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 Betreff des Beitrags: Re: Stellwerk
BeitragVerfasst: 17.11.2008 13:09:08 
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Michael_Poschmann hat geschrieben:
Fein, wenn das Schlechtwetterwochenende sich offenbar gelohnt hat.

Eigentlich hatte ich gehofft, die Testskripte einfach so runterschreiben zu können, einmal durchlaufen zu lassen und zwei Stunden später fertig zu sein. So sah mein Wochenendplan aus. Aber dann hakte es noch an diversen Ecken und Enden, einiges war unvollständig, und eine Funktion fehlte ganz: die gezielte Mithörmöglichkeit für den Zugmeldeverkehr. Erst gestern Mittag waren alle Funktionen dann auch nutzbar. Ein paar Hilfsfunktionen habe ich noch ergänzt, wie eine Suche für meine Testumgebung, die über Namen versucht herauszubekommen, welche Streckenblockfelder beim Wärter existieren mögen, um sich für Nachrichten dorthin abonnieren zu können ("Spiegelfelder"). Meine Testkonfiguration ist nämlich generisch :O.

Beim Test mit zwei Clients, die sich gleichzeitig anmeldeten, konnte ich zudem noch eine Race-Condition bewundern (durch Selbstaustricksung bei der Weichenstellung zwischen synchroner und asynchroner Rückmeldung), weswegen ich gestern Abend erst nach dem Tatort den erfolgreichen Durchlauf dieses Tests hinbekam. So viel mal wieder zu Planbarkeit von Software. Und eigentlich bin ich nicht erst seit gestern mit diesem Metier beschäftigt. Wie dem auch sei, alles andere blieb liegen.

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Gruß, Roland


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 Betreff des Beitrags: Re: Stellwerk
BeitragVerfasst: 17.11.2008 13:20:56 
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Ich sehe schon, es läuft auf ein bundeseinheitliches Stellwerk hinaus... :coolgr

Das "Rückwärtsarbeiten" und mutige erneute Ansetzen scheint in der menschlichen Natur zu liegen und nicht unbedingt softwarespezifisch zu sein. Meine Kleinkrabbe zeigt mir bisweilen, wie das geht. Und daß Beharrlichkeit zum Ziel führt.

In gespannter Erwartung der ersten Verschlußpläne
Michael


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 Betreff des Beitrags: Re: Stellwerk
BeitragVerfasst: 17.11.2008 13:22:24 
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Roland Ziegler hat geschrieben:
...So viel mal wieder zu Planbarkeit von Software. Und eigentlich bin ich nicht erst seit gestern mit diesem Metier beschäftigt. Wie dem auch sei, alles andere blieb liegen.



Reale Programmers use: copy con program.msi.exe.zip.exe.iso ;D

Trotzdem, besser jetzt den Ärger als wenn es iRL = Zusi auftritt...

Interessiert lauschend grüßend

ralf


Zuletzt geändert von F(R)S-Bauer am 17.11.2008 13:24:09, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Stellwerk
BeitragVerfasst: 14.09.2010 21:57:39 
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Nach langer Pause geht es nun wieder ein wenig weiter. Wie im kleinen Kreis schon bekannt, widme ich mich zunächst mal wieder der untersten Ebene, der Netzwerkkommunikation. Ich hatte es auch an anderer Stelle schon mal angedeutet, das vormalige .Net Remoting wird durch die Windows Communication Foundation, kurz WCF, ersetzt.

Michael beschafft ja gerade einen neuen Rechner, und damit werden auch bei ihm die Mindestvoraussetzungen (XP SP3) in Kürze erfüllt sein.

