegt, ob ich etwas schreibe. Ich hoffe, ich werde nicht missverstanden, ich weiß genau, was für ein Aufwand im Streckenbau steckt, aber ich möchte meinen Eindruck der Module schildern.
Die Dortmunder Module berühren mich persönlich, habe ich doch (noch) die längste Zeit meines Lebens in genau der abgebildeten Ecke Dortmunds verbracht. Vielleicht geht es mir daher auch so nahe, denn die landschaftliche Qualität lässt mir alle Haare zu Berge stehen.
Bleiben wir nur beispielhaft in Scharnhorst, das Modul steht für mich aber stellvertretend für alle anderen Dortmunder Module.

Bild Bild Bild
Hier steht ein Busch auf dem Fußweg, die Gullydeckel stehen weit aus dem Asphalt und der BÜ hat 2011 – zur Modulzeit – schon 15 Jahre nicht mehr existiert. Hier steht eine Fußgängerbrücke. Die "Ohren" der Brücke Brackeler Straße - das was sie überhaupt irgendwie einzigartig macht - sind nicht bedacht, Bahnsteigabgänge passen nicht

Bild Bild Bild Bild Bild
Die Brücken sind allesamt an jedem Ende mindestens 5, teilweise 15 Meter zu lang und enden auf keinem Widerlager – davon gibt es gar keins in den Modulen, sondern nur schneidende Stützmauern – sondern irgendwo in der Landschaft, weit hinter dem Brückenabschluss.

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Die Brücke ins Gewerbegebiet liegt halb in der Wiese und würde beim Befahren vermutlich über der Rangierfahrt zusammenklappen.

Bild Bild Bild
Die Brücke Flughafenstraße ist nicht wiederzuerkennen. Weder vom Holzbürgersteig, noch vom Geländer. Hier ein Streetviewfoto von der Straße und ein Bild von mir von 2008.

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Die BTS schwebt und steht auf einem Acker, der eigentlich dichtes Buschwerk ist.

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Betonschwellen im Anschluß, der seit Mitte der 90er nicht mehr bedient wurde.

Bild
Die Weiche mit Rost lässt sich mit einem Klick aus dem Bausatz direkt richtig legen.

Etliche Texturen sind verzerrt, oder gar nicht vorhanden, Flächen haben Risse, wichtige Gebäude – wie das Bk-Stellwerk hinterm Ausziehgleis Richtung Kurl oder eine Unterführung am Feld und Hochspannungsleitungen, fehlen.

Meine Aufzählung ist längst nicht vollständig. Ich möchte keine klugen Ratschläge erteilen, sondern etwas Werbung für eine gründlicheres Gestaltung der Module machen. Auch, wenn die Baugeschwindigkeit leidet, bringt etwas mehr Qualität – zumindest mir, noch stammend aus der nicht-Lärmschutzwand-Generation – überhaupt erst den Spaß an der Simulation. Spaß an den Dortmundmodulen kann ich nicht finden, nur Trauer, da – einmal gebaut – diese Module so erstmal weiter bestehen werden. Wenn das der neue Standard ist, in kürzester Zeit lieblose Module in den Bestand zu bringen, dann tut es mir um das, was mit Zusi alles möglich wäre, sehr leid.
Viele Grüße, nicht böse sein,
Jens

HenriCo06
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Re: Modul Scharnhorst

#13 Beitrag von HenriCo06 »

Ich verstehe die Meinung von Jens. Auch wenn ich trotzdem gerne durch Dortmund fahre.
Vor allem bei Brücken sind mir auch schon Unstimmigkeiten in den Modulen aufgefallen.

Was hat es eigentlich mit den Bahnübergängen in den Modulen auf sich? Viele (alle?) sind Vollschranken BÜs mit Blinklichtern, welche (im Westen) nie gebaut wurden, noch zulassungsfähig waren/sind.
Im Modul Westfalenhalle enden Strecke und Landschaft in Richtung Herdecke ca. 1km vor der Hüllkurve des Moduls. Ich verweis einmal hierauf viewtopic.php?p=348015#p348015. Wie soll ein potentieller Einsteiger dort einen Anschluss an das Modul bauen?

Das bei Alwin die Module häufig nicht genau dem Bestimmten Jahr entsprechen, sondern stattdessen zeigen was interessant ist, ist geschmackssache aber mir gefällt es.

Ich würde mir eine kleine Nachbesserung für die Module wünschen. Aber vorallem hoffe ich, dass weitere Module des Netzes wieder in höherer Qualität sind.

