Die neue Qualität am Mittelrhein ...

Über alles nicht so Wichtige was aber irgendwie mit Bahn und Zusi zu tun hat. Viel Spaß beim Plaudern.
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ex-Mitglied

Die neue Qualität am Mittelrhein ...

#1 Beitrag von ex-Mitglied »

... fällt direkt in den ersten Betriebsstunden mit Fahrzeugstörung aus!

Wunderbarer Einstand - klar sowas kann (und wird wohl mit einer Neu-Serie) jedem EVU passieren - dennoch unschön.

Die Berichterstattung in der Bonner Lokalpresse heute früh, war auch mehr als ... naja typisch recherchiert im Bezug auf die Eisenbahn ... katastrophal
Zuletzt geändert von ex-Mitglied am 15.12.2008 13:34:54, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Um Objektivität ergänzt.

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Achim Adams
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Re: Die neue Qualität am Mittelrhein ...

#2 Beitrag von Achim Adams »

Mir hat der eigene Kollege auch im Weg gestanden, ich kam auch nicht weiter. Gerne hätte ich den zweitens trans-regio Zug pünktlich nach Bonn gebracht, leider ist da ja nix draus geworden.

Meine weitere Fahrt wurde jedoch von renitenten Fahrgästen verhindert, die mir die Türen blockierten und selbst vor gefährlichem Eingriff in den Bahnverkehr nicht zurückschreckten!

Habt bitte Verständnis wenn ich nicht näher ins Detail gehen will und darf.

Mirko
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Re: Die neue Qualität am Mittelrhein ...

#3 Beitrag von Mirko »

Hm, scheint sich der Fahrzeughersteller ja wieder sehr um die Festigung seines schlechten Rufes bemüht haben, den das Vorgängermodell begründete. Ich werde mich heute Nachmittag mal zum Ortstermin begeben.

@Rene: Sich selbst widersprechen in einem Satz - Du solltest in die Politik gehen. Das EVU kann nichts dafür, aber die ZV sollten es dennoch bereuen. Ich weiß nicht, ob Sachsen damals auch bereut hat, DB Regio mit den Desiro Classic drangelassen zu haben. Aber das müsstest Du dann ja eigentlich wünschen! Immerhin hat es der Kübel seinerzeit geschafft, durch höhere Abwesenheit als der bisherige Rekordhalter 219 zu glänzen! Würde das nicht dem roten Riesen passieren, wärest Du vermutlich der erste, der danach schreit, den Vertrag zu anullieren.
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Florian Ziese
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Re: Die neue Qualität am Mittelrhein ...

#4 Beitrag von Florian Ziese »

Naja, lieber am ersten Tag Probleme und danach bald besser werden. Wenn ich da an die Umstellung der Gäubahn-ICE von 415 auf 411 denke, erster Tag nach Fahrplanwechsel perfekt, keine Verspätung. Ab Montag/Dienstag ist dann aber für etwa 3 Wochen der Fahrplan komplett zusammengebrochen, und das bei gleichen Lokführeren, gleichen Fahrzeiten, gleicher Strecke und weitgehend gleichen Fahrzeugen. Lediglich wurde öfters gefahren (neu 2 h-Takt). Nach etwa erst 2 Monaten hatte man den Fahrplan zumindest einigermassen im Griff...

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Sascha Ohrem
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Re: Die neue Qualität am Mittelrhein ...

#5 Beitrag von Sascha Ohrem »

Laut Sichtung eines bekannten fuhren heute alle TR einteilig (Sichtungspunkt Bornheim). Allerdings war dies auch auf der RB 48 der Fall.

Na ja heute ist nicht so viel los allerdings hoffe ich, dass sich dies ab Morgen auf beiden Linien ändert.
Wunderbarer Einstand - klar sowas passiert jedem EVU, dennoch bleibt der Wunsch, dass die Zweckverbände diese Entscheidung bereuen.
Kann ich nicht so ganz verstehen. Ich finde das Betriebskonzept mit dem Stärken und Schwächen in Remagen eigentlich genau richtig. Südlich von Remagen braucht man eh keine Doppeltraktion (zumindest bis Koblenz nicht).

Gruß
Sascha

Mirko
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Re: Die neue Qualität am Mittelrhein ...

