Größere Fernsteuerbereiche in Relaistechnik

Fragen der echten Bahntechnik, Lokbedienung, PZB usw.
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Straßenbahnschaffner
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Re: Größere Fernsteuerbereiche in Relaistechnik

#21 Beitrag von Straßenbahnschaffner »

Moin Daniel,

jetzt, wo Du die NE-Bahnen ins Spiel gebracht hast, fällt mir noch das 1976 in Betrieb genommene Zentralstellwerk Ulzburg Süd der AKN ein. Das steuerte den Streckenabschnitt Eidelstedt – Kaltenkirchen (immerhin 30 km) – wiederum eine stark frequentierte eingleisige Bahnstrecke. Genauere Infos zum Stellwerk habe ich aber nicht. Seit Anfang der 2000er obliegt dem ESTW Kaltenkirchen diese Aufgabe (neben weiteren Streckenabschnitten).

Beste Grüße
Hendrik

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Christian Wietzoreck
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Re: Größere Fernsteuerbereiche in Relaistechnik

#22 Beitrag von Christian Wietzoreck »

An der Strecke 2200 Wanne-Eickel Hbf - Bremen steht das Stellwerk Dülmen Df.
Von dort aus werden die Stellwerke Haltern am See, Marl-Sinsen, Recklinghausen Hbf und Recklinghausen-Süd ferngesteuert.
Die Entfernung von Recklinghausen-Süd bis Dülmen beträgt ca. 34 km.

Gruß
Christian

Jan
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Re: Größere Fernsteuerbereiche in Relaistechnik

#23 Beitrag von Jan »

Dülmen ist für meine ursprüngliche Fragestellung aber schon zu modern, da sowohl Dülmen selber, als auch alles nördlich von Marl-Sinsen neugebaute ESTW sind.

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Jens Strumberg
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Re: Größere Fernsteuerbereiche in Relaistechnik

#24 Beitrag von Jens Strumberg »

Essen Hbf sollte man auch nicht missachten - für den Ruhrpott ordentlich Strecke und aber schon eine gute Hand voll ferngesteuerter Stellwerke:
Knapp 55 Kilometer im Stellbereich (bis zu den Nachbarn), und zum eigenen Turm (noch) zusätzlich fünf ferngesteuerte Stellwerke.
Viele Grüße,
Jens

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nobbse
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Re: Größere Fernsteuerbereiche in Relaistechnik

#25 Beitrag von nobbse »

Hallo,
ist zwar nicht Relaistechnik pur, aber ich möchte hier auch an das Pilotprojekt der DB aus den frühen 70` er Jahren des letzten Jahrhunderts erinnern: Die Betriebssteuerzentrale (BSZ) Saarbrücken.
Der Steuerbereich umfasste ca. 70 km Strecke und 13 Stellwerke. Alle Zug- und Rangierfahrten wurden über einen Zentralen Prozessrechner gesteuert und überwacht. Stellbefehle wurden über die normalen Fernmeldekabel als Telegramme via Wechelstromtelegraphie-Geräte WT 100 (Fernschreibtechnik) gesendet und von den in den Relaisräumen der einzelnen Stellwerke vorhandenen Fernsteuerempfänger und -sender ausgewertet, auf Redundanz geprüft und an die Relaisgruppen weitergeleitet. Umgekehrt wurden die Ist- Informationen so von den Relaisgruppen abgefragt und gesendet. Die Ist- Abrage aber dauerhaft in einem bestimmten zyklischen Zeitabstand. Die signaltechnische Sicherheit lag bei Fernsteuerbetrieb bei den Prozessrechnern in der BSZ.
Witziges am Rande:
Wir „Örtlichen" haben zu der Zeit eine neue Tätigkeit bekommen, nämlich ZUGEINBRUCH. :wow Aber keine Angst wir sind nicht per Dienstanweisung kriminell geworden. :gap Zugeinbruch nannte man die Meldung über Züge die in den Steuerbereich der BSZ einfuhren, oder innerhalb diesem begannen. Diese Meldung wurde (quasi als Zugmeldung an den Prozessrechner) als Telegramm per Fernschreiber eingegeben. Nennt man den Vorgang bei Estw heute auch noch so?
Gruß Norbert

Lonestarr
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Re: Größere Fernsteuerbereiche in Relaistechnik

#26 Beitrag von Lonestarr »

nobbse hat geschrieben:Zugeinbruch nannte man die Meldung über Züge die in den Steuerbereich der BSZ einfuhren, oder innerhalb diesem begannen. ... Nennt man den Vorgang bei Estw heute auch noch so?
Bei der Eingabe der Zuglenkdaten gibt es eine 'Einbruchszeit'. Wie die sich genau definiert, kann ich aber jetzt nicht sagen, da ich selbst keine Zuglenkdaten eingebe. Wenn es dich brennend interessiert, müsste ich mal nachgucken. Muss ich vielleicht sowieso, weil dieser Kelch möglicherweise mal nicht mehr an mir vorübergeht.

Gruß Thomas

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nobbse
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Re: Größere Fernsteuerbereiche in Relaistechnik

#27 Beitrag von nobbse »

Hallo Thomas,
da scheint sich ja doch was von der damaligen Wortschöpfung in die neue Zeit gerettet zu haben.
Danke, aber bitte keine Extraarbeiten wegen mir. Ist nicht nötig.
Gruß Norbert

Jan
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Re: Größere Fernsteuerbereiche in Relaistechnik

#28 Beitrag von Jan »

Für welche Strecken war die denn zuständig? Die Liste bei Stellwerke.de gibt Schafbrücke - Homburg und noch den Bahnhof Würzbach auf der Strecke nach Zweibrücken her, aber selbst großzügig gerechnet fehlt da noch was zu den 70 km.
Scheint aber in der Tat ein interessanter Zwischenschritt in Richtung ESTW gewesen zu sein. Ein weiteres Exemplar, über das ich schon anderweitig gestolpert war, gab es ja noch in München für drei der westlichen S-Bahn-Äste, aber Saarbrücken hatte ich übersehen.

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nobbse
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Re: Größere Fernsteuerbereiche in Relaistechnik

#29 Beitrag von nobbse »

Hallo Jan,
die BSZ Saarbrücken war auch noch für die Strecke nach Saareguemines zuständig, die ab Saarbrücken Ost Richtung Frankreich verläuft. Hier wurden die Bahnhöfe Brebach, Bübingen, Kleinblittersdorf, Auersmacher und Hanweiler ferngesteuert. Heute meist nur noch Hp`s :( , die auch von der Saarbahn bedient werden.
Gruß Norbert

snookerfan
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Re: Größere Fernsteuerbereiche in Relaistechnik

#30 Beitrag von snookerfan »

nobbse hat geschrieben:Hallo Jan,
die BSZ Saarbrücken war auch noch für die Strecke nach Saareguemines zuständig, die ab Saarbrücken Ost Richtung Frankreich verläuft. Hier wurden die Bahnhöfe Brebach, Bübingen, Kleinblittersdorf, Auersmacher und Hanweiler ferngesteuert. Heute meist nur noch Hp`s :( , die auch von der Saarbahn bedient werden.
Gruß Norbert
Ja? Das heißt die sind erst wieder örtlich besetzt seit die Saarbahn fährt und/oder Saarbrücken zum ESTW wurde?

Und von den genannten ist doch nur Bübingen Hp geworden.
Brebach, Kleinblittersdorf, Auersmacher und Hanweiler sind doch noch Bahnhöfe.
Zuletzt geändert von snookerfan am 18.05.2020 20:57:59, insgesamt 1-mal geändert.

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Fabian Schöpflin
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Re: Größere Fernsteuerbereiche in Relaistechnik

#31 Beitrag von Fabian Schöpflin »

Die Stellwerke Brebach, Kleinblittersdorf und Auersmacher wurden nach Inbetriebnahme des ESTW-A Saarbrücken wieder örtlich besetzt.

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