Gruß Henri

oberstrom (Markus)
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Re: Modul Scharnhorst

#14 Beitrag von oberstrom (Markus) »

Respekt Jens und wie ich finde die richtige Entscheidung, deine Meinung zu sagen. Spätestens mit dem Projekt Zechenbahn musst du dich nicht rechtfertigen in dem Wissen, wie viel Aufwand Streckenbau bedeutet.
Ich stimme dir in deinen Punkten zu. Da sind einige Sachen drin, bei denen ich auch ohne große Ortskenntnis zu dem Schluss komme, dass sie für den Wiedererkennungswert als eigenes Objekt nachgebaut werden müssen. Grundsätzlich finde ich es auch schade, wenn man das DGM1 nicht wirklich nutzt und grob arbeitet bzw. im Sichtbereich viel Fläche vom Geländeformer füllen lässt, zumal er ja gerne dazu neigt, unsauber anzuschließen (Löcher, unschöne Dreiecke).
Jens Strumberg hat geschrieben: 03.02.2026 19:59:29Die Brücken sind allesamt an jedem Ende mindestens 5, teilweise 15 Meter zu lang und enden auf keinem Widerlager – davon gibt es gar keins in den Modulen, sondern nur schneidende Stützmauern – sondern irgendwo in der Landschaft, weit hinter dem Brückenabschluss.
Bei schrägem Winkel zur Bahnstrecke kann man Widerlager gut im Polygonbaumodus machen, wobei im Falle der überquerenden Bahnstrecke ich sogar die Widerlager in Blender maßgenau gebaut hätte wie an der Donaubrücke in Neuoffingen.
Jens Strumberg hat geschrieben: 03.02.2026 19:59:29Etliche Texturen sind verzerrt, oder gar nicht vorhanden, Flächen haben Risse, wichtige Gebäude – wie das Bk-Stellwerk hinterm Ausziehgleis Richtung Kurl oder eine Unterführung am Feld und Hochspannungsleitungen, fehlen.
Das ist in der Tat nicht schön. Beim EG von Dortmund-Kurl frage ich mich auch, warum das Objekt in der Lod 1 trotz nur 1141 Dreiecken 4 Mesh-Subsets mit der gleichen Textur hat. Ebenso sollten bei streckennahen Gebäuden in der höchsten Lodstufe schon Rohre und Dachrinnen dabei und die Fensterlaibungen ausmodelliert sein. Für die Performance ist es mehr entscheidend, wie viel vor allem in der Lod 3 reduziert wird.
Jens Strumberg hat geschrieben: 03.02.2026 19:59:29und der BÜ hat 2011 – zur Modulzeit – schon 15 Jahre nicht mehr existiert
Hier findet sich die Erklärung aber in dem gestrigen Vorstellungsvideo von Alwin. Sein Ziel war es, alle BÜs nochmal auferstehen zu lassen. Das Jahr am Modulnamen ist bei ihm oft nicht ganz ernst zu nehmen und bezieht sich meist darauf, von wann die genutzte Quelle ist.

Alwin Meschede
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Re: Modul Scharnhorst

#15 Beitrag von Alwin Meschede »

Ja gut, dann ist es jetzt wohl mal an der Zeit für eine ehrliche Manöverkritik an der Aktion "Rettung der Dortmund-Module". Ich habe 1,5 Jahre meines Lebens darein investiert, diesen Mist nachzuarbeiten. Am Ende stellen wir fest: Es ist nicht gut genug. Anderthalb Jahre waren nicht genug. Man hätte weitere 1,5 Jahre versenken müssen, um alles nochmal neu zu machen. Weil die stehengebliebene Landschaft und fast alle Gebäude sind ja auch unzureichend. Der richtige Weg wäre also gewesen, den Ursprungsautor vom Hof zu jagen. Weil der hatte es ja so gut gemacht wie er konnte. Weitere Steigerungen der modellbauerischen Qualität waren nämlich nicht zu erwarten. Jede Erfahrung der vergangenen 15 Jahre mit diesem Autor sprach nämlich dagegen.
Ich hätte es übrigens gut gefunden, wenn sich Leute für die Nacharbeitung gefunden hätten, die echtes Interesse an den Dortmund-Modulen gehabt hätten. Stattdessen musste ich das machen, der eigentlich keine besonderen Aktien an Dortmund hatte und dieses Bauprojekt selber nie angefangen hätte. Das hat sich natürlich auf die Qualität des Endergebnisses ausgewirkt. Ein Autor mit persönlichem Interesse an Dortmund hätte sicherlich viel mehr Sachen in den Modulen abgerissen und selber neu gebaut, als ich das gemacht habe.
Die Schlussfolgerung ist: Das Konzept, verunglückte Module von Streckenbau-Anfängern durch erfahrene Leute nacharbeiten zu lassen, ist gescheitert. Am Ende sind nämlich trotz hohem Aufwand immer noch alle unzufrieden mit dem Ergebnis. Wir können sowas also künftig nicht mehr machen. Wer als Anfänger die Qualitätshürden des Bestandes nicht schafft, hat dann halt Pech gehabt. Hilfe ist nicht mehr zu erwarten.
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Re: Modul Scharnhorst

