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 Betreff des Beitrags: Re: Erlebnisse einer Eisenbahnwoche
BeitragVerfasst: 11.05.2017 18:27:03 
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Wir begrüßen den Bahnhof Kirchhorsten im erlauchten Kreis der ICE-Systemhalte. Die ICE2-Flotte steht derzeit wohl nicht unter einem guten Stern.
Da die DB heute wegen Bauspielen die internationale Verbindung von Köln nach Westen in den Abendstunden im SEV betreiben wird, dürften wohl wieder mal zwei Stunden Plus zusammenkommen. Das nächste Fahrgastrechte-Formular winkt bereits.

Grüße aus dem weißfenstrigen Stop&Go-Zug bei Minden
Michael


Zuletzt geändert von Michael_Poschmann am 11.05.2017 18:53:22, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Erlebnisse einer Eisenbahnwoche
BeitragVerfasst: 11.05.2017 18:48:22 
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Teils Überfüllte Solo-Busse für Talent-Doppeltraktion oder +30, weil der Bus nicht kommt.

Mein AG jubelt bereits über die nächsten Wochen :rolleyes:


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 Betreff des Beitrags: Re: Erlebnisse einer Eisenbahnwoche
BeitragVerfasst: 11.05.2017 18:52:26 
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Matthiasw hat geschrieben:

Mein AG jubelt bereits über die nächsten Wochen


Lass mich raten, das ist DB Netz?! :mua

Gruß
Michael


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 Betreff des Beitrags: Re: Erlebnisse einer Eisenbahnwoche
BeitragVerfasst: 11.05.2017 19:27:16 
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Gibt auch Arbeitgeber die da Recht Schnell kündigen.
Höhere Gewalt ist es nämlich nicht mehr.

mfg

Ralf

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 Betreff des Beitrags: Re: Erlebnisse einer Eisenbahnwoche
BeitragVerfasst: 11.05.2017 19:31:22 
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Ralf, wenn Arbeitgeber in diesem Fall wirklich kündigen sollen, würde ich das als Wink des Schicksals betrachten. Denn möchte man in einem solchen Laden wirklich arbeiten?! ;)

Kritischer als das Thema "höhere Gewalt" sehe ich da eher die Teilnahme an nicht autorisierten gehobenen Glücksspielen, aka "Fahrscheinerwerb". Dürfen Fahrkarten überhaupt an Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren abgegeben werden?

Grüße
Michael


Zuletzt geändert von Michael_Poschmann am 11.05.2017 19:32:07, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Erlebnisse einer Eisenbahnwoche
BeitragVerfasst: 11.05.2017 19:38:40 
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Das hat unter bestimmten, Umständen z.B. über 55 und nicht die Aktuellsten Kurse/Zertifikate oder kein Mangelberuf nichts mit wollen zu tun.

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 Betreff des Beitrags: Re: Erlebnisse einer Eisenbahnwoche
BeitragVerfasst: 11.05.2017 20:00:05 
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Michael_Poschmann hat geschrieben:
Matthiasw hat geschrieben:

Mein AG jubelt bereits über die nächsten Wochen


Lass mich raten, das ist DB Netz?! :mua

Gruß
Michael


Leider nein,
es ist halt rundum beschissen organisiert.
Mehr kann man dazu nicht mehr sagen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Erlebnisse einer Eisenbahnwoche
BeitragVerfasst: 11.05.2017 20:02:02 
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Die Kündigung wegen Verspätung der Bahn ist wie der Yeti: Alle sprechen darüber, aber man muss echt lange suchen, um eine zu finden die nicht vom Arbeitsgericht wieder einkassiert wurde. Wer im Verspätungsfall immer brav beim Arbeitgeber anruft und sagt "ich komme heute später" macht es dem Chef bereits unmöglich, fristlos zu kündigen. Und für die ordentliche Kündigung muss der Arbeitgeber nachweisen, dass ihm ein bedeutender Schaden entstanden ist (bei Leuten die einen Bürojob machen ist das echt schwer). "Ich find' das Scheiße, dass mein Arbeitnehmer manchmal 15 Minuten zu spät kommt" reicht als Begründung nicht. In der Theorie gilt zwar "Erste Verspätung = Abmahnung, zweite Verspätung = Kündigung". Das geht aber in der Praxis vor Gericht nicht durch.