Eigentlich liegen zwischen .Net Remoting und WCF Welten. Zwar dienen beide der intelligenten Kopplung zwischen verteilten Anwendungen. Allerdings war der Ansatz von .Net Remoting der einer sehr engen Kopplung, mit weitgehender Transparenz für wesentliche OO-Merkmale. WCF hingegen ist service-orientiert, also das ganze Gegenteil, nämlich möglichst lose Kopplung. Allerdings hat MS freundlicherweise ein paar Hintertürchen gelassen, so dass Anwendungen, bei denen sich Client und Server gut kennen, doch ein paar Abkürzungen nehmen können.

Warum überhaupt die Umstellung? Der wesentliche Grund ist das Internet. Das Stellwerk soll auch darüber kommunizieren können. Und bei .Net Remoting gibt es da ein paar architektonische Schwierigkeiten, was den Rückkanal angeht.

Auch unter WCF bleibt es im Stellwerk beim binären TCP-Protokoll, allerdings verwendet WCF für den Rückkanal denselben Port (so ähnlich, wie man das bei einer einfachen Zu-Fuß-Socket-Verbindung auch machen würde). Damit schafft man es, zwei moderne Hürden in der Internetwelt zu nehmen: NAT (Network Address Translation) und Firewalls. Im Router auf der Seite des Stw-Servers muss natürlich ein Port-Forwarding aktiviert sein, Online-Spieler kennen das Prozedere.

Jedenfalls habe ich den ersten meiner Tests erfolgreich absolvieren können: Mein Server-Port wurde über den heimischen Router (Firewall/NAT) ins Netz gestellt und mein Client auf dem Klapprechner hat sich per UMTS zu diesem Server verbinden können. Anschließend konnten die beiden miteinander schwätzen, auch asynchron über den Rückkanal. :]

Etwas Kopfzerbrechen bereiten mir noch die Sicherheitsaspekte. Der einfachste Weg wäre Windows-Security. Dann müsste derjenige, der einen Server bereitstellt, auch bei sich auf der Maschine einen Account für Stellwerk-Clients einrichten. Der Account braucht zwar keinerlei Rechte, aber kennt sich Otto-Normal-Anwender zumindest ein wenig mit Systemadministration aus, um so etwas einzurichten? Würde man allerdings so vorgehen, wäre die Verbindung bereits auf Transportebene SSL-verschlüsselt.

Natürlich kann man auch ganz auf Sicherung verzichten. Aber will man das heute noch? Auch wenn sich die Frage stellt, wie ein "Exploit" aussehen müsste, das auf dem einen freien Port Unsinn anrichten will. Da nicht mal die Schnittstelle über WSDL beschrieben wird - es ist ja ein eng gekoppelter Service mit Binärprotokoll - halten sich die Risiken vermutlich in Grenzen. Aber der Standardspruch heißt heute ja: Bau immer mehr Sicherheit ein, bis sich die Leute ernsthaft beschweren.

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Gruß, Roland


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 Betreff des Beitrags: Re: Stellwerk
BeitragVerfasst: 15.09.2010 14:04:12 
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Alter: 57
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Mache es nicht zu schwierig fuer dich selbst.

Der Post T Hengelo Simulation laeuft einwandfrei im Server/Client verfahren. So wird auch die Simulation Braunschweig Hbf im Sp Dr S 60 Verfahren laufen. (Kannst den Multiplayer gratis probieren: http://www.signalsimulation.com/links/Multiplayer.html (Achtung: es muss jemand online sein mit einer Vollversion um Multiplayer spielen zu koennen).

Und nun die Frage: warum nicht das gekuppelt an Zusi? Die ganze Stellwerklogic/Infrastruktur ist da.

