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 Betreff des Beitrags: Re: KBS400_Hamm-Bielefeld
BeitragVerfasst: 11.04.2015 14:23:08 
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Johannes hat geschrieben:
Hier liegt ein 500-Hz-Magnet mitten in der Weiche, geht das?

Mit 2000 Hz-Magneten gibt es das in Singen (Gleis 15/16) und umgekehrter Fahrtrichtung, also können PZB-Magnete prinzipiell schon innerhalb von Weichen verbaut werden (*). Ob man das dort in echt so gemacht hat, ist eine andere Frage.

(*) Die schweizer Signum hatte in der Weiche aber keinen Platz, so dass schweizer Fahrzeuge bei der Ausfahrt aus diesen Gleisen wohl gar nicht überwacht werden...

Gruss, Florian


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 Betreff des Beitrags: Re: KBS400_Hamm-Bielefeld
BeitragVerfasst: 11.04.2015 14:27:25 
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Es ist wahrscheinlich das schlimmste, was einem als Streckenbauer passieren kann: Wenn man nach jahrelanger Arbeit gesagt bekommt, dass das Ergebnis einfach nicht gut genug ist. Da kann man Herbert nur noch viel Tapferkeit wünschen.

Auf die Gefahr hin, nochmals Salz in die Wunde zu reiben: Ich habe mir Herberts Strecke mal mit Zusi-3-Werkzeugen angesehen. Danach lautet mein dringlicher Rat, diesen Bahnbau jetzt am besten "qualifiziert zu beenden" (wie es in der Sprache der Projektmanager so schön heißt), aber später auf keinen Fall noch Konvertierungsversuche Richtung Zusi 3 zu starten.

Bild

Hier sind Luftbilder unter Herberts Bahnhof Hamm gelegt. Wenn man näher rangehen würde, könnte man erkennen, dass die Lagegenauigkeit der Strecke "noch gut" ist. Wenn ein Gleisbogen mitten im Modul mal ein paar Meter vom Kartenmaterial abweicht, ist das außerdem kein Fehler, der später einer Erweiterung der Zusi3-Strecke im Weg steht. Es fallen allerdings auch einige Spurplanabweichungen auf, die mit Sicherheit in keinem Gleisplan zu finden waren, und zahlreiche allgemeine Trassierungsfehler - hier wurden Weichen offenbar häufig "mit Gewalt" eingepasst.

Bild

Ab der Lippebrücke Hamm Pbf nach Norden fängt der Spurplan allerdings an, deutlich "auszuwandern". Am Streckenende Bockum-Hövel sind es 60 m seitliche Abweichung. Am Streckenende Ahlen sogar 200 m Abweichung von der Realität:

Bild

Abweichungen in dieser Größenordnung bekommt man nie wieder ausgebügelt. Wer auch immer hier das nächste Zusi-3-Streckenmodul anbauen wollen würde, müsste eine in der Realität nicht vorhandene Schlangenlinie von 200 m trassieren. Bau nach Luftbildern kann er für das Anschlussmodul völlig vergessen. Das Ding ist buchstäblich eine Sackgasse.

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 Betreff des Beitrags: Re: KBS400_Hamm-Bielefeld
BeitragVerfasst: 11.04.2015 19:09:24 
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Hallo Zusianer,
Danke für das Interesse an meiner Strecke.
Alwin gilt meinen besonderen Dank weil er sich so viel Arbeit mit der Streckenprüfung gemacht hat.
Zitat: Alwin
Auf die Gefahr hin, nochmals Salz in die Wunde zu reiben: Ich habe mir Herberts Strecke mal mit Zusi-3-Werkzeugen angesehen. Danach lautet mein dringlicher Rat, diesen Bahnbau jetzt am besten "qualifiziert zu beenden" (wie es in der Sprache der Projektmanager so schön heißt), aber später auf keinen Fall noch Konvertierungsversuche Richtung Zusi 3 zu starten.