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Zuletzt geändert von Alwin Meschede am 11.05.2017 20:07:50, insgesamt 2-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Erlebnisse einer Eisenbahnwoche
BeitragVerfasst: 11.05.2017 20:24:44 
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Träum weiter auf deiner Wolke, auch du kommst noch an die Reihe...

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Zuletzt geändert von F(R)S-Bauer am 11.05.2017 20:25:39, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Erlebnisse einer Eisenbahnwoche
BeitragVerfasst: 11.05.2017 20:35:08 
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Dann müsste ich mich ja selber kündigen... Ich kämpfe ja auf der anderen Seite der Barrikaden in der Rolle des Arbeitgebers.

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 Betreff des Beitrags: Re: Erlebnisse einer Eisenbahnwoche
BeitragVerfasst: 19.05.2017 17:04:16 
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Heut war ich mal dran mit Unheil auf mich ziehen. Fahrt war vorgesehen von Wuppertal nach Leipzig, ICE 855 und IC 2443 (Dosto), Umstieg in Hannove. In Hamm ist der 2. Zugteil zum ICE 35 Min. verspätet. Da kein Reservelokführer vorhanden ist, muss auf diesen gewartet werden. Der Anschluss in Hannover ist weg. Der IC 2037 (eine Stunde später) bleibt dann kurz hinter Lehrte mit Zwangsbremsung stehen. Hernach lässt sich die Bremse nicht mehr ausreichend belüften, schließlich fahren wir langsam in den Bahnhof Lehrte zurück und dürfen den wiederum nachfolgenden IC 2441 nutzen. Dieser baut dann wegen Überfüllung bis Leipzig 30 Minuten Verspätung auf. Ergebnis: +150...


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 Betreff des Beitrags: Re: Erlebnisse einer Eisenbahnwoche
BeitragVerfasst: 30.05.2017 14:47:08 
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Mahlzeit,

heut morgen war es mal wieder soweit.
SEV zwischen Altenbeken u. Paderborn besteht ja noch.

Bus war Pünktlich sogar ein Gelenkbus, was dann jedoch geschah, war irre.

Fahrt ging los und zwischen Altenbeken und Buke ging es mit Sage und Schreibe 15km/h den Berg hoch in einem Bus, der nun wirklich Richtung Schrottplatz gehörte.
Einige Fahrgäste brachen spontan in Begeisterung aus und brachten Sprüche. Selbst eine Joggerin überholte uns am 2. Berg in Buke.
Als ich später wieder heim wollte, hauchte eben dieser Bus am Bahnhof Paderborn wohl endgültig aus.
Die Hintere Tür hat Feierabend gemacht.

Tz...
In 14 Tagen ist der Spuk vorbei. Vielleicht bis dahin, jeden Tag ein neues Erlebnis, bringt Abwechselung

Matthias


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 Betreff des Beitrags: Re: Erlebnisse einer Eisenbahnwoche
BeitragVerfasst: 30.05.2017 17:52:48 
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Gestern Abend hat man in Wuppertal mal wieder Fahrstraßen-Lotterie gespielt, oder das Wetter setzte dem Personal in Ef zu sehr zu. Da Gleis 5 derzeit aufgrund des Bahnsteigneubaus gesperrt ist, verkehren die S-Bahnen der Linie 8 von Gleis 4. Eine solche S-Bahn in Richtung Hagen stand da also gestern Abend an Gleis 4, fuhr eifrig los und als der Tf das Unheil bemerkte, also schon auf halbem Weg über die Weiche in das Regelferngleis in Richtung Hagen gefahren war, stand er nach SB auch schon auf der betreffenden Weiche. Nach Rücksprache ging es dann ohne Halt in Unterbarmen weiter in Richtung Hagen, die Fahrgäste dankten es.