(Braunschweig Hbf ist uebrigens nicht gewaehlt worden wegen Zusi. Es hat andere Gruende)

Wenn ich weiss was ich aus Zusi "rauskriegen" kann, ist ein Interface nicht kompliziert zu machen und habt Ihr einen Sp Dr S 60 Stellwerk am laufen.

screenshots hier: http://www.signalsoft.info/forum/index. ... wtopic=292

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grüsse,

Richard Plokhaar


Zuletzt geändert von Plokky am 15.09.2010 14:09:32, insgesamt 4-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Stellwerk
BeitragVerfasst: 15.09.2010 14:45:43 
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Die Schnittstelle war ja damals mit das erste was ich gebaut habe - und läuft in ganz anderem Kontext auch im industriellen Umfeld. Die Migration Remoting auf WCF ist ebenfalls schon anderswo durchgeführt worden. Ich komme halt aus der RPC/DCE/DCOM- und vor allem CORBA-Ecke. Damit habe ich schon vor gut 15 Jahren angefangen, als ich feststellte, dass gewöhnliche Sockets enorm viel Arbeit bereiten, wenn man höhere Sphären erreichen will. Ein einigermaßen umfassendes und wasserdichtes Socket-Protokoll kostet ein Vielfaches an Aufwand von Remoting oder WCF. Das hat natürlich seinen Grund. Die unteren Ebenen in diesen Frameworks existieren ja nicht nur so zum Spaß.

Auch auf der Komfort-Seite ist es ja nicht nur die Serialisierung. Exceptions übers Netz ist z.B. was Feines, in WCF allerdings gegenüber .Remoting mit Zusatzaufwand verbunden. Oder auch Vererbung. WCF kennt zwar nur "Objects by Value" (das war eigentlich der größte Aufwand bei jeder Umstellung, da WCF keine "Objects by Reference" (außer dem Service selbst) kennt. So kann ich mit Remoting oder WCF das ganze Event-Dispatching auf Client-Seite wunderbar typspezifisch machen, obwohl meine Rückkanal-Schnittstelle ganz schmal ist und scheinbar nur Objekte des Basisklasse überträgt.

Letztlich sind Kommunikationskonzepte auch vollkommen unabhängig von einer konkreten Anwendung "Stellwerk". Aber ich hatte immer schon Spaß daran, so etwas zum Laufen zu bringen. Und mit WCF bin nicht der Einzige im Zusi-Umfeld. Jens verwendet WCF für Zusi-Display.

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Gruß, Roland


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Zuletzt geändert von Roland Ziegler am 15.09.2010 14:46:19, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Stellwerk
BeitragVerfasst: 08.10.2010 15:32:59 
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Zitat:
In welchem Werk findet man etwas über die blockelektrische Ausrüstung von Zwischen- und Deckungssignalen (Felderblock, Formsignale, mechanisch)?
M.W. nach in keinem. Aus eigener Erfahrung: Zwischensignale werden wie Mischlinge aus ASigs und ESigs behandelt, d.h. Bahnhofsblock mit BfWsp, wenn die Fahrstrasse mit einem Gleichstrom- Festlegefeld festgelegt wird und über das ZSig Durchfahrten möglich sind erhält dieses Flügelkupplung(en). Naja, und dann gibts da noch den Sonderling "durch Streckenblock gesichertes Bf-Gleis"...
Deckungsstellen sind so eine Sache für sich. Teilweise sind das technisch keine Deckungsstellen, sondern normale Blockstellen mit der Eigenart, dass die Steuerung der Brücke mit den Signalen und ihren Hebeln verknüpft ist, d.h. die Brücke lässt sich nur öffnen, wenn die Signale Halt zeigen (Haltmelder!), ist die Brücke offen, lassen sich die Signale nicht ziehen (elektr. Signalhebelsperren). Die einzig "richtige" Deckungsstelle, die ich mit eigenen Augen gesehen habe, war richtig primitiv: Für die beiden Deckungssignale (wegklappbare Sh2-Scheibe) gabs zwei Signalhebel mit elektr. Hebelsperre, dazu zwei Haltmelder, fertig. Keine Einbindung in den Streckenblock oder so, der Wärter (die Brücke wurde nur 3mal täglich in den Zugpausen geöffnet) hatte nur mit den Nachbarfdl Rücksprache zu halten.

