Rebwerte Rad/Schiene - HILFE

Berichte über Problemlösungen, Ergänzungen zur Dokumentation, "Kochrezepte" usw., hier soll vor allem berichtet und nicht so sehr gefragt werden
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Marcus
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Rebwerte Rad/Schiene - HILFE

#1 Beitrag von Marcus »

Hi Zusianer,

mich interessiert das Fahren bei Nässe. Diesbezüglich bräuchte ich Hilfe. Ich würde nämlich gerne wissen, welche Werte von den Einstellungsmöglichkeiten annähernd realistisch sind. Habe von dieser Thematik absolut keine Ahnung. Über Tipps wäre ich sehr dankbar.

Viele Grüße aus Berlin

Marcus

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Carsten Hölscher
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#2 Beitrag von Carsten Hölscher »

laut Transpress-Bahnlexikon:

trocken: 0,17 bis 0.26
naß, sauber: 0,17 bis 0.24
schlüpfrig, leicht naß: 0,09 bis 0.16
trocken, Sand: 0,31 bis 0,4
Normwert DR: 0,15

der Max-wert Zusi müßte 0,3 entsprechen

Carsten

Andreas Karg
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#3 Beitrag von Andreas Karg »

Der in Zusi einstellbare Maximalwert ist 0.4... Müsste ich jetz also standardmäßig als Trockenwert realistischerweise ~0.23 nehmen?

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Carsten Hölscher
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#4 Beitrag von Carsten Hölscher »

mh, da ich mir dabei vermutlich was gedacht hatte, nochmal etwas recherchiert - aus derselben Quelle:

Bild

Carsten

F(R)S-Bauer
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#5 Beitrag von F(R)S-Bauer »

@Carsten,
Ich nehme an das der Geschwindigkeitsfaktor in Zusi berücksichtigt wird und der Regler den Kurvenanfang festlegt ?
Zuletzt geändert von F(R)S-Bauer am 09.06.2003 17:43:56, insgesamt 1-mal geändert.

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Marcus
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Reibwerte

#6 Beitrag von Marcus »

VIELEN DANK!!! ;D

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Carsten Hölscher
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#7 Beitrag von Carsten Hölscher »

ich bin nicht sicher, ob die Geschw.-Funktion drin ist, aber interessant ist sowieso nur der Anfahrbereich, danach kriegt man die Loks ja kaum noch zum Schleudern.

Carsten

F(R)S-Bauer
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#8 Beitrag von F(R)S-Bauer »

Carsten Hölscher hat geschrieben:...
der Anfahrbereich, danach kriegt man die Loks ja kaum noch zum Schleudern.
Carsten
:) :) :) :)
Ah ja, also der 5000t Gaz auf der F(R)S beweist (Nicht nur im Autopilot-Modus) da recht gut das Gegenteil.....
(Oder auch: es Lebe der "Sand" schalter...)
;) ;) ;) ;)
Zuletzt geändert von F(R)S-Bauer am 09.06.2003 19:00:13, insgesamt 2-mal geändert.

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Elmar Gröne
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#9 Beitrag von Elmar Gröne »

Carsten Hölscher hat geschrieben:ich bin nicht sicher, ob die Geschw.-Funktion drin ist, aber interessant ist sowieso nur der Anfahrbereich, danach kriegt man die Loks ja kaum noch zum Schleudern.

Carsten
Hallo Carsten, das oben stehende kann ich widerlegen. Der 628 mit dem wir gestern von Braunschweig nach Kreiensen gefahren sind hatte diesen gelben Lichtmelder (Schleuderschutz?) noch bei Tempo 100 an. Die Nadel tanzte dann nett mal zwischen 90 und 120.
Grüße aus Göttingen

Elmar Gröne

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Marcel Zehl
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#10 Beitrag von Marcel Zehl »

Hm.. dass der Schleudermelder beim 628 gern mal grundlos aufleuchtet is ja nix neues..
Aber dass er dann auch wirklich schleudert (noch dazu in dem v-Bereich) hab ich noch nie erlebt
Wer nicht kommt zu rechten Zeit, der muss sehen was übrig bleibt.

Peet
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#11 Beitrag von Peet »

Howdie!