#16 Beitrag von ichbinreis »

Alwin Meschede hat geschrieben: 03.02.2026 22:07:45 Die Schlussfolgerung ist: Das Konzept, verunglückte Module von Streckenbau-Anfängern durch erfahrene Leute nacharbeiten zu lassen, ist gescheitert. Am Ende sind nämlich trotz hohem Aufwand immer noch alle unzufrieden mit dem Ergebnis. Wir können sowas also künftig nicht mehr machen. Wer als Anfänger die Qualitätshürden des Bestandes nicht schafft, hat dann halt Pech gehabt. Hilfe ist nicht mehr zu erwarten.
Gerade wenn das jemand wie du macht und dort monatelang täglich Arbeit reinsteckt, ist das nicht unbedingt verhältnismäßig. Du hast sicher noch viel mehr Qualitäten. Trotzdem natürlich schade - aber verständlich, dass das deine Motivation an dem Projekt nun zum Kippen gebracht hat. :bpl

Ja, konstruktive Kritik und Qualität ist wichtig. Und damit hebt sich Zusi auch von der Qualität der Module von den Wettbewerbern ab. Ich will das nicht unbedingt als Cherrypicking abtun, es ist nur meine Meinung: Vielleicht sind die Ansprüche für manche Leute, insbesondere diejenigen die in besonders hoher Qualität bauen, zu hoch für die Allgemeinheit, oder? Gerade das mit der Länge der Brücken oder der Widerlager - macht sich das wirklich so bedeutend aus der Perspektive des Fahrens bemerkbar? An der Vegetation kann man hier und da noch ein bisschen was machen, ja, aber „mir stehen die Haare zu Berge“ kann ich bei den Punkten persönlich nicht nachvollziehen.

Ich würde mir wünschen, dass wir vor allem ein größeres Augenmerk darauf legen, was man hauptsächlich aus der Lokführerperspektive sieht.
Viele Grüße
Robin

Frank Strumberg
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Re: Modul Scharnhorst

#17 Beitrag von Frank Strumberg »

N'Ahmd zusammen,

vor dem heutigen Abend hatte ich noch keine Ahnung von der Umsetzung von Do-Scharnhorst, weil mich meine Eisenbahn im Maßstab 1:1 gerade mal wieder intensiv beschäftigt, darum bin ich jetzt ehrlich überrascht. Da bin ich natürlich auch Partei bin, nicht wegen Jens, sondern als Dortmunder und auch in Scharnhorst natürlich sehr kundig, liegt mir auch etwas an einer realistischeren Darstellung. Der Spaß beim Befahren sollte nicht so ernüchternd sein wie bei Hörde.
Ich will jetzt nicht weiter eskalieren, Jens hat ja leider schon vieles aufgespürt und grundsätzlich soll ja auch nicht Frust und Unlust bei den Aktiven hier erzeugt werden. Wir brauchen Euch ja.
Darum nur soviel: Wenn hier mehr Interesse bestehen sollte anders als damals in Hörde, wo ja immer noch eine Reihe von Stilbrüchen bestehen inklusive krassem Zeitsprung von mindestens 20 Jahren weg vom Stil der Oberen Ruhrtalbahn, kann ich speziell zum Bereich des Haltepunkts Scharnhorst eine Vielzahl von Fotos, mit und ohne Bahnfahrzeuge, anbieten. Wäre ja nicht die erste kollegiale Hilfe.
Beim Bahnhofsumbau 2018 konnte ich sogar den Abbruch der alten Fußgängerbrücke östlich der Flughafenstraße in vielen Einzelheiten aufnehmen, so dass man sie sehr detailliert nachbauen könnte.

Grüße
Frank

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Re: Modul Scharnhorst

#18 Beitrag von Johannes »

Alwin Meschede hat geschrieben: 03.02.2026 22:07:45Am Ende sind nämlich trotz hohem Aufwand immer noch alle unzufrieden mit dem Ergebnis.
Diejenigen, die nicht unzufrieden sind, melden sich tendenziell hier nicht :). Wir haben jetzt ein bahntechnisch einwandfreies – das war ja das Hauptziel deiner Arbeit und daran gab es auch keine Kritik – Streckennetz mit viel Spielspaß, in dem einzelne Locals was am Wiedererkennungswert auszusetzen haben. Aber das sind Dinge, die man™ bei genügend Interesse Objekt für Objekt angehen kann, so wie ja auch an den Bestandsmodulen immer mal nachdetailliert wurde.