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 Betreff des Beitrags: Re: Stellwerk
BeitragVerfasst: 08.10.2010 16:03:53 
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Danke. So ähnlich hatte ich das vermutet.

Wo sitzt denn bei ZSig üblicherweise der Signalhebel? Ich rate mal, bei der Rolle ESig. Wenn jetzt zusätzlich noch jemand ein Verschlussplanbeispiel mit Zwischensignalen aus den betrachteten Stellwerksbauform hat und mit zukommen ließe, wäre das nett.

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Gruß, Roland


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 Betreff des Beitrags: Re: Stellwerk
BeitragVerfasst: 08.10.2010 17:05:06 
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Zitat:
Wo sitzt denn bei ZSig üblicherweise der Signalhebel? Ich rate mal, bei der Rolle ESig.
Uneinheitlich. Meist in dem Stw, das am nächsten am Sig dran liegt (kurze Drahtzüge).
Zitat:
Wenn jetzt zusätzlich noch jemand ein Verschlussplanbeispiel mit Zwischensignalen aus den betrachteten Stellwerksbauform hat und mit zukommen ließe, wäre das nett.
Hab ich grad nicht zur Hand, ist aber keine Besonderheit bei. Wird eingetragen wie jedes andere HSig auch.

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 Betreff des Beitrags: Re: Stellwerk
BeitragVerfasst: 08.10.2010 18:32:50 
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Hallo Roland,

Zitat:
In welchem Werk findet man etwas über die blockelektrische Ausrüstung von Zwischen- und Deckungssignalen (Felderblock, Formsignale, mechanisch)?

bitte bedenke, dass es bei Zwischensignalen oft zusätzliche Anforderungen gibt, weil sie meist nicht im Regelabstand von anderen Hauptsignalen stehen. Beispielsweise kann bei Ausfahrten gefordert sein, dass zuerst das Ausfahrsignal auf Fahrt stehen muss, bevor das Zwischensignal gezogen werden kann, oder bei Einfahrten, dass zuerst das Zwischensignal Fahrt zeigen muss, bevor das Einfahrsignal gezogen werden kann.
Es kommt also wohl auf den Anwendungsfall an...

Gruß
- Christopher


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 Betreff des Beitrags: Re: Stellwerk
BeitragVerfasst: 08.10.2010 18:47:55 
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Problem bei solchen Sachen ist eher das oft fehlende ZVSig bzw. AVSig. Zu kurzer Bremswegabstand ließe sich ja zumindest für das ZVSig durch entsprechende Wahl des ESig-Standortes beheben.
Technisch wird diese Folgeabhängigkeit übrigens nicht immer realisiert, teilweise verlässt man sich auch einfach auf den entsprechenden Passus in der 408.

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 Betreff des Beitrags: Re: Stellwerk
BeitragVerfasst: 08.10.2010 22:41:10 
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na ja wollen wir mal Auswerten

Literatur:Es gab da mal von der TU Dresden ne nette Lehrbriefserie aus den 60er Jahren die die Stellwerksbauarten sogar Sonderfälle wie die Wuppertaler Schaltung behandelte nur leider befinden sich die passenden nicht in meinem Besitz.
Desweiteren wäre möchte ich den Stapf Block und Stellwerksanlagen erwähnen der mir selbst mal als Lehrbuch zum Elektrosignalschlosser diente.
Das kompendium dazu wäre vom Transpress Verlag Eisenbahn Sicherungstechnik.