Bei Nässe schleudern Loks und Triebwagen auch bei höheren Geschwindigkeiten. Die NS-Triebwagen '40xx-42xx' schleudern auch bei 100 kmh noch leicht. Auch die ACTS 125x Reihe schleudert dann bei rund 85 kmh. Vielleicht hat dies auch was mit die immer größer werdende Luftwiderstand zu tun, denn man braucht ja bei höher werdenden Geschwindigkeiten immer mehr Zugkraft um noch weiter zu beschleunigen.

pTr

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Kilian
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#12 Beitrag von Kilian »

Ich hab eine 151 auch schon bei 100km/h zum schleudern gebracht, wodurch ich erstmal eine kleine Zwangsbremsung kassiert hab, da die vmax über 125km/h angestiegen ist - da macht die Indusi nicht lange mit ;)
mfg Kilian :confused:

Andreas Karg
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#13 Beitrag von Andreas Karg »

Das is dann halt eine vollautomatische Schleuderschutz(zwangs)bremse. :)

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Carsten Hölscher
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#14 Beitrag von Carsten Hölscher »

die 151 hat natürlich auch reichlich Zugkraft, aber gehe ich recht in der Annahme, dass dann auch schlechte Wetterbedingungen herrschten?

Habe nochmal nachgeschaut, der Abfall des Reibwerts mit der Geschw. ist nicht drin, nur die bekannte Schleuderneigung in der Überhöhung ;D

Carsten

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Kilian
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#15 Beitrag von Kilian »

Also zur 151 ... Im Prinzip ist die 151 vom Antrieb her eine leichte Fehlkonstruktion, da sie ihre (theoretisch) reichlich vorhendene Zugkraft nicht wirklich auf die Schiene bringt.
Zum Wetter: Es hat geregnet und es ging bergauf (bei Traunstein), wobei mir das ganze Spiel auch mehrfach in der geraden passiert ist ;)
mfg Kilian :confused:

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Peter Buchholz
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Schleudern bei höheren Geschwindigkeiten

#16 Beitrag von Peter Buchholz »

@Carsten:
ich bin nicht sicher, ob die Geschw.-Funktion drin ist, aber interessant ist sowieso nur der Anfahrbereich, danach kriegt man die Loks ja kaum noch zum Schleudern.
Da kann sich der Anfahrbereich aber ganz schön "strecken". Die sog. "Übergangsgeschwindigkeit" moderner E-Loks liegt in der Regel zwischen 70 und 110 km/h. Erst ab da kann die volle Leistung ausgenutzt werden (Fahren an der Leistungsgrenze), darunter schleudern die ohne Weiteres (Fahren an der Zugkraftgrenze), wenn man keinen Schleuderschutz hat oder diesen abschaltet / außer Betrieb setzt.

Beispiele:
BR 143: v_Übergang ca. 90 km/h
BR 155: v_übergang ca. 55..60 km/h
(Werte jeweils bei trockener Schiene)

Bei Dieselloks liegt die v_Übergang tiefer, wegen geringerer installierter Leistung.

Beispiel:
BR 232: v_Übergang ca. 30 km/h (trocken)

Gruss
Moho

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Marcel Zehl
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#17 Beitrag von Marcel Zehl »

Die 143 hat ja auch alles Mögliche eingebaut, um ein Schleudern zu verhindern. Achslastausgleich, automatische (!!) Schleuderschutzbremse, etc...

Bei Schleuderneigung wird sogar der Auf-Befehl an das Schaltwerk unterbrochen
Wer nicht kommt zu rechten Zeit, der muss sehen was übrig bleibt.

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Thomas Gabler
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#18 Beitrag von Thomas Gabler »

TauRuS hat geschrieben:Also zur 151 ... Im Prinzip ist die 151 vom Antrieb her eine leichte Fehlkonstruktion, da sie ihre (theoretisch) reichlich vorhendene Zugkraft nicht wirklich auf die Schiene bringt.
Ja, weil man in der Eile die 103er Drehgestelle fast unmodifiziert übernommen hat. Es fehlen halt die Ausgleichshebel der 150...

Tom
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Carsten Hölscher
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#19 Beitrag von Carsten Hölscher »

ein Anpassung des Reibwerts an die Geschw. wäre kein großer Aufwand udn dann wohl doch nicht so schlecht. Werde es mir merken.

Carsten

Arie van Zon
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#20 Beitrag von Arie van Zon »

Hierzulande wird mit eine Reibwert von 0,12 gerechnet (max. Reibwert: 0,23).

Und Sand, naja, das bringt nicht viel...

/Arie (Zusi-ETA + Feucht = Spass ;))
Zuletzt geändert von Arie van Zon am 17.06.2003 18:55:26, insgesamt 1-mal geändert.

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