Zuletzt geändert von Fabian Schöpflin am 30.05.2017 17:55:49, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Erlebnisse einer Eisenbahnwoche
BeitragVerfasst: 03.07.2017 20:04:29 
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Abend,

ich fand jetzt kein anderes Thema daher hier mal.

Gestern beim Viadukt-Fest in Altenbeken gewesen, trotz Regen eine Klasse Veranstaltung.
Letztlich auch mit Sonderzug (v200 033 + Stilechte Wagen) mitfahren können.
An dieser Stelle nochmals ein Gruß an den Frank und Niels Strumberg, die Welt ist eben doch ein Dorf :D

Bilder folgen sicherlich noch.

Jedoch zur Story für den Thread hier.
So fuhr ich dann im Schienenbus der Osning-Bahn mit aufs Viadukt.
Halt und man hörte den Tf nur laut "sch**" rufen. Da war wohl ein Sperrsignal oÄ. im Weg.
Also ging das Wilde Telefonieren los und letztlich durfte er die Fahrt aufs Viadukt fortführen.
Das ist doch gelebte Eisenbahn.


Grüße
Matthias


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 Betreff des Beitrags: Re: Erlebnisse einer Eisenbahnwoche
BeitragVerfasst: 03.07.2017 21:03:22 
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N'Ahmd, Matthias,

Grüße zurück: Wann hat man schon mal echte Zusianer auf dem "eigenen" Zug, die sich auch noch zu erkennen geben? Jedenfalls freue ich mich immer, wenn Namen auch Gesichter bekommen.

Der Osninger hat, als zweite kleine Geschichte zum wahren Bahnleben, übrigens bei der Hinfahrt schon den Paderborner Fdl aus der Fassung gebracht, als er plötzlich in dem engen Bahnhof wegen PZB-Störung an dem anderen VT/VS? um seinen Zug herum fahren musste. Der war gar nicht amüsiert. So konnten wir erst 20 Minuten zu spät nach Abfahrt des Detmolders an den Bahnsteig, weil der Osninger unser Gleis blockierte - und dann auch noch vor uns raus durfte.

Viele Grüße
Frank


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 Betreff des Beitrags: Re: Erlebnisse einer Eisenbahnwoche
BeitragVerfasst: 08.07.2017 00:39:44 
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Hallo und guten Abend,

mal in Kurzform ein paar Eindrücke der heutigen Reise: Stehplatz auf der Frankenwaldstrecke, stark verspäteter ICE ab Nürnberg, anfangs ebenfalls mit Stehplatz (Zug war wohl in München derart überbesetzt, dass er teilweise geräumt werden musste). In Frankfurt dann Sprint von Gleis 7 nach 17 innerhalb von vier Minuten zum "Sprinter-ICE" - mit Gepäck durchaus eine Herausforderung, aber zum Glück kenne ich ja den "Abkürzungs-Tunnel", so daß ich nicht bis zum Kopfbahnsteig vorlaufen musste. Ziel war es, den letzten durchgehenden Eilzug ab Köln nach Aachen zu erwischen, bevor für das Mammut-Bauprojekt Elbphilharmonie, BER, Stuttgart 21, nein, sage und schreibe eine Lärmschutzwand bei Langerwehe - das ist kein Scherz! - die internationale Hauptstrecke vollständig den Betrieb einstellen muss. Der Münchener ICE hätte aufgrund seiner Verspätung und der Halte an allen Milchkannen der SFS diesen planmäßigen Anschluss nicht mehr erreicht. Übergang in Köln Hbf passend, also alles im Lot. Sollte man meinen. Falsch gemeint.