Wolfgang E.
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Re: Modul Scharnhorst

#19 Beitrag von Wolfgang E. »

Ich verstehe die Enttäuschung von Jens. Ich erinnere mich, als ich in Düsseldorf Hassels (zwischen Benrath und Reisholz) rechts aus dem Fenster geschaut habe und meine alte Firma gesucht habe. Dort stehen in Zusi aber nur nichtssagende Häuser und man sieht zwischen diesen Häusern ins Nichts. Der Freude an der Strecke hat dies aber nur kurz Abbruch getan. Ich schaue jetzt halt wieder geradeaus, wie es sich für einen Tf auch gehört. ;)

Noch besser verstehe ich Alwin, der jetzt viel Zeit und Mühe investiert hat, um aus einer Strecke mit wohl vielen Mängeln, eine mit deutlich weniger Mängeln zu machen, vor allem was die Eisenbahninfrastruktur angeht. Ich fände es äußerst schade, lieber Alwin, wenn Du Dortmund jetzt hinschmeißen würdest.

Ich schließe mich dem Vorschlag an, dass die Module in den Veröffentlichungsprozess gehen. Ich würde mich über ein weiteres bedeutendes Stück Zusi-Welt freuen. Bedarf für 3D-Modell-Bau hat Jens hier ja zu genüge beschrieben. Vielleicht findet sich ja Leute, die sich für die Dortmunder Module im 3D-Modellbau engagieren möchten. So könnte die Module Stück für Stück verbessert werden. Falls nicht, haben wir immer noch den Fahrspaß. Die meisten Zusi-Anwender werden sowieso nicht ortskundig sein und viele Abweichungen nicht bemerken.

Als jemand, der sich noch nie mit 3D-Modellbau beschäftigt hat, ist es natürlich einfach zu sagen, dass man als Neuling klein anfangen sollte und bevor man eine Strecke baut, erst mal Objekte bauen sollte. Dies ist sicherlich weit weniger reizvoll, als seine eigene Strecke zu haben. Aber das Ergebnis beim Direkteinstieg in den Streckenbau taugt halt leider des Öfteren nicht zur Veröffentlichung. Zudem ist Streckenbau wohl viel Arbeit, weswegen an vielen Strecken die Erweiterungen auch nur sehr langsam voran gehen. Da braucht man sehr viel Geduld, die vielleicht der Eine oder Andere nicht mitbringt und daher faule Kompromisse eingeht.

Viele Grüße
Wolfgang

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MarkusEgger
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Re: Modul Scharnhorst

#20 Beitrag von MarkusEgger »

Hallo zusammen,

ich würde Wolfgang E. und Johannes beipflichten.

Ich sehe auch (als nicht Ortskundiger), dass in der Landschaftsgestaltung schon rein technisch Luft nach oben ist (Brücken, Böschungen, leere Flächen, ...). Und sicher würde das ein- oder andere speziell gebaute Objekt auch die Strecke noch aufwerten.
Wir haben aber eine ganze Menge eisenbahntechnisch stimmiger neuer Infrastruktur bekommen - die zudem auch noch abwechslungsreich zu befahren ist, also betriebstechnisch defintiv ein erheblicher Gewinn.

Zusi hat den Vorteil, dass tatsächlich eine inhaltliche Weiterentwicklung der Module ziemlich gut möglich ist. Und Alwin ist bestimmt der letzte, der jetzt sagen würde, es dürfte sich niemand dort austoben mit der Verbesserung der Landschaft...
Auch Köln - Düsseldorf hat ja nicht den Standard oder die Erwartungshaltung aller getroffen, und doch sind auch hier schon von anderen viele Verbesserungen hinzugekommen, so dass ich hier auch den Beweis angetreten sehe, dass ein Modul am unteren Rand des zulässigen Qualitätsniveaus sich auch dennoch weiter nach oben entwickeln kann.

Den Epochenbruch finde ich hier übrigens auch unkritisch. Zusi ist leider halt nur eingeschränkt tauglich, verschiedene Zeitscheiben parallel abzubilden. Also müssen wir hier mit Kompromissen leben, am anderen Ende der Oberen Ruhrtalbahn in Kassel-Wilhelmshöhe haben wir den Bruch ja auch. Die Alternative wäre gewesen, dass es eine Vorgabe gibt, dass Streckenmodule die aneinander angrenzen aus der selben Epoche sein müssen. Das wäre für den Fortschritt des Simulators ein absoluter Killer gewesen...

Markus

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