#6 Beitrag von Mirko »

Sascha Ohrem hat geschrieben:Kann ich nicht so ganz verstehen.
Da gibt es nicht viel zum Nicht-Verstehen. Die Fahrzeuge sind nicht rot mit weißen Türen, das reicht um bei René durch das Qualitätsraster zu fallen.
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Michael_Poschmann
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Re: Die neue Qualität am Mittelrhein ...

#7 Beitrag von Michael_Poschmann »

Mirko, welch garstige Bemerkung, pfui über Dich. :mua

Einen Vorteil besitzen die Plastikbahnen, das wird auch Rene als oberster Zugdompteur und erklärter Spezialist für außerplanmäßige Zugwenden nicht leugnen wollen: Der Verspätungsgrund "+35 wegen Lokumlauf aufgrund Steuerwagendefekts" - und das bei knapp 20 min planmäßiger Wendezeit - entfällt bei Triebwagen. Zu Behördenbahnzeiten hätte man in solchen Zeitspannen einen Zug komplett neu gebaut...

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ImmoBirnbaum
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Re: Die neue Qualität am Mittelrhein ...

#8 Beitrag von ImmoBirnbaum »

René Stahlhofen hat geschrieben:... fällt direkt in den ersten Betriebsstunden mit Fahrzeugstörung aus!
Immer noch besser als die Betriebsaufnahme der Westfalenbahn vor einem Jahr, als kurz nach Mitternacht in Osnabrück die Fahrgäste auf die erste WFB warteten, die aber nicht kam, da sie überhaupt nicht losgeschickt worden war. Die WFB war nicht davon ausgegangen, dass sie um 00:00 den Betrieb übernimmt, sondern erst am Sonntag morgen...
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Markus F.
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Re: Die neue Qualität am Mittelrhein ...

#9 Beitrag von Markus F. »

Mirko hat geschrieben:Ich weiß nicht, ob Sachsen damals auch bereut hat, DB Regio mit den Desiro Classic drangelassen zu haben.
rund um dresden werden bald Regio-Shuttles einer Privatbahn die Desiros ersetzen.

Mirko
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Re: Die neue Qualität am Mittelrhein ...

#10 Beitrag von Mirko »

So, zurück von der Testfahrt.

Das Fahrzeug an sich: Leise, spurtstark, geräumige Erscheinung - ich bin angenehm überrascht, da scheint Siemens aus den Leicht- und Billigbaudesastern Desiro Classic und Combino gelernt zu haben. Störend kann man (muss man nicht, ich finde es gut) die relativ weiche Federung finden. Lediglich der LuPre erweist sich als laut und klöterig, die Gepäckablagen dürften für einen großen Trolley etwas zu kurz geraten.

Die Optionen des Betreibers am Fahrzeug: Hier hört der gute Eindruck langsam auf. Die Bestuhlung ist vom Komfort allenfalls Mittelklasse im Regionalverkehr. Nicht ausgesprochen weich, aber auch nicht unerträglich hart. Der Sitzabstand allerdings ist auf allerfeinstem Stadtbus-Niveau, ich bekomme meine 1,92m nicht kollisionsfrei in der Kiste unter. Zuerst saß ich ab Bad Godesberg zwischen zwei Sitzreihen in der Flugzeugbestuhlung gepresst. Mit Hoffnung auf Besserung haben wir uns dann Bonn Hbf umgesetzt, und so verbrachte ich den Rest der Fahrt Kniescheibe an Kniescheibe mit Sven Jähnig. Über Farbempfinden kann man streiten, das Gelb-Grau-Schwarz ist aber auch nicht im oberen Drittel der Ästhetik zu finden.

Der Betreiber selbst kommt auch nicht positiv weg. Ich habe keine Ahnung, ob es Bestellervorgabe ist, am Sonntag einteilig zu fahren. Aber wenn unterwegs eh weitere Einheiten herumstehen, dann sollte man an einem verkaufsoffenen Adventsonntag in sowohl Bonn als auch Köln vielleicht dennoch verstärken. Zumindest ein Teil der Verspätung, die besonders ab Bonn entstand, dürfte auf Zeitverlust beim Fahrgastwechsel zurückfallen. Bis sich die Aussteiger alle aussortiert und die Einsteiger wieder komprimiert haben, sind ein paar Dekasekunden verstrichen und das summiert sich. Gerade wenn man eigenverantwortlichen Betrieb macht, wurde hier eine tolle Chance für den ersten Eindruck fahrlässig ruiniert.
Und ob man denn in Köln Hbf gegen das haltzeigende Ausfahrsignal vorziehen darf, wenn man nicht vom Fdl über Lautsprecher dazu aufgefordert wurde (schon erlebt, um einen weiteren Zug in das Gleis einfahren zu lassen) wäre auch klärungswürdig.