In Frankfurt Flughafen wurde der Sprinter dann von der Rennleitung disqualifiziert, pardon, an die Seite genommen. Der verspätete Nicht-Sprinter aus München überholte und setzte sich davor. Perfekte Dispositionsentscheidung, so kann ich nur mit Galgenhumor konstatieren. Flughafen also ab mit +12, das würde 2 min Übergang in Köln bedeuten. Der Tf fuhr ehrgeizig, das sah im Raum Siegburg zwar knapp, aber durchaus machbar aus. Allerdings haben wir dann in Höhe Trimbornstraße vor einem roten Lämpchen einige Minuten abgestanden, damit das Herausholen von Fahrzeit nicht am Ende noch für funktionierende Anschlüsse sorgen konnte. Im Domstadt-Hauptbahnhof fehlten also dann schlussendlich zwei Minuten. Ich wage die steile These, dass zu Zeiten der Bundesbahn in Tagesrandlagen der letzte durchgehende (!) Zug natürlich gewartet hätte. Darüber wäre damals (TM) überhaupt keine Diskussion oder Besorgnis aufgekommen, das wäre eine Selbstverständlichkeit gewesen.

Nun denn. Der nachfolgende RE1 hatte die üblichen 10 min Plus (eine Fahrt später fiel diese Linie übrigens gleich ganz aus). In Düren dann den SEV gesucht. Ein Plakat oder Reisendenlenker wäre vielleicht auch eine Idee gewesen für nicht Ortskundige, aber ich will ja nicht mit Detailvorschlägen nerven. Durch einfaches Den-anderen-Lemmingen-Folgen habe ich auch so den Weg zum Bus gefunden. Ob der Inhalt eines Sechswagen-Doppelstock-RE1 in einen Gelenkbus hineinpasst und welche Szenen sich da abgespielt haben, das überlasse ich mal Eurer Vorstellungskraft. Die Krönung kam dann noch, als der SEV-Bus in einem Kreisel falsch abgebogen ist und den Weg in Richtung Inden eingeschlagen hat. Zugegeben, in dieses Dorf kommt man auch nicht allzu oft. Übrigens verkehrte die "Anschluss-Ersatzzug-Garnitur" ab Langerwehe dann mit einem Wagen, bei dem sowohl Außentüren als auch Übergänge mit den freudlichen Klebezetteln "defekt" versehen waren. In ICE habe ich dieser Tage mehrfach spezielle Aufkleber "Klimaanlage defekt - wir werden das Fahrzeug so bald wie möglich einer Werkstatt zuführen" gesichtet. Die Hersteller dieser Drucke wissen vermutlich inzwischen nicht mehr wohin mit all dem Reichtum, eine krisenfeste Branche. Wie übrigens auch Mineralwasser-Hersteller fein raus sind, heute wurde im erstgenannten ICE gleich palettenweise "Kühlwasser" unters Volk verteilt.

Über die 90 min Verspätung gestern auf der Hinfahrt durch Anschlussverlust in Frankfurt berichte ich nicht gesondert. Zwei Reisen, zweimal Griff ins Klo. Fahrgastrechteformulare liegen zum Glück hier auf Halde. Und dann liest man von "deutlich verbesserter Pünktlichkeit". Hm.

Gute Nacht
Michael


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 Betreff des Beitrags: Re: Erlebnisse einer Eisenbahnwoche
BeitragVerfasst: 08.07.2017 07:38:28 
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Hallo Michael,

meldest Du dich den bei den Zugbegleitern, dass Du einen Anschlusszug erreichen willst? Das steigert die Chancen auf erreichen des Anschlusszug durchaus. Wenn keine Anschlussreisenden vorgemeldet sind, dann wird soweit möglich pünktlich abgefahren.