Ja Alwin Du hast recht, denn ich hatte nach dem Lesen der Zusi3 Dokumentation und weiteren Infos keine andere Wahl, als diesen Schritt zu gehen. Im Klartext, es ist seid langem beabsichtigt den bisherigen Zusi2 Streckenabschnitt komplett mit neuen Werkzeugen in Zusi3 neu zu bauen. Dazu hatte ich schon vor Monaten mit vorbereitenden Arbeiten begonnen.
Alwin, wir hatten doch vor kurzen in dieser Richtung ein wenig Kontakt gehabt!
mfg
Herbert


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 Betreff des Beitrags: Re: KBS400_Hamm-Bielefeld
BeitragVerfasst: 16.05.2015 09:25:04 
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Florian Ziese hat geschrieben:
Johannes hat geschrieben:
Hier liegt ein 500-Hz-Magnet mitten in der Weiche, geht das?

Mit 2000 Hz-Magneten gibt es das in Singen (Gleis 15/16) und umgekehrter Fahrtrichtung, also können PZB-Magnete prinzipiell schon innerhalb von Weichen verbaut werden (*). Ob man das dort in echt so gemacht hat, ist eine andere Frage.

(*) Die schweizer Signum hatte in der Weiche aber keinen Platz, so dass schweizer Fahrzeuge bei der Ausfahrt aus diesen Gleisen wohl gar nicht überwacht werden...

Gruss, Florian


PZB-Gleismagnete können in Weichen eingebaut werden, wenn ca. 50 cm Platz zwischen den beiden Schienenkanten ist. Als grobe Richtlinie kann man sagen, dass ab Weichenanfang bis Weichenmitte keine Gleismagnete angebaut werden. Selbst eine Anordnung außen ist schlecht, weil die Lage ja nur für einen befahrenen Strang optimal ist.
Ansonsten gibt es noch einen Bereich vom Weichenherzstück bis circa der letzten durchgehenden Schwelle wo man im Innenbereich keine Gleismagnete einbaut.

500 Hz GM kommen im Weichenbereich schon mal vor, auch Teile einer GÜ findet man gerne mal dort. 1000 und 2000 Hz GMs sind eher selten, weil man die Anordnung eines Signals im Weichenbereich vermeidet. Befährt man die Weiche stumpf, so ist die Zuordnung noch recht eindeutig, bei Signalen an gegen die Spitze befahrenen Weichen ist die Eindeutigkeit schon nicht mehr so gegeben. Daher wird das wenn möglich vermieden.

Gerd


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 Betreff des Beitrags: Re: KBS400_Hamm-Bielefeld
BeitragVerfasst: 16.05.2015 10:21:35 
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stuvar hat geschrieben:
1000 und 2000 Hz GMs sind eher selten, weil man die Anordnung eines Signals im Weichenbereich vermeidet.


Ob sich das wohl auch bis in den Netzbezirk Göttingen rumgesprochen hat? :mua Ich hatte beim Nachbau eher den Eindruck, dass man dort nach dem Prinzip verfährt "wenn wir das Signal noch ein paar Meter bis in die Weiche verschieben können, dann tun wir das auch". Ich hab natürlich nicht nachgemessen, ob es bei den Signalstandorten sonstige Zwänge gab, die zu berücksichtigen waren. Aber die örtliche Häufung fand ich auffällig. Diese Seuche im Göttinger Güterbahnhof nachzubilden hat mich jedenfalls einigen Extra-Aufwand für Kopplungen gekostet, zumal natürlich samt und sonders Gruppenausfahrten betroffen waren, die sowieso schon Mehraufwand in Zusi erfordern :§$%

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 Betreff des Beitrags: Re: KBS400_Hamm-Bielefeld
BeitragVerfasst: 16.05.2015 10:40:30 
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Hallo Alwin,

derartige Konstrukte sind nicht auf "Deinen" Baubereich beschränkt. Selbst im katholischen Sauerland müssen 2.000er-Magneten im Weichenbereich nachgebildet werden. Auf die Modellierung von Sandhäufchen im Herzstück werden wir jedoch verzichten, oder?

Michael


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 Betreff des Beitrags: Re: KBS400_Hamm-Bielefeld
BeitragVerfasst: 20.05.2015 22:35:25 
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Sollte interesse Bestehen kann ich mal, wenn sich die gelegenheit ergibt, zwischen Bielefeld und Rheda-Wiedenbrück Videoaufnahmen aus den ERB-Talenten machen, wenn gewollt sogar noch bis Hiddenhausen-Schweicheln (etwa 30km nördlich von Bielefeld). Es wäre zwar nur ein kleinerer Teil der Strecke, aber ein Anfang. Für den Rest der Strecke kann ich nen Freund Fragen (ZuB bei DB FV) ob er nicht mal ne Führerstandsmitfahrt in dem Bereich filmen kann, evtl. auch rückwärts.

Ich kann und werde hier jetzt aber nichts versprechen.

Lg
Alexander


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 Betreff des Beitrags: Re: KBS400_Hamm-Bielefeld
BeitragVerfasst: 20.05.2015 22:46:21 
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Die Hauptbahn Hamm-Hannover ist eigentlich in beiden Richtungen schon ganz gut filmisch dokumentiert. Der Kollege Schaumalhin ist da mehrfach langgekommen, als die NEB-Talente von und zum Drehgestelltausch nach Dortmund überführt wurden. Hier zum Beispiel einer der Filme, und es gibt noch mehr auf dem Kanal: https://www.youtube.com/watch?v=VKnAiib4CBw

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 Betreff des Beitrags: Re: KBS400_Hamm-Bielefeld
BeitragVerfasst: 21.05.2015 13:17:18 
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@Alwin: Ok, wenn ich doch helfen kann sag bescheid, Bielefeld ist leicht zu erreichen für mich. Weiterhin habe ich Kontakte in die Betriebszentrale. Ich könnte ihn nach einem Fahrtag fragen, sodass man diesen realistisch nachstellen kann.

Lg


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 Betreff des Beitrags: Re: KBS400_Hamm-Bielefeld
BeitragVerfasst: 21.05.2015 19:31:15 
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Alwin Meschede hat geschrieben:
stuvar hat geschrieben:
1000 und 2000 Hz GMs sind eher selten, weil man die Anordnung eines Signals im Weichenbereich vermeidet.


Ob sich das wohl auch bis in den Netzbezirk Göttingen rumgesprochen hat? :mua Ich hatte beim Nachbau eher den Eindruck, dass man dort nach dem Prinzip verfährt "wenn wir das Signal noch ein paar Meter bis in die Weiche verschieben können, dann tun wir das auch". Ich hab natürlich nicht nachgemessen, ob es bei den Signalstandorten sonstige Zwänge gab, die zu berücksichtigen waren. Aber die örtliche Häufung fand ich auffällig. Diese Seuche im Göttinger Güterbahnhof nachzubilden hat mich jedenfalls einigen Extra-Aufwand für Kopplungen gekostet, zumal natürlich samt und sonders Gruppenausfahrten betroffen waren, die sowieso schon Mehraufwand in Zusi erfordern :§$%


Meine Erkenntnisse sind eher auf das DV-Gebiet beschränkt. Selbst in Hamm Gbf gibt es ein Gruppenausfahrsignal in der Mitte einer DKW. Die GM hat man dann vor die DKW platziert. Ansonsten kenne ich Hauptsignale nur im Bereich bis 3 m nach dem Weichenanfang. So kann man GM und Azp noch innerhalb normaler Toleranzen einbauen. Das einzige mir bekannte neu errichtete Vorsignal in einer Weiche hab ich selbst verbrochen. Wer will kann es sich im Einfahrbereich des Bf Adorf (Vogtl) anschauen.

Gerd


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