In Schulnoten ausgedrückt
Fahrzeug: 2
Betreiber: 4-
Man sollte sich immer gut überlegen, was man sich wünscht. Manchmal passiert es, dass man es kriegt (Meat Loaf)

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Michael_Poschmann
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Re: Die neue Qualität am Mittelrhein ...

#11 Beitrag von Michael_Poschmann »

Danke für den Bericht. Das spart mir morgen die Testfahrt, ich nehme wohl lieber den IC.
Mirko hat geschrieben:Und ob man denn in Köln Hbf gegen das haltzeigende Ausfahrsignal vorziehen darf, wenn man nicht vom Fdl über Lautsprecher dazu aufgefordert wurde (schon erlebt, um einen weiteren Zug in das Gleis einfahren zu lassen) wäre auch klärungswürdig.
Zusi quittiert das mit Abzügen in der Bewertung, gell?

Michael

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Achim Adams
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Re: Die neue Qualität am Mittelrhein ...

#12 Beitrag von Achim Adams »

Also über Farbempfinden und Ästhetik läßt sich natürlich streiten, wobei mir persönlich die Farbgebung ganz gut gefällt. Über Bestuhlung und Abstand läßt sich ebenfalls streiten, finde ich aber für ein Nahverkehrsfahrzeug durchaus ok.

Was die Betreiber und Mitarbeiter angeht: lasst das mal alles so einspielen. Die Fahrgäste müssen sich an die neuen Türen bzw. Türabstände gewöhnen, ebenso müssen die Tf sich an das Verhalten der Türen gewöhnen. Immerhin ist dieses ja ein brandneues Fahrzeug, und entsprechende Erfahrungswerte fehlen da beiderseits.

Dass zum Teil einteilig gefahren wurde liegt leider daran dass einzelne Fahrzeuge (wie bekannt) ausgefallen sind, und deswegen für den weiteren Umlauf nicht zur Verfügung standen. Einfach "herumstehende" Fahrzeuge einzusetzen ist von daher nicht so möglich, da diese ja ihrerseits in einem Umlauf eingebunden sind und dann dort gefehlt hätten.

Und in Köln Hbf darf tatsächlich vorgezogen werden, Lautsprecherdurchsage ist dabei nur EINE von mehreren Möglichkeiten die der Fdl dazu hat. Wenn der Tf nach dem Vorziehen nicht abgelöst wurde, dann kannst du davon ausgehen dass es seine Richtigkeit hatte.

Ich denke bereits in den nächsten Tagen wird sich das weitestgehend normalisieren, ich bin da ganz zuversichtlich.

Ahrtalbahn
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Transregio mit DesiroMainline (Br 460) auf der Mitelrheinbah

#13 Beitrag von Ahrtalbahn »

Einen schönen dritten Adventabend.


Bekanntlich hat ja mit dem heutigen Tag die Transregio den Betrieb auf der Mittelrheinbahn für mindestens die nächsten 15 Jahre aufgenommen und löst somit die DB ab. Die Transregio fährt die Linie RB26 zwischen Köln und Koblenz sowie die RB32 von Koblenz nach Mainz mit neuen Fahrzeugen der Baureihe 460, DesiroMainline II genannt.
Hier möchte ich nun einige Eindrücke zum neuen Anbieter und dem Fahrzeug am ersten Tag ihres Betriebes wiedergeben.


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Der neue Star am Rhein - mit diesen Aufklebern sind die Fahrzeuge der Transregio zum 5-Sterne-Fahrzeug mutiert.

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Eine Verwirrung bei unwissenden Fahrgästen dürfe durch die Zielanzeige vorprogrammiert sein - Als Linie führen die Fahrzeuge die Kursbuchnummer der Strecke, also hier 470, Fahrgäste kennen die Züge aber nur als RB26, die Bahn hat TR26 in ihren Fahrplänen stehen und über sie Ansagen werden die Züge oft als MRB (=Mittelrheinbahn) deklariert. Die Anzeigen, sowohl innen als auch außen und die automatischen Bahnhofsdurchsagen, der Fahrzeuge 14 und 16 waren heute leider ganz abgeschaltet oder defekt.

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Über das Sitzkonzept läßt sich bekanntlich streiten. Aber Sitzplätze hinter einem dicken Fensterholm finde ich persönlich leider nicht so ansprechend. Meine Knie und Beine würden sich auch über ein paar cm mehr Luft freuen.

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Auch hier stört leider ein Fensterholm den freien Blick nach draufen - und das auf allen Sitzplätzen der vis-à-vis-Sitzgruppe. An den Fensterplätzen kollediert das Knie mit dem Mülleimer, den ich wiederrum loben muß - groß nicht klappernd. Weiteres Knie und Beinmanko: Mit einem Gegenüber wird es eng - also bitte Berührungsängste. Ich frag mich, wie das sein soll, wenn ich mit einer meiner Blondinen unterwegs bin, die 104cm(!) lange Beine hat..

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460 007 (l) und 460 008 (r) haben den ganzen Tag in Remagen verbracht. Schade eigentlich, sollten die Züge doch in Doppeltraktion fahren, was leider bis auf eine Ausnahme der offiziellen Eröffnungsfahrt nicht der Fall war. Unbekannte Einheiten standen ebenfalls in Sechtem herum.

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460 012 steht als TR87517 in Remagen. Leider mit einer Verspätung von 12 Minuten.

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460 016 kommt stark verspätet aus Köln und wendet vorzeitig in Remagen auf TR87516, damit dieser Zug nicht ganz ausfällt (eigentlich hätte die Einheit schon in Koblenz und wieder zurück sein sollen) und mit nur 12 Minuten Verspätung nach Köln fährt.
(ich weiß, daß der Zug an der Seite sehr bewegungsunscharf ist, aber ich finde, das gibt dem Bild wiederum eine gewisse Dynamik)

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460 016 hat Köln als TR87516 10 Minuten verspätet erreicht.

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460 016 tritt in Köln pünktlich die Fahrt als TR87523 nach Koblenz an.

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460 016 als TR87523 eine Minute verspätet bei einer Planüberholung in Remagen.

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Jetzt hat 460 016 mal wirklich Koblenz als TR87523 mit nur 3 Minuten Verspätung erreicht.

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450 014 und 450 0xx der Transregio stehen in Koblenz.

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Mit einer Verspätung von 32 Minuten erreicht 460 014 als TR84134 aus Mainz den Koblenzer Hauptbahnhof - daraus resultiert eine Verspätung von 37 Minuten in der Abfahrt des TR87528 nach Köln, zudem mußten noch zwei Züge des Fernverkehrs sowie ein Güterzug vor der Abfahrt vorbeigelassen werden. Genau das habe ich befürchtet - dadurch, daß die Züge druchgehend von Mainz bis Koblenz fahren sind beide Linien miteinander verknüpft, stehen also in starker Abhänigkeit, sodaß die Verspätungsanfälligkeit steigt.

Bild
460 014 hat als TR87528 Remagen 42 Minuten zu spät erreicht, zwischenzeitlich lag die Verspätung sogar bei 45 Minuten, in Andernach, nach einer Überholung durch einen Zug des Fernverkehrs. In Remagen überholt nun der RE5 der DB.

Bild
Es stehen nun drei Züge des Nahverkehrs nach Bonn zur Abfahrt in Remagen bereit:
RE11026 (l) der DB gezogen von 146 009 wird Remagen als erstes verlassen, gefolgt von TR87528 (m) der Transregio gefahren durch 460 014 und letztlich RB12391 (r) der DB, während 460 001 als TR87531 (u,mr) mit 8 Minuten Verspätung zur Weiterfahrt nach Koblenz einfährt.

Bild
460 001 als TR87531 verläßt gleich 8 Minuten zu spät Remagen.