Holger


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 Betreff des Beitrags: Re: Erlebnisse einer Eisenbahnwoche
BeitragVerfasst: 08.07.2017 10:03:55 
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Hallo Holger,

falls Zugbegleiter sichtbar werden, mache ich das selbstverständlich. Das war gestern Abend dann leider nicht der Fall. Und üblicherweise bekomme ich die Formulierung zu hören: "Das wissen wir jetzt noch nicht, sobald wir Info bekommen, sage ich das an." Klingt verdächtig nach: "Ich verlese, was auf dem Display steht." Die Anregung, Anschlussreisende vorzumelden, wird leider fast nie mit einem klaren "Ja, das werde ich machen" beantwortet, sondern sehr vage. In ganz seltenen Fällen habe ich allerdings Rückmeldung bekommen, dass es wohl Kommunikation gegeben habe und in der Dispo entschieden worden sei, einen Zug nicht warten zu lassen, meist in Verbindung mit unterschwellig geäußertem Unverständnis über diese Entscheidung. Aber das ist wie gesagt in den letzten beiden Jahren in vielleicht zwei Fällen so passiert.

Bisweilen ist das Engagement auch sehr gut, und auch Mitdenken in Richtung unkonventioneller Lösungen gibt es. Wobei eränzend genutzt die Technik gestern schon originell war, die Bahn-Äpp wollte mich ab Würzburg per "aktuelle Alternative" mit einem ICE nach Fulda (!) schicken, von dort mit einem +30 verkehrenden ICE wieder südwärts bis Frankfurt und ab dort weiter auf die SFS nach Köln. Auf dieses Glücksspiel habe ich mich dann allerdings nicht eingelassen, zumal mein Fahrausweis wahrscheinlich gar nicht hierfür gegolten hätte. Man schaue mal bitte auf die Landkarte, wie da der Laufweg ausgesehen hätte. :rolleyes:

Was mir zudem unangenehm aufstößt, auch nach "einmal drüber schlafen" als Abklingphase: Ich habe gestern recht vielen gestrandeten Mitreisenden nach bestem Wissen und Gewissen den weiteren Weg erläutert und dabei dem einen oder anderen Fahrgast geholfen, die Verspätung nicht weiter anwachsen zu lassen. Wuppertal z.B. 30 min früher als per "nächste Verbindung" angesagt erreichen zu können, hat ja freitagsabends auch einen gewissen Charme. Oder muss man derzeit schon dankbar sein, diese deutsche Großstadt überhaupt noch auf der Schiene ansteuern zu dürfen? Oft bekomme ich dann zu hören, dass es prima sei, wenn sich jemand so gut auskenne. Vielleicht sollte ich doch allmählich mal RIS-Zugang erhalten, wenn ich schon nicht freiberuflich für die BeBaZ unter Kontrakt stehe. Die Krönung waren, das sei noch erwähnt, die beiden Aufsichten in Köln Hbf, die ein offensichtlich nicht muttersprachliches Paar mit Säugling im Kinderwagen brüsk abwiesen, das verunsichert um Hilfe bei der Gleis- und Abschnittssuche verlegen war. Ich habe dann mich der Sache mal angenommen, war in ein paar Sekunden geklärt. Und so viel Schulenglisch wie hierzu erforderlich beherrscht garantiert jeder.

Dass mal etwas schief läuft, ist Lebensrealität. Aber gestern war es in der Summe an Einzelvorfällen dann doch ein bisschen zuviel des Guten.

Gruß
Michael

P.s.: Mein Kollege ist mit der Kombination aus Mietwagen und Flug drei Stunden früher daheim gewesen. Mit welchen Gegenargumenten kann ich eigentlich noch für eine Fahrt mit dem Schienenverkehr werben - ich muss mich ja fast schon rechtfertigen, wenn ich mal wieder per Bahn unterwegs bin. Not nice.

Bezeichnend für den Zustand (oder besser: die Zustände?): Bild


Zuletzt geändert von Michael_Poschmann am 08.07.2017 11:45:49, insgesamt 3-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Erlebnisse einer Eisenbahnwoche
BeitragVerfasst: 08.07.2017 14:53:08 
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Zitat:
falls Zugbegleiter sichtbar werden, mache ich das selbstverständlich. Das war gestern Abend dann leider nicht der Fall. Und üblicherweise bekomme ich die Formulierung zu hören: "Das wissen wir jetzt noch nicht, sobald wir Info bekommen, sage ich das an."

Diese Aussage entspricht aber der Wahrheit. In dem Fall muss der Wunsch an die Leitstelle Fernverkehr weitergegeben werden, diese spricht mit der Leitstelle von DB Regio, ob sie warten wollen und zum Schluss entscheidet der Bereichsdisponent von DB Netz, ob das warten netzverträglich ist. Man sollte also seinen Anschlusswunsch nicht zu kurzfristig stellen. Bei vorgemeldeten Anschlussreisenden haben wir den letzten durchgehenden RE nach Aachen bisher immer bis zu 10 Minuten warten lassen. Tagsüber, vor allem wenn der nächste Zug schon in 30 Minuten oder weniger fährt, wird in der Regel nicht gewartet. Dafür wird in den Abendstunden auch schon mal länger gewartet. Vor allem wenn es der letzte Zug der Strecke ist.

Holger


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 Betreff des Beitrags: Re: Erlebnisse einer Eisenbahnwoche
BeitragVerfasst: 08.07.2017 15:07:51 
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Hallo Holger,

so würde ich das auch lösen*), mit Anschlussverlusten tagsüber kann ich bei einem Halbstundentakt leben. Ok, wenn der nachfolgende Zug ein RE1 ist, hat man meist noch etwas mehr Zeit zum Kaffeetrinken und Buchhandlung-Stöbern, aber das ist eine andere Baustelle.

Den entsprechenden Vorlauf kalkuliere ich ein. Ob ein effizient zu bedienendes technikgestütztes Verfahren dahinter liegt (z.B. per Smartphone oder Schiefertafel die Anschlusswünsche vorzumelden), oder ob hier noch Sprachkommunikation erforderlich ist, weiß ich nicht. Anno 2017 würde ich Ersteres erwarten. Allerdings kann ich mich bisweilen des Eindrucks nicht erwehren, dass meine höflich und mit ebensolchen Randbedingungen wie "letzter durchgehender Zug" vorgetragene Bitte um Vormelden nicht immer in eine Anfrage mündet. Beweisen kann ich das natürlich nicht, aber hier wäre die konkrete Aussage: "Ich melde das vor!" vertrauensweckender als ein "Wir wissen noch nichts und bekommen noch Bescheid!" Vielleicht bin ich zu mißtrauisch - aus leidvoller Erfahrung?! - aber diese Rückmeldung klingt mir einen Tick zu unverbindlich...

Was mir auffällt ist die Tatsache, dass ich innerhalb der vergangenen 12 Monate in deutlich mehr als der Hälfte meiner Fahrten anschließend ein Fahrgastrechteformular in den Händen hatte. Das kann's nicht sein. Das geht systembedingt besser. Erheblich besser.

Grüße
Michael

*) Eine revolutionäre Idee: Der Fdl Köln, sicherlich routiniert und hochgradig erfahren im "Krisenmanagement" könnte das womöglich lokal mit sehr guter Trefferquote eigenständig entscheiden ohne "Stille Post" zwischen Fernverkehr, Regio, Netz und Bundeskanzlerin. Ok, das mag jetzt ein wenig ketzerisch sein. Aber für meinen Geschmack ist der derzeite Meldeweg mit zu vielen Mitwirkenden bestückt, da sinkt die Erfolgsaussicht und die Motivation beim Initiator, das entsprechend große und formale Rad zu drehen.


Zuletzt geändert von Michael_Poschmann am 08.07.2017 15:12:51, insgesamt 3-mal geändert.

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