Zwischensignale:Aufgaben dürften klar sein.
Ein Zwischensignal befindet sich immer in der Abhängigkeit eines Ausfahrtsignales.Warum ganz einfach man kann einen Zug nicht gegen ein Halt zeigendes Signal fahren lassen das nicht angekündigt wird.Da nicht an jeden Zsig Durchfahrten zugelassen sind.Also wird erst das Asig und dann das Zsig auf Fahrt gestellt.
technische Ausrüstung :Ein Zwischensignal(hat keine Flügelkupplung,das wurde erst in der Neuzeit eingeführt also sprich 70er Jahre Altlasten existieren dennoch) wird über ein Vsig in der Regel angekündigt,wenn auf diesen Gleis Durchfahrten zugelassen sind,das Vsig befindet sich dann in dem Gleis wo das Zsig steht, sind keine Durchfahrten zugelassen existiert auch kein Vsig.
Gehört nicht zum Zsig:
Das Durchfahrtvorsignal ist in diesem Fall wenn ein Vsig für ein Zsig existiert im Realen Bremswegabstand des Asig gestellt,also niemals am Esig.
Zurück zum Zsig;
An seinem Standort befindet sich wenn Durchfahrten zugelassen sind in der Regel ein Vsig.Dient der nochmaligen Signalsierung der Durchfahrt,damit der Lokführer auch sicher sein kann das die Angeküdigte Durchfahrt stattfindet.Da es nicht das eigentliche Hauptgleis ist.
Besonderheit:Das Asig wirkt in diesen Fall auf 2 Vsigs ein.Einmal auf das eigentliche Durchfahrvorsig und im 2.Fall auf das vor dem Zsig.
Das Asig ist mit einer Flügelkupplung ausgerüstet weil hier der neuralgische Schnittpunkt zwischen Bahnhof und Strecke ist,und der Zug sich selbst nach hinten sichern muß.
Für jedes Zsig gibt es eine zum Asig zeigende Fahrstraße die wie folgt bezeichnet wird.Zsig/Asig aus Gleis y durch Gleis x nach Z,während die des Asig nur lautest aus Gleis Y nach Z.
Zum Sonderfall Streckenblock innerhalb des Bahnhofes sage ich nur der hat beim Thema Zwischensignale nichts zu suchen,sondern wohl eher bei den Blockstellen.
Deckungstellen haben mit Zwischensignalen absolut nichts zu tun.Selbst auf der gammligsten Nebenbahn ohne Streckenblock geht es hier nur darum die Hauptstecke gegen eine andere Bahn zu schützen oder zu verhindern das der Zug in eine offene Hub oder Klappbrücke fährt und das mit einfachsten Mitteln der Zwangsbedienung.
Die Signale waren wegklappbare Sh2 scheiben die duch ein Vsig ,oder Besser gesagt Deckungsvorscheibe angekündigt wurden.Aber das ist nicht das Thema.
Bild
Hier ein Blockwerk mit einem Zwischensignal siehe Fahrstraßr C und C/H Beachte auch Anfangsfeld

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 Betreff des Beitrags: Re: Stellwerk
BeitragVerfasst: 08.10.2010 23:10:59 
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Hallo Lutz,

danke für die Erläuterung, da habe ich wieder etwas dazugelernt. Oder hoffe dies zumindest.

Kleine Ergänzung aus der Abteilung "Bei Bahnens gibt's nichts, was es nicht gibt":

In Bestwig waren Durchfahrten in West-Ost-Richtung zugelassen, obwohl sowohl das Esig als auch die Zwischensignale keine Vorsignale besaßen. Zusätzlich war die Gemeinheit möglich, auf Hp1 einfahren zu können und auf Hp2 am Zsig weitergeleitet zu werden.

Gruß - an Roland mit der Bitte um gfl. Beachtung bei der Implementierung ;)
Michael


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 Betreff des Beitrags: Re: Stellwerk
BeitragVerfasst: 09.10.2010 12:44:14 
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Michael_Poschmann hat geschrieben:
Kleine Ergänzung aus der Abteilung "Bei Bahnens gibt's nichts, was es nicht gibt":

In Bestwig waren Durchfahrten in West-Ost-Richtung zugelassen, obwohl sowohl das Esig als auch die Zwischensignale keine Vorsignale besaßen. Zusätzlich war die Gemeinheit möglich, auf Hp1 einfahren zu können und auf Hp2 am Zsig weitergeleitet zu werden.

Als ich das erste Mal in Zusi dort gefahren bin, hat es mich dort prompt erwischt: Auf Hp1 am Zsig losgefahren, und dann auf einmal das Halt zeigende Asig, über das ich dann natürlich ein Stückchen hinausgeschliddert bin. :O Soviel also zu Fahren ohne Streckenkenntnis...


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 Betreff des Beitrags: Re: Stellwerk
BeitragVerfasst: 09.10.2010 13:03:43 
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Sowas darf aber beim Vorbild nicht passieren. Hier muß der Fdl den Zug erst vor dem Esig hinstellen und darf erst dann Zsig und Esig stellen.

Carsten


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 Betreff des Beitrags: Re: Stellwerk
BeitragVerfasst: 09.10.2010 14:17:19 
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Vermutlich geht es jetzt um die Richtung Ost nach West?
Bei planmäßig haltenden Zügen war das durchaus gängig - wie sonst hätten zum Beispiel beim D 2328 Kurswagen von Winterberg beigestellt werden können? Anders sieht es natürlich bei planmäßig durchfahrenden Zügen aus (gab es die überhaupt?), hier wäre eine Verständigung des Tf vonnöten.

Gruß
Michael


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 Betreff des Beitrags: Re: Stellwerk
BeitragVerfasst: 09.10.2010 15:04:43 
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Mein Beitrag bezog sich auf Michael, sorry - also Bestwig West->Ost.

carsten


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 Betreff des Beitrags: Re: Stellwerk
BeitragVerfasst: 10.10.2010 03:57:32 
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Michael da wird Zeit die Signalmeisterei in den A.... zu treten das darf nich vorkommen,ohne Avsig Zsig Fahrtbegriff und Asig Halt.Trotzdem ist Dein Beispiel in mein Sammelsurium aufgenommen.

Es gibt einen Sonderfall der trifft aber nur das durchgehende Hauptgleis sofern dieses mit einem Zsig bestückt ist im mech Stw hat man das gern vermieden es wäre eine zusätzliche nutzlose Fahrstaße gewesen die viel gekostet hätte ohne eigentlich Nutzen(zusätzlicher Fahrstraßenschubstange,und die entsprechenden Verschlußstücke,sowie dieAusschlüsse auf den Block und Signalwellen zu bringen und deswegen habe ich Ihn weggelassen.)
Aber nun weiter Roland wollte wissen wo die Hebel der Z Signale sitzen:DieFaustregel ist ganz einfach wer das Asig bedient bedient auch das Zsig billigste Variante.
Wenn man weiter nach diesen Leitspruch verfährt ist es ja wohl Logisch,Asig=Anfangsfeld also heißt das Zsig-Asig=Anfangsfeld
Dabei nimmt man sogar lange Leitungwege in Kauf,weil die mechanische Abhängigkeit im Verschlußkasten dann gewährleistet ist.
Da ich keine Verschlußtafel mit Zsigs besite sollten Fotos helfen
Bild
Beachte Signalhebel C und H

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 Betreff des Beitrags: Re: Stellwerk
BeitragVerfasst: 10.10.2010 14:12:14 
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Eine Bitte: Wenn Du so viel Mühe in diese ausführlichen Schilderungen steckst, dann lies Dir bitte alles in Ruhe vor dem Absenden noch einmal durch. Ein größerer Teil der Ausführungen ist grammatikalisch leider so verbaut (Zeichensetzung usw.), daß sich die Aussage nicht oder nur mit Mühe bzw. nicht eindeutig erschließt.

Carsten


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 Betreff des Beitrags: Re: Stellwerk
BeitragVerfasst: 13.10.2010 19:17:38 
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Hallo Roland,

es ist wohl zu unterscheiden, ob das Zwischensignal vom selben Stellwerk bedient wird wie das Ein- bzw. Ausfahrsignal oder von einem anderen Stellwerk aus. In ersterem Fall dürfte innerhalb des Stellwerks eine Folgeabhängigkeit vorhanden sein, ähnlich wie zwischen den Hebeln für Haupt- und Vorsignal, wenn diese über getrennte Hebel gestellt werden.
Im zweiten Fall muss man erneut unterscheiden, ob das Zwischensignal eine "Blockstelle" innerhalb des Bahnhofs darstellt oder nicht.

In einem Buch mit dem Titel "Die Anwendung und der Betrieb von Stellwerken zur Sicherung von Weichen und Signalen" [1] (von 1888 [sic!], da gab's das alles schon 8o ) habe ich folgende Passagen dazu entdeckt:
Zitat:
Wenn [...] auf einem großen Bahnhofe, welcher nicht in Blockstrecken getheilt ist, zwischen dem Stationsgebäude und dem einen Bahnhofsende mehrere Stellwerke sich befinden welche Weichen und Signale zu bedienen haben, so muß, um zu vermeiden, daß ein anfahrender Zug nach Einfahrt oder Durchfahrt des ihm zunächst liegenden Stellwerksgebietes vor dem Deckungssignal des nächst- oder der später folgenden halten muß, Fürsorge getroffen werden, daß für einen einfahrenden Zug nicht eher am Abschluß-Telegraphen Fahrsignal gegeben werden kann, als bis sämmtliche Signale der hinter liegenden, also zwischen Bahnhofs-Einfahrt und Station sich befindenden Stellwerke Fahrzeichen führen und daß für einen abfahrenden Zug die Ausfahrt nicht eher angeordnet werden kann, als bis sämmtliche Ausfahrts - Signale zwischen Station und Bahnhofsende gezogen sind. Diese Bedingungen fallen natürlich fort, wenn die Zwischensignale als Blocks benutzt werden sollen.

Zitat:
Der verantwortliche Stationsbeamte muß vor Freigabe des Einfahrts- oder Ausfahrts-Signales bezw. vor Anordnung der Ausfahrt die Gewißheit haben, daß die zwischen oder hinter liegenden Stellwerksposten Aenderungen an den Fahrstraßen nicht mehr vornehmen können. Andererseits darf der Wärter eines mit Signalen ausgerüsteten mittleren Stellwerkes nicht die Bewegungsfreiheit in Stellung dieser Signale verlieren, da Fälle eintreten können, welche es erheischen, daß einem bereits angenommenen Zuge noch unerwartet ein Haltezeichen gegeben werden muß.

Zitat:
Wenn also bei dem angenommenen Beispiel einem Zuge die Einfahrt in die Station erlaubt werden soll, so giebt die Station [...] Auftrag an A, die Fahrstraße zu verschließen (blockiren), d. h. für den Zugverkehr frei zu machen und das [...] zugehörige Signal zu stellen. A führt den Befehl aus und giebt der Station bei Ausführung der electrischen Festlegung der Fahrstraßen-Verriegelung gleichzeitig durch Scheibenwechsel am zugehörigen Fensterchen des Stationsblockes ein Zeichen, daß die Verriegelung geschehen. Der eleetrische Strom, welcher dieses Zeichen übermittelt, verrichtet noch eine weitere Arbeit im Stationsblock, indem er die Bewegungs-Vorrichtung einer anderen, mit B in Verbindung stehenden Blockkammer frei giebt. Die Station ist erst dadurch in der Lage, in B den Verschluß des Stellhebels zum Einfahrts-Signal aufzuheben. B zieht hierauf Signal.
Nach ordnungsmäßiger Einfahrt des Zuges stellt B Haltezeichen her, verschließt (blockirt) den zugehörigen Stellhebel. Die Station kann erst, nachdem dieses geschehen, in A den electrischen Verschluß der Fahrstraßen-Verriegelung wieder frei geben.

Diese Ausführungen [1, S. 21 f.] beziehen sich also auf Zwischensignale, die nicht als Blockstellen innerhalb des Bahnhofs fungieren. Die beschriebene Abhängigkeit besteht aus
  • einem Zustimmungsabgabefeld im Zwischenstellwerk A, welches gleichzeitig der Fahrstraßenfestlegung dient,
  • einem Befehlsempfangsfeld im Endstellwerk B und
  • je einem Zustimmungsempfangs- und Befehlsabgabefeld im Befehlsstellwerk (der "Station"), wobei die Befehlsabgabe den Zustimmungsempfang voraussetzt.
Die gleiche Abhängigkeit gibt es in jedem Allerweltsbahnhof mit einem Befehlsstellwerk und zwei Wärterstellwerken an den Bahnhofsenden, wo ein Wärter den Durchrutschweg für Einfahrten von der Seite des anderen Wärters her sichern muss.

Zitat:
Die [...] erwähnten Abhängigkeitsverhältnisse zwischen der Station und mehreren Stellwerken in gleicher Richtung sind entbehrlich, wenn diese Stellwerke als Signal-Zwischenstationen im Zugverkehr gelten. Ein solcher Fall kann eintreten, wenn ein großer Bahnhof in besondere, hinter einander liegende Abschnitte zerfällt (z. B. Personen-, Güter-, Rangir-, Werkstätten-Bahnhof), von denen jeder seine eigene, durch ein Stellwerk gesicherte Abzweigungsstelle von der Hauptstrecke besitzt. Diese gesonderten Bahnhofstheile lassen sich dann für den Zugverkehr als ebenso viel Stationen ansehen und ist eine Abhängigkeit zwischen diesen einzelnen Stationen und ihren zugehörigen Stellwerken an den Einmündungsstellen in die freie Strecke durch electrische Verschluß- und Freigabe-Vorrichtungen [...] ausreichend.
Ein nach dem in seiner Richtung am Entferntesten liegenden Bahnhofstheil (z. B. der Personenstation) verkehrender Zug hat demnach die als Signal-Zwischenstationen geltenden Stellwerksbezirke der Vorbahnhöfe erst zu durchfahren, bevor er an das die Einfahrt in die Zielstation bedienende Stellwerk gelangt.

Zitat:
Da die Bedienung der electrischen Verschluß- und Freigabe-Vorrichtungen es bedingt, daß eine Station nach Durchfahrt, Ein- oder Abfahrt eines Zuges und nach Herstellung des Haltezeichens an dem eigenen betreffenden Telegraphen den zugehörigen Stellhebel in der Ruhestellung festlegt und damit gleichzeitig den Stellhebel des Signales derselben Richtung auf der hinterliegenden Station freigiebt, um für einen nachfolgenden Zug die Strecke zu öffnen, so ergiebt sich, daß auf der Anfangs- bezw. Endstation eines Blockkreises der Stationsblock noch weitere besondere Einrichtungen besitzen muß, um nach Ankunft von Zügen die hinter liegende Signal-Zwischenstation frei zu machen, bei Abfahrt von Zügen ein Zeichen zu geben, welches erst durch vorliegende Signal-Zwischenstation wieder verwandelt werden kann.

Dieser Paragraph [1, S. 25] bezieht sich auf mehrere Bahnhofsteile, wobei durch den gesamten Bahnhof mit Streckenblock versehene Durchgangsgleise führen. In diesem Fall ist offenbar ganz normaler Streckenblock (für die Durchgangsgleise) installiert. Leider bleibt unklar, wie die Abhängigkeit auf den Zwischenstellwerken genau aussieht.

Gruß
- Christopher

[1] Richard Kolle: Die Anwendung und der Betrieb von Stellwerken zur Sicherung von Weichen und Signalen. Berlin 1888.

Edit: Rechtschreibung korrigiert / Spekulation entfernt / mißverständliche Formulierung behoben


Zuletzt geändert von Christopher Spies am 15.10.2010 19:06:17, insgesamt 2-mal geändert.

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