Alles in allem läßt sich sagen, daß die neuen Fahrzeuge schon besser sind, als die alten, allerdings sollten diese dann auch bald wirklich zweiteilig fahren. Wenn der Betrieb sich erst einmal eingependelt hat, ist das Potenzial für pünktliche Zugfahrten da, Gefahrenpunkte sind lediglich Remagen und Koblenz, da ja in Remagen die Verstärkereinheit tauscht und somit Verspätungen weitergeben kann und Koblenz eben, da RB26 und RB32 voneinander abhänig sind und ebenfalls Verspätungen weitergeben.
Zugbegleiter, wenn diese sich an den Betrieb gewöhnt haben sind eine hervorragende Neuerung auf der Strecke, so kann Schwarzfahrerei vorgebeugt werden, man muß sich nicht mehr selber mit Fahrgästen streiten, die ihre Fahrräder falsch parken und hat immer einen Ansprechpartner vor Ort, was das Gefühl der Sicherheit vorallem Freitag und Samstag nacht deutlich verstärkt.

Teu Teu Teu, Transregio.
Allzeit gute Fahrt mit Hp1+Vr1 bei Vmax

Mirko
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Re: Die neue Qualität am Mittelrhein ...

#14 Beitrag von Mirko »

Achim Adams hat geschrieben:Also über Farbempfinden und Ästhetik läßt sich natürlich streiten, wobei mir persönlich die Farbgebung ganz gut gefällt. Über Bestuhlung und Abstand läßt sich ebenfalls streiten, finde ich aber für ein Nahverkehrsfahrzeug durchaus ok.
Du bist auch ein Stück kleiner - ich finde das vielleicht noch von Bonn nach Köln innerhalb der Toleranzgrenze (aber schon unter Nennwert). Bis Koblenz würde ich mir das aber dreimal überlegen.
Was die Betreiber und Mitarbeiter angeht: lasst das mal alles so einspielen. Die Fahrgäste müssen sich an die neuen Türen bzw. Türabstände gewöhnen, ebenso müssen die Tf sich an das Verhalten der Türen gewöhnen. Immerhin ist dieses ja ein brandneues Fahrzeug, und entsprechende Erfahrungswerte fehlen da beiderseits.
Was ist denn, außer dem McDonalds-Fritteuse-Piepsen und dem Abstand (der in D eh keine Rolle spielt, weil es hier quasi keine funktionierenden Systeme mit Warteposition und Türteiler gibt und der Beförderungsfall als solcher eh parallel Kante steht und sich überraschen lässt, wo diesmal Türen sind) so anders an den Türen? Die gehen auf und zu wie andere auch - lediglich der Schiebetritt ist neu gegenüber 425, aber da ist nicht der Desiro ML, sondern der 425 die Ausnahme von der Regel.
Dass zum Teil einteilig gefahren wurde liegt leider daran dass einzelne Fahrzeuge (wie bekannt) ausgefallen sind, und deswegen für den weiteren Umlauf nicht zur Verfügung standen. Einfach "herumstehende" Fahrzeuge einzusetzen ist von daher nicht so möglich, da diese ja ihrerseits in einem Umlauf eingebunden sind und dann dort gefehlt hätten.
Von 4 gesichteten Kursen waren alle solo, und alle hintereinander. Das wirkte mehr nach Systemfehler - oder der Desiro ML ist doch so unzuverlässig wie sein Vorgänger.

EDIT: Soeben aus anderer Quelle erfahren, dass es ein Systemfehler war, nämlich in der Kupplung. Also Fahrzeugschuld. Das senkt diese Note dann auch gleich mal ab...
Und in Köln Hbf darf tatsächlich vorgezogen werden, Lautsprecherdurchsage ist dabei nur EINE von mehreren Möglichkeiten die der Fdl dazu hat. Wenn der Tf nach dem Vorziehen nicht abgelöst wurde, dann kannst du davon ausgehen dass es seine Richtigkeit hatte.
Wieder was gelernt, die Frage diente tatsächlich der Ergänzung des Wissens. Bisher hatte ich Vorziehen immer nur mit Ansage über Lautsprecher erlebt.
Zuletzt geändert von Mirko am 14.12.2008 21:06:28, insgesamt 1-mal geändert.
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Carsten Hölscher
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Re: Die neue Qualität am Mittelrhein ...

#15 Beitrag von Carsten Hölscher »

@Pseudonym "Ahrtalbahn": Bitte verzichte auf die zahlreichen (sinnlos) farbigen Worte. Das schränkt die Lesbarkeit ein, (und gelb auf weiß ist wirklich nicht schlau).

Carsten

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Daniel R.
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Re: Die neue Qualität am Mittelrhein ...

#16 Beitrag von Daniel R. »

Mirko hat geschrieben:
Und in Köln Hbf darf tatsächlich vorgezogen werden, Lautsprecherdurchsage ist dabei nur EINE von mehreren Möglichkeiten die der Fdl dazu hat. Wenn der Tf nach dem Vorziehen nicht abgelöst wurde, dann kannst du davon ausgehen dass es seine Richtigkeit hatte.
Wieder was gelernt, die Frage diente tatsächlich der Ergänzung des Wissens. Bisher hatte ich Vorziehen immer nur mit Ansage über Lautsprecher erlebt.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass in Köln kein GSM-R vorhanden ist... Da wundert es mich eigentlich, dass sowas überhaupt (noch) über Lautsprecher gemacht wird.

Daniel

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Re: Die neue Qualität am Mittelrhein ...

#17 Beitrag von ex-Mitglied »

In Schulnoten ausgedrückt
Fahrzeug: 2
Betreiber: 4-
Deckt sich ziemlich mit meinem ersten Fahrgastergebnis ...

Fahrzeug: 3
Betreiber: -

Der 460 ist einfach leiser, wenn auch nicht spürbar bequemer (Beinfreiheit und das selbst bei 174cm, etc..)

Startprobleme lasse ich unkommentiert, werden sich wohl binnen 4 Wochen behoben haben - ggf. auch zu kritischer Eindruck von mir.

Positiv ist mir der optische Eindruck des Personals aufgefallen, die Leute sind stolz dort arbeiten zu können - das zeigt zumindest der Gesichtsausdruck. Die "Uniform" - vlt. gleist mich da jemand auf, ob die endgültig oder vorläufig ist - ist ziemlich i.O oder besser gesagt zweckmäßig. Die Kollegin gestern trug eine wasserabweisende Windjacke! (Da wird spontan an den Krankenstand gedacht)
Da gibt es nicht viel zum Nicht-Verstehen. Die Fahrzeuge sind nicht rot mit weißen Türen, das reicht um bei René durch das Qualitätsraster zu fallen.
Es gibt genug was durch mein Qualitätsraster fällt - in diversen Farben.

Ich denke um es abzuschliessen, man hat ein ambitioniertes Projekt aufgenommen - ich wünsche vorallem Kraft, die nicht weniger ambitionierten Ziele des EVU zu erreichen.

Die Rheinstrecke ist zwar mit eine der schönsten Strecken Deutschlands, besitzt auch genug Tücken die einen Betrieb nicht einfach machen.
Zuletzt geändert von ex-Mitglied am 15.12.2008 13:27:40, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: objektive Betrachtung

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Timo Albert
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Re: Die neue Qualität am Mittelrhein ...

#18 Beitrag von Timo Albert »

Mirko hat geschrieben:Und ob man denn in Köln Hbf gegen das haltzeigende Ausfahrsignal vorziehen darf, wenn man nicht vom Fdl über Lautsprecher dazu aufgefordert wurde (schon erlebt, um einen weiteren Zug in das Gleis einfahren zu lassen) wäre auch klärungswürdig.
Naja, wieso über Lautprecher? Es geht doch auch über Zugfunk/Ortsfunk... Dinge die der normale Fahrgast nicht mitbekommt.
Meine Homepage: www.bahnpicture.de

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Re: Die neue Qualität am Mittelrhein ...

#19 Beitrag von Marcel Zehl »

Es kann ja auch sein, dass es die örtliche Aufsicht im Auftrag vom Fdl an den Tf weitergibt. Die machen das meistens per Lautsprecher.
Wer nicht kommt zu rechten Zeit, der muss sehen was übrig bleibt.

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Markus F.
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Re: Die neue Qualität am Mittelrhein ...

#20 Beitrag von Markus F. »

Zitat von Ahrtalbahn: "Genau das habe ich befürchtet - dadurch, daß die Züge druchgehend von Mainz bis Koblenz fahren sind beide Linien miteinander verknüpft, stehen also in starker Abhänigkeit, sodaß die Verspätungsanfälligkeit steigt."

Aber das war vorher auch nicht besser.Damals waren RB 26 und RE 8
miteinander verknüpft. Außerdem sind da immer noch über 20 Minuten Aufenthalt in Koblenz, die verhindern, dass normale Verspätungen von bis zu 15 Minuten übertragen werden.
Zuletzt geändert von Markus F. am 15.12.2008 15:25:00, insgesamt 1-mal